Uralt-AKW Fessenheim, Strahlendes Symbol für François Hollandes Scheitern!

6. April 2017

Die beiden ältesten Kernreaktoren Frankreichs, am Oberrhein an der deutschen Grenze „vor sich hin kokelnd“, wollte er vom Netz nehmen. Das war ein Wahlversprechens des Präsidentschaftskandidaten an die Franzosen. AUCH dafür haben sie ihn gewählt. Dann kam die erste negative Überraschung, das Versprechen wurde dahingehend konditioniert, daß Fessenheim geschlossen werden würde, wenn der AKW-Neubau Flammanville in Betrieb gegangen sei und dafür müssten zwei weitere Jahre ins Land gehen. So vergingen die Jahre und nun steht der Abgang, das unrühmliche Ende der Präsidentschaft des François Hollande im Mai vor der Tür und Fessenheim ist noch immer am Netz…

Die Umweltministerin Royal wollte nun als Zuständige die EDF, das Elektrizitätsunternehmen Frankreichs zu über 80% in Staatsbesitz, mehr oder weniger hart zur Schließung „animieren“ wegen deren Symbolik und da geschieht das Unglaubliche:

Der Verwaltungsrat des Unterstehmens EDF weigert sich den Wünschen der Ministerin Folge zu tragen, da die Versorgungssicherheit der Franzosen mit Elektrizität Vorrang vor irgendwelchen Symbolik-Gesten an einen scheidenden Präsidenten habe. Die Leistung der abgeschalteten Fessenheim Reaktoren würde einfach fehlen solange Flammanville noch nicht laufe. Unendlich peinliche Geschichte, Ende offen!

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Antrag auf Stilllegung abgelehnt: Französischer Staatsrat hält AKW-Fessenheim für sicher!

28. Juni 2013

Alles sei bestens unter Kontrolle, sodass an der geplanten Schließung des ältesten französischen Kernkraftwerkes (1977) zu Ende 2016, Anfang 2017 festgehalten werden könne.

Der Antrag auf sofortige Abschaltung aus Sicherheitsgründen wurde von einer Organisation aus den drei Anrainerländern Deutschland, Frankreich und der Schweiz, von Städten, Gemeinden, Firmen, Vereinen, Verbänden und Einzelpersonen gestellt und heute vom Französischen Staatsrat abgelehnt.


Französisches AKW Fessenheim wieder komplett am Netz!

7. März 2012

Das elsässische Atomkraftwerk Fessenheim, mit Baujahr 1977 das älteste Frankreichs und nur wenige Kilometer von Basel und Freiburg entfernt, ist nach neunmonatiger Überholung und Wartungspause wieder vollständig am Netz.

Gestern wurde Block 2 hochgefahren. Block 1 war bereits im November wieder in Betrieb gegangen. Es liegt in einer bekannten Erbebenzone des Rheingrabens und es besteht die Gefahr der Überflutung bei starkem Hochwasser des Rheines. Außerdem sei das Betonfundament unter dem Reaktor, mit nur 1,5m Stärke, das dünnste aller französischen Kernkaftwerke.

Kürzlich hatte der französische Präsidentschaftskandidat und amtierende Präsident Nicolas Sarkozy das AKW besucht und in markigen Worten die Verlängerung der Betriebsgenehmigung um weitere 20 Jahre angekündigt!

Alle Anrainer, egal ob in Frankreich, der Schweiz oder in Deutschland lebend, sind damit aus ökonomischen Gründen dazu verdammt auch weiterhin als Geiseln der französischen Nuklearindustrie zu leben. Deutscher Ausstieg hin, deutscher Ausstieg her…