Banken verursachen Einkommensverluste wie Weltkrieg!

5. Januar 2013

Ein Banker spricht Klartext: Andrew Haldane, Direktor für Finanzstabilität bei der Bank of England sagt, dass Wut und Ärger der Öffentlichkeit über die Banken völlig gerechtfertigt seien und die Einkommen in der Finanzindustrie noch immer zu hoch seien!

Der Mann spricht mir aus der Seele! Sein freimütiges Statement wurde schon vor einem Monat im THE TELEGRAPH publiziert, aber ich bin erst heute zufällig darauf gestossen und leider ist es nach wie vor hoch aktuell.

Haldane weiter:
Wenn wir Glück haben, werden die Kosten dieser Krise von unseren Kindern abbezahlt werden. Wahrscheinlicher ist, dass noch unsere Enkel sie abbezahlen!

In den 80er Jahren verdiente ein durchschnittlicher Investmentbanker soviel wie ein durchschnittlicher Anwalt oder Arzt. 2006 bekamen die Banker hingegen vier Mal so viel (im Durchschnitt, wohlgemerkt!).

Er sieht die Banken sogar als eines der Haupthindernisse für eine wirtschaftliche Erholung, denn sie hätten den Vertrauensverlust der Investoren in das gesamte Bankensystem noch nicht überwunden.

Wird es mit der Konjunktur noch weiter abwärts gehen? Er hält dies für möglich!

Es ist ein seltener Fall, dass ein hoher Insider des Finanzsystems so kritische Statements formuliert. Ich will es nicht beschwören, weil ich natürlich keinen vollkommenen Überblick habe, aber ich kann mich nicht daran erinnern Andrew Haldanes Erkenntnisse in der deutschen Presse gelesen zu haben. Ein Zufall oder das Verschweigen eines unerwünschten Nestbeschmutzers?

Vielleicht sollte man künftig nicht von der „Finanzindustrie“ sprechen, sondern für die Zeit ab 2007 den Begriff „Finanzanarchie“ wählen?

http://www.telegraph.co.uk/finance/financialcrisis/9719300/Loss-of-income-caused-by-banks-as-bad-as-a-world-war-says-BoEs-Andrew-Haldane.html

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