Zieht Merkel für Obama mit der NATO in den Irak?

18. Juni 2014

Wir wissen es nicht, fürchten es aber, redet doch der bundespräsidiale Pastor neuerdings gerne dem Krieg das Wort, eine bedachte propagandistische Vorbereitung auf kommende Ereignisse gar?

Vermutlich wird es für Merkel ebenso alternativlos sein, wie ihr Selfie mit Podolski in Brasilien? Während sich die Kanzlerin also auf Steuerzahlerkosten in verschwitzten Männerumkleiden mit einem dutzend knapp bekleideten Jungmänner belustigt, für das „Spontanfoto“ mit dem knapp über Schulterhöhe erhobenen Fäusten im WM-Stadion, geifert der durchgeknallte NATO-Däne Anders Fuck Rasmussen um höhere Kriegsetats und mehr Kampfmoral, während Panzer-Uschi die BuWe-Kitas mit Klimaanlagen für den irakischen Wüstenkrieg ausstatten lässt?

Die Amis haben das übliche Programm diesmal im Zeitraffer abgespult: Keine Bodentruppen im Irak! Drohnen, womöglich, ein paar Bombenteppiche durchaus, aber keine Bodentr.. ausser den paar hundert Commandos, die die größte US-Botschaft der Welt vor der Einnahme durch die ISIS, oder wen auch immer, retten müssen.

Na ja, den Flughafen und ein paar Hauptstraßen müssten sie auch frei halten. Dann sollten es wohl besser ein paar Tausend sein? Bodentruppen ja, aber keine Amis? Juhu, die NATO macht’s möglich!

Freie Fahrt für freie Iraker, schafft die Bundeswehr?

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BRICS-Spiele. Ein US-Masterplan für Pleiten?

9. Juni 2014

Die berühmten BRICS-Staaten, die dem Imperium irgendwann demnächst den Rang ablaufen können sollen, haben derzeit anscheinend ein paar Probleme?

Da ist zum Einen das blöde Wachstum, das auch nicht mehr ist, was es mal war, nämlich „wow-geil-zweistellig“!

Dann fehlt über den gemeinsamen Mindestnenner hinaus, der Ablehnung des Imperiums und seiner Währung, das was man gemeinhin „gemeinsame Werte“ nennt.

Aber einen zumindest gibt es anscheinend doch, nämlich der Wunsch, die Sucht gar, nach internationaler Anerkennung.

Das führte dazu, dass China die superteuren Olympischen Sommerspiele ausführte und Russland die entsprechenden Winterspiele und Brasilien ab übermorgen die Fußball-Weltmeisterschaft.

Drei von fünf BRICS-Staaten haben sich trotz eines Sacks voll einheimischer Probleme mit Sportveranstaltungen belastet, die zweistellige Milliardenbeträge für ihre Haushalte gekostet haben. Im Falle von Sotschi ist gar von über 50 Milliarden Dollar die Rede! G7-Gipfel? Nada!

Auslöser für diesen finanziellen Harakiri dürfte also die Sucht nach Anerkennung gewesen sein? Momentan fehlen nur Indien und Südafrika in dieser Liste, die womöglich bald um Argentinien ergänzt werden wird?

Ist dieser Wunsch für einen der BRICS-Staaten aufgegangen?

Sie alle stehen auf der Liste der Pfui-Staaten bezüglich Demokratie, Menschenrechten, Minderheitenschutz und gleichgeschlechtliche Beziehungen.

So bot die jeweilige internationale Sportveranstaltung den „Verstärker“ für entsprechende Aktivitäten der üblichen verdächtigen NGO’s und die kehrten dann das geplante positive Bild des jeweiligen Landes ins repressive Gegenteil um, was natürlich nicht ohne Mithilfe des betreffenden BRICS-Staates gelingen konnte. Dumm gelaufen!

Brasilien, Russland und China kehrten also unter dem Einsatz von vielen Milliarden Dollar eigenen Geldes die beabsichtigte Werbung für ihre Länder ins genaue Gegenteil um, das heisst, sie finanzierten ihre eigene Gegenpropaganda!

Wenn das kein teuflischer Plan ist?

In der neuesten Entwicklungsstufe dieses Plans könnte Katar „seine“ Fußball-WM 2022 verlieren, schon bevor sie überhaupt durchgeführt worden ist. Der Löwenanteil des Geldes dürfte allerdings schon jetzt verbaut, verballert worden sein?

Ich schlage deshalb vor, künftig alle internationalen Großereignisse dieser Art ausschließlich in den USA durchzuführen. Das Imperium hat sowieso den Nutzen davon, gegen die Wühltätigkit von NGO’s ist es immun (Honi soit qui mal y pense!) und in diesem Fall hätte es gerechterweise auch die Kosten…


Erdoğan, Irrer oder „weiser Seher“?

27. August 2013

Über Leo Brux und sein unentbehrliches Blog blog.initiativgruppe.de stiess ich auf die DTN-Meldung, dass Erdoğan den Austritt der Türkei aus der UN erwäge. Meine erste Reaktion war klar, sie lautete etwa so, „jetzt ist er endgültig durchgeknallt“, der Recep natürlich, nicht der Leo! Dann dachte ich etwas länger über diese Frage nach und kam zu einem differenzierteren Urteil.

Erdoğans Aussagen sind m.E. zunächst einmal sachlich richtig und politisch in sich schlüssig. Die Behauptung des von den DTN zitierten „Experten für türkische Aussenpolitik“(?) Dr. Günter Seufert hingegen, von einer politischen Isolation der Türkei, kann ich nicht uneingeschränkt nachvollziehen.

Tatsache ist, dass das Kräfteverhältnis im Un-Sicherheitsrat dem Zustand der Welt Mitte der 40er Jahre des vorigen Jahrhunderts entspricht. Die vertretenen Mächte entsprachen im Wesentlichen der Anti-Hitler-Koalition im WWII. Dass heute, rund 70 Jahre nach dem WWII klar von den USA abhängige Länder wie Großbritannien und Frankreich Veto-Mächte sind und Indien und Brasilien zum Beispiel nicht einmal vertreten sind, ist ein Anachronismus, der in keiner Weise den Realitäten von 2013 entspricht. Der UN-Sicherheitsrat ist zusammen mit dem selektiven Gebrauch des Argumentes der Menschenrechte ein Kontroll- und Kampfinstrument des Westens, dem von Russland oder China nur ein gelegentliches Veto entgegen gesetzt werden kann.

Erdoğans Bemerkung war womöglich aus dem Zusammenhang gerissen worden?
Er hätte wohl besser zunächst für eine konkrete Überarbeitung der UN-Satzung, der Zusammensetzung der Gremien und der Spielregeln geworben und Verbündete dafür gesammelt und erst danach, sollte es – wie zu erwarten ist – zu keiner Einigung kommen, eine Alternativ-Organisation in den Raum stellen sollen? Aber die Türkei ist keineswegs isoliert, nicht einmal im Westen, vom Osten ganz zu schweigen. Sie ist ganz klar mittlerweile zu einem Machtzentrum aus eigener Kraft gewachsen und Obama weiss dies und berücksichtigt dies. Über die EU kann Erdoğan ganz gelassen lachen. Die wirtschaftliche Entwicklung der Türkei und die Verschiebung der Machtverhältnisse im Nahen Osten haben die Notwendigkeit eines  EU-Beitritts obsolet gemacht. Die Türkei braucht ihn nicht mehr, sie will ihn vermutlich nicht mehr und er würde auch nicht funktionieren. Glaubt vielleicht jemand, Erdoğan würde sich von Lady Ashton, Barroso, van Rompuy & Co. bindende politische Vorgaben machen lassen und stimmgleich mit Belgien und Luxembourg in Brüssel sitzen wollen?

Aber faktisch ist es ohnehin der Westen selbst, der den UN-Sicherheitsrat entwertet, wenn er ankündigt, notfalls auch ohne dessen Einschaltung in Syrien tätig werden zu wollen. Der Westen nutzt den Rat, wenn es ihm passt und missachtet ihn und UN-Beschlüsse, wenn es ihm nicht passt (z.B. in Fragen Israel betreffend). Obama hält es übrigens mit dem US-Parlament ganz ähnlich.

Es gibt außer den USA, dem UK, Frankreich, Israel und der Türkei(!) niemanden, der militärisch in Syrien eingreifen möchte, die US-Vasallen Saudi-Arabien und Katar lasse ich hier mal unerwähnt. Trotzdem wird es wohl zu einem solchen Eingreifen kommen, aus fabrizierten Gründen, wie wir es aus dem Irak und Lybien bereits kennen und wie es offenbar auch schon für den Iran geplant ist. Wir schlittern in einem Krieg von globalen Dimensionen. Man nennt das Weltkrieg… Obama soll sich am vergangenen Wochenende bereits auf ein militärisches Vorgehen mit Cameron geeinigt haben. Die Franzosen freuen sich, mitmachen zu dürfen und auch Guido Westerwelle und Frau Merkel werden rechtzeitig die Kurve kriegen…

Gestern noch im Kanal, Morgen Syrien und dazwischen Gibraltar befreien?

Gestern noch im Kanal, Morgen Syrien und dazwischen Gibraltar befreien?

Bei den erwarteten riesigen unterseeischen Gas- und Ölvorräten im östlichen Mittelmeer zwischen Zypern, Israel, Libanon, Syrien und der Türkei und den gigantischen Gewinnerwartungen wird jetzt der Player mit den besten Raffinerien und Pipelines vor Ort in Aleppo, nämlich Syrien ausgeschaltet, bzw. übernommen. Das ist der Plan. Die Pläne des Westens gehen aber zuletzt häufig schief und führen zu Massentod, Verelendung und Chaos, von ihrer moralischen Verkommenheit mal ganz abgesehen. Russland, China, der Iran und Andere werden sich dies nicht ewig tatenlos ansehen können. Dieses Machtpoker-Spiel nähert sich deshalb nahezu zwangsläufig seinem bösen Ende…


Was nicht sein darf, kann nicht sein! Paul Krugman in der NYT über Argentinien.

5. Mai 2012

Argentinien ist seit seinem Ausstieg aus dem von IMF und WB von außen verordneten Schuldenprogramm so etwas wie der Paria der internationalen Wirtschaftsjournalisten. Dazu kommen vollkommen unmögliche, populistische Regierungen, zuletzt die des Ehepaares Kirchners, die zuweilen durch Enteignungen und drastische Eingriffe in die „Freiheit der Wirtschaft und der Märkte“ von sich reden machten. „Ih-gitt, bäh, also Argentinien, das geht ja gar nicht“ lautet im Allgemeinen der Tenor der Berichterstattung.

Paul Krugman verweist auf Vorurteile und Wunschdenken, die verhinderten, die Basisfakten zur Kenntnis zu nehmen. Während wir bei Irland jeden vermeintlichen Mini-Fortschritt laut bejubeln, weil die Iren „die richtige Medizin“ gegen die Krise zu sich nähmen, gingen wir im Falle von Argentinien grundsätzlich erst einmal negativ zur Sache: Sie seien unverantwortlich, populistisch, ganz, ganz böse.

Vergleicht man den hochgelobten Nachbarn und BRIC-Staat Brasilien mit Argentinien, dann ist dieses, wenn man das Bruttoinlandsprodukt im Jahre 2000 gleich 100 setzt, in Brasilien fast kontinuierlich gestiegen, mit einer leichten Delle in der Krise 2008-2009, und liegt jetzt bei etwa 150% bezogen auf das Jahr 2000. Argentinien stürzte zunächst bis 2002 steil ab auf etwa 85% um dann ebenso kontinuierlich wie Brasilien –nur steiler, stärker – anzusteigen und diesen Anstieg (abgeschwächt!) sogar 2008-2009 beizubehalten. Heute liegt Argentinien mit 180% um zwanzig Prozentpunkte über dem hochgelobten Brasilien. Haben wir das so wahrgenommen in Europa? Vermutlich eher nicht!

http://krugman.blogs.nytimes.com/2012/05/03/down-argentina-way/

Matthew Yglesias zieht Argentinien sogar als Vorbild für die Südeuropäischen Krisenstaaten in Betracht. Anstatt Merkels bittere Brutal-Spar-Medizin anzuwenden, die den angeborenen Konstruktionsfehler des Euros in keiner Weise tangiert und die somit nicht zur Ursachenbewältigung der Krise beiträgt, solle man sich am Beispiel Argentiniens orientieren.

Argentiniens Problem war ein fester Wechselkurs zum US-Dollar, dem die Wirtschaft des Landes nicht gewachsen war. Die Verschuldung stieg und der IMF verweigerte schon fest zugesagte Mittel. Da stiegen die Argentinier aus dem Deal aus, kappten den festen Wechselkurs zum US-Dollar und hörten auf die Auslandsschulden zu bedienen. Das Land war auf sich alleine gestellt, das war der Absturz bis 2002, und dann hatte sich die Wirtschaft wieder erholt, Argentinien exportierte und der Tourismus florierte. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 6,7%, das ist ja schon beinahe Vollbeschäftigung!

Yglesias Resumée: Die Euro-Südstaaten sollten den Abschied aus der Gemeinschaftswährung ernsthaft in Betracht ziehen, die eher auf die Bedürfnisse Deutschlands zugeschnitten sei, als auf die der Südschiene Europas!

Ich teile diese Ansicht, denn mit Merkels dumpfen Gewalt-Spar-Exzessen sind die konstruktiven Geburtsfehler des Euros nicht beseitigt. Entweder eine andere EU, einen anderen Euro, oder einen Ausstieg der Südschiene aus der Gemeinschaftswährung! Alles andere wäre ein Leiden ohne Ende und eine unverantwortliche Zumutung für die jungen Generationen Europas:

50 Prozent Jugendarbeitslosigkeit sind ein inakzeptabler Skandal der alles Positive, das es in Europa natürlich auch gibt, klar in den Schatten stellt!

http://www.slate.com/articles/business/moneybox/2012/05/spain_greece_and_portugal_should_quit_the_euro_it_s_the_only_way_to_save_their_doomed_economies_.html


Zehnjahres-Prognose: BRIC-Staaten hängen Europa ab!

26. Dezember 2011

Brasilien hat sich unter die stärksten sechs Volkswirtschaften dieser Erde vorgeschoben und dabei das UK überholt.

Das neue Ranking: USA, China, Japan, Deutschland, Frankreich, Brasilien, UK.
Dazu haben vor allem stark angestiegene Lebensmittel- und Rohstoff-Exporte nach China und dem restlichen Asien beigetragen. Die Wirtschaft des 200 Millionen Volkes wuchs in 2011 um 7,5 Prozent. Für 2012 wird mit einer Halbierung auf immer noch sehr ansehnliche 3,5 Prozent gerechnet.

Deutschland, Frankreich und das UK werden nach hinten durchgereicht, da sie sehr wahrscheinlich auch  von Russland und Indien überholt werden. Damit wären die BRIC-Staaten komplett unter den ersten zehn Volkswirtschaften versammelt!

Die neue Reihenfolge sähe dann 2020 etwa so aus: USA, China, Japan, Brasilien, Russland, Indien, Deutschland, ???, Frankreich, UK!

http://internacional.elpais.com/internacional/2011/12/26/actualidad/1324914134_657556.html


Türkei und Brasilien prüfen militärische Zusammenarbeit!

8. Oktober 2011

Die Türkei und Brasilien haben angekündigt, eine engere Zusammenarbeit in der Rüstungstechnologie abzustreben. Die Türkei könne Kriegsschiffe anbieten, Brasilien z.B.  Transportflugzeuge.

Brasilien könne die Türkei als Zugang zum euopäischen Markt nutzen, während die Türkei über Brasilien den US-Markt in Angriff nehmen könne. Ausserdem soll durch koordiniertes Vorgehen Einfluss in Internationalen Gremien wie der G20 ausgeübt werden.

“Turkey and Brazil are two strong countries that can ensure that the G-20 group revises its economic policies…

Beide Länder mit sich stark entwickelndem Wirtschaftswachtum  stünden auf einem ähnlichen technischen Niveau, sagte die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff bei einem Besuch in Ankara:

http://internacional.elpais.com/internacional/2011/10/07/actualidad/1318012382_401325.html

http://www.hurriyetdailynews.com/n.php?n=president-sees-opportunity-in-turmoil-for-brazil-turkey-2011-10-07


Brasilien erkennt den Staat Palästina an!

4. Dezember 2010

Der scheidende brasilianische Präsident Lula schrieb dies in Beantwortung eines Briefes der Palästinenser. Mit der diplomatischen Anerkennung durch die brasilianische Regierung tritt Lula mit einem Paukenschlag zum 31. Dezember 2010 von der diplomatischen Bühne ab:

Zitat LA VANGUARDIA:
Brasilia. (EFE).- El Gobierno de Brasil anunció el reconocimiento del Estado palestino con las fronteras del 4 de junio de 1967, previas a la Guerra de los Seis Días, informaron fuentes oficiales. El jefe del Estado brasileño, Luiz Inácio Lula da Silva, envió una carta al presidente de la ANP, Mahmud Abas, el pasado miércoles para informar esta decisión, según ha anunciao el ministerio de Relaciones Exteriores en un comunicado.

Brasilien schließe sich mit dieser Entscheidung den mehr als hundert Ländern an, darunter alle arabischen Länder, die meisten afrikanischen Staaten, ein Teil der asiatischen und osteuropäischen Staaten, die einen Palästinenser Staat anerkennen. Sie erfolge in Übereinstimmung mit den entsprechenden Resolutionen der Vereinten Nationen.

Die Notwendigkeit von Verhandlungen zwischen Israel und Palästina über zentrale Fragen des Konfliktes würden dadurch nicht in Abrede gestellt.