BRICS-Spiele. Ein US-Masterplan für Pleiten?

9. Juni 2014

Die berühmten BRICS-Staaten, die dem Imperium irgendwann demnächst den Rang ablaufen können sollen, haben derzeit anscheinend ein paar Probleme?

Da ist zum Einen das blöde Wachstum, das auch nicht mehr ist, was es mal war, nämlich „wow-geil-zweistellig“!

Dann fehlt über den gemeinsamen Mindestnenner hinaus, der Ablehnung des Imperiums und seiner Währung, das was man gemeinhin „gemeinsame Werte“ nennt.

Aber einen zumindest gibt es anscheinend doch, nämlich der Wunsch, die Sucht gar, nach internationaler Anerkennung.

Das führte dazu, dass China die superteuren Olympischen Sommerspiele ausführte und Russland die entsprechenden Winterspiele und Brasilien ab übermorgen die Fußball-Weltmeisterschaft.

Drei von fünf BRICS-Staaten haben sich trotz eines Sacks voll einheimischer Probleme mit Sportveranstaltungen belastet, die zweistellige Milliardenbeträge für ihre Haushalte gekostet haben. Im Falle von Sotschi ist gar von über 50 Milliarden Dollar die Rede! G7-Gipfel? Nada!

Auslöser für diesen finanziellen Harakiri dürfte also die Sucht nach Anerkennung gewesen sein? Momentan fehlen nur Indien und Südafrika in dieser Liste, die womöglich bald um Argentinien ergänzt werden wird?

Ist dieser Wunsch für einen der BRICS-Staaten aufgegangen?

Sie alle stehen auf der Liste der Pfui-Staaten bezüglich Demokratie, Menschenrechten, Minderheitenschutz und gleichgeschlechtliche Beziehungen.

So bot die jeweilige internationale Sportveranstaltung den „Verstärker“ für entsprechende Aktivitäten der üblichen verdächtigen NGO’s und die kehrten dann das geplante positive Bild des jeweiligen Landes ins repressive Gegenteil um, was natürlich nicht ohne Mithilfe des betreffenden BRICS-Staates gelingen konnte. Dumm gelaufen!

Brasilien, Russland und China kehrten also unter dem Einsatz von vielen Milliarden Dollar eigenen Geldes die beabsichtigte Werbung für ihre Länder ins genaue Gegenteil um, das heisst, sie finanzierten ihre eigene Gegenpropaganda!

Wenn das kein teuflischer Plan ist?

In der neuesten Entwicklungsstufe dieses Plans könnte Katar „seine“ Fußball-WM 2022 verlieren, schon bevor sie überhaupt durchgeführt worden ist. Der Löwenanteil des Geldes dürfte allerdings schon jetzt verbaut, verballert worden sein?

Ich schlage deshalb vor, künftig alle internationalen Großereignisse dieser Art ausschließlich in den USA durchzuführen. Das Imperium hat sowieso den Nutzen davon, gegen die Wühltätigkit von NGO’s ist es immun (Honi soit qui mal y pense!) und in diesem Fall hätte es gerechterweise auch die Kosten…

Advertisements

CARIBS, who?

30. Mai 2014

Müssen wir uns schon bald wieder an eine neue Abkürzung gewöhnen? Wie zu hören ist, habe Argentinien Interesse daran, den BRICS-Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika beizutreten?

Südafrika, Indien und Brasilien sollen diesem Wunsch positiv gegenüber stehen, während Russland und China wegen der hohen Verschuldung Argentiniens eher zögernd abwarten.

Dem Polarisierungstrend der letzten Monate folgend, soll sogar über eigene Ratingagenturen und einen BRICS-Währungsfond nachgedacht werden. Trotzdem beeilt man sich zu betonen, dass diese Gedanken nichts mit der akuten US-Sanktionitis gegen Russland zu tun hätten.

Auf dem BRICS-Gipfel im März in Den Haag seien erste Konturen einer gemeinsamen Außenpolitik angedacht worden.
Beim nächsten Gipfel am 15. Juli in Fortaleza, Brasilien sollen mögliche Erweiterungen diskutiert werden.

Alle BRICS-Staaten haben Gemeinsamkeiten. Sie haben eine sich entwickelnde Wirtschaft mit teils beachtlichen Wachstumsraten, wenngleich sich diese abschwächt. Sie haben soziale Probleme und mehr oder weniger Probleme mit dem von den USA dominierten Weltfinanzsystem nach dem WW2.

Die BRICS-Partner wollen ein Finanzsystem, das ihrer wachsenden Bedeutung für die Weltwirtschaft Rechnung trage.
Immerhin seien die BRICS-Staaten über alle Kontinente der Welt verteilt und zählten 3 Milliarden Menschen!

Dieses Potential wolle man gezielt entwickeln und mit existierenden Organisationen wie der SCO und der neuen EEU verknüpfen.

Schwierigkeiten liegen in den doch sehr unterschiedlichen wirtschaftlichen und politischen Kulturen der BRICS-Staaten, die wir demnächst vielleicht in CARIBS umtaufen müssen?