Manos Sucias? Gewerkschaftsführer wegen Erpressung, Drohung, Bildung einer kriminellen Vereinigung, Schwindel und Untreue verhaftet!

18. April 2016

Sie nannten sich „Saubere Hände“ und sie spielten das anständige Gewissen im korrupten und/oder nationalistischen, separatistischen Spanien. In vielen Fällen spielten sie die „anständigen, rechten Aufklärer“ und traten als Nebenkläger auf. Ziel ihrer Klagen waren neben Banken oft Richter, Gerichte und sogar der ehemalige Ministerpräsident Zapatero.

Zwölf wurden verhaftet und zehn von ihnen wurden mit strengen Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt. Aktuelle „gewerkschaftliche Tätigkeiten“ dieser Gewerkschaft aus dem Verwaltungssektor sind nicht bekannt. Ihre Anführer sind offenbar eng mit dem ultrarechten Sektor Spaniens verflochten. Sie rühmen sich in 30% ihrer rund 18 Nebenklagen erfolgreich gewesen zu sein.

Nun gehen zwei Anführer von Manos Limpias und Ausbanc, Miguel Bernad und Luis Pineda auf direktem Weg und nicht über Los in den Knast und es gibt keine Kaution die sie davor bewahren könnte.

Was ist geschehen? Nun, wie es den Anschein hat, diente ihre Rolle der harten, moralisch felsenfesten, unversöhnlichen Nebenkläger in vielen spanischen Korruptionsprozessen offenbar vor allem der Rolle der Geldbeschaffung?

Der „Geschäftskontakt“ der beiden Verhafteten, die sich offenbar bereits aus Organisationen und Stiftungen des Rechtsradikalen Sektors Spaniens kannten, rührt aus dem Jahre 2011 dem „Fall Blesa“ an dem Pineda damals besonderes Interesse zeigte.  Er führte zu einer Schwarzgeldfinanzierung des Büros und der Sekretärin von Manos Limpias, der Pseudogewerkschaft „in Bar und ohne Quittung“, die offenbar auch keine korrekte Buchhaltung führte? Die Verwendung dieser Schwarzgeldzahlungen Pinedas durch Miguel Bernad erfolgte nach dessen Gusto und total willkürlich…

Pineda trat zusammen mit der Sprecherin von Manos Limpias auch als Anwalt der Gewerkschaft in Prozessen auf.

So feilschte man mit den zwei Banken, der SABADELL und der CAIXABANK, in denen die spanische Königstochter (von Juan Carlos)  und -schwester (von Felipe VI), Cristina de Borbón tätig war, gegen die in Palma de Mallorca im Falle Nóos verhandelt wird, über eine Summe von drei Millionen Euro gegen deren Zahlung man die Klage gegen Cristina de Borbón und damit ihre öffentliche Vernehmung zurück ziehen würde! Möglicherweise war dies der Tropfen, der das Fass ihres bis dahin offenbar erfolgreichen Geschäftsmodells zum Überlaufen brachte?

In einem weiteren Fall in Andalusien zog man eine Anklage im Falle ERE gegen die Zahlung von 500.000 €uro zurück.

Man baute offenbar gezielt einen Popanz auf, dessen man sich gegen Bezahlung einer angemessenen Summe wieder entledigen konnte. Angesichts der Anzahl der Skandale in Spanien kein schlechtes Geschäftsmodell, wenn gleich auch illegal und damit Unrecht.
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Ver más en: http://www.20minutos.es/noticia/2724696/0/pedraz-ordena-ingreso/prision-responsables-manos/limpias-ausbanc/#xtor=AD-15&xts=467263

http://www.elconfidencial.com/espana/2016-04-18/manos-limpias-ausbanc-prision-extorsion-caixabank-sabadell-infanta-cristina_1185819/

https://es.wikipedia.org/wiki/Manos_Limpias_%28Espa%C3%B1a%29

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Scheitert nach EuroVegas, Madrid nun auch noch BCN World, Katalonien?

29. Januar 2014

Einst gestartet als Gegenprojekt katalanischer Unternehmer und Banker zum Mega-Zocker-Projekt EuroVegas des Amerikaners Sheldon Adelson, als der die windige Hochebene um Madrid scheinbar der feuchtheissen katalanischen Küstenebene vorzog, droht nun auch hier die maßlose Gier und der absolute Wille die Notlage der Regierung dazu auszunutzen das Projekt BCN World scheitern zu lassen, worüber nicht wenige – darunter ich – sich allerdings herzlich freuen würden.

Jetzt soll aber noch unbedingt das Glückspiel-Gesetz geändert und die Steuern darauf von aktuell 55% auf schlappe 10%(!) gesenkt werden! Wenn das nicht zügig geschehe, dann könne man diesen Sommer nicht mit den Bauarbeiten anfangen, müsse sich nach anderen Standorten umsehen und könne dann ja nach Madrid gehen, wo diese Änderungen bekanntlich bereits erfolgt seien…

Die katalanische Regierung ist eilfertig bemüht, diesen Wünschen nachzukommen. Existierende katalanische Spielhallen und -casinos fordern bereits ebenfalls ab sofort diese 45-prozentige Absenkung der Zockersteuern!

Denn: Es existiere ein Markt für diese Art von Projekten und früher oder später würde so ein Komplex irgendwo in Südeuropa entstehen, da eben wo man schnell genug seien Arsch bewege und die Forderungen erfülle…

Die Generalitat d’Catalunya fühle sich nicht im Geringsten erpresst von solchen Sprüchen, versichert sie tapfer…