Hollande stiftet Un-Frieden im mittleren Osten!

4. Mai 2015

Der allbekannte „Sozialist und Menschenrechtler“ François Hollande fliegt heute nach Doha, Katar um den lupenrein-demokratischen Scheichs 24 Rafale Fighter-Jets aus französischer Rüstungsproduktion der DASSAULT AVIATION für 6,3 Milliarden Euro zu verscherbeln! Sechs der Jets sollen Zweisitzer, also Schulflugzeuge und 18 sollen einsitzige Kampfflugzeuge sein. Für die Ausbildung von 36 Piloten und etwa hundert Mechanikern wird ein zweiter Vertrag zwischen Katar und der französischen Regierung geschlossen. Vor der Unterzeichnung gibt es ein Vier-Augen-Gespräch mit dem Scheich.

Danach fliegt Holland weiter zu den Saudis und nimmt als erster Europäer an einem Treffen des Kooperationsrates der arabischen Golf-Staaten teil. Er sieht Frankreich als Vermittler zwischen den Golfarabern und der EU. Bekanntlich ist es für Vermittler von Friedensbemühungen das Beste, in einem offenen Konflikt eine Seite mit Waffen aufzurüsten, ganz genau so, wie es die USA in der Ukraine tun. Die beherzte französische Einmischung in Syrien und Libyen und anderswo hat das Land wohl dafür empfohlen?

Dabei trifft er als erster Europäer die neuen Machthaber in Saudi Arabien, wo es vor kurzem einige Veränderungen in der Regierung gab. Aber auch Libanesische Politiker wie der Ex-Premier Saad Hariri zählen zu seinen Gesprächspartnern. Damit ergreift Frankreich faktisch offen Partei für die sunnitischen Golfaraber und gegen den schiitischen Iran in Konflikten wie z.B. im Yémen, aber auch in Syrien und im Irak.

Israel wird’s freuen, dies zu hören! Jetzt müssen sie nur noch den störrischen Obama von seinem angepeilten Verhandlungsfrieden mit dem Iran abbringen und dann gibt es bald wieder irgendwo „so richtig schönen“, heissen Krieg? Wie zu hören ist, arbeitet Israels Netanyahu schon daran: So soll er den Wunsch des US-Außenministers John Kerry Israel zu besuchen abgelehnt haben, solange bis er, Netanyahu eine neue Regierung gebildet habe..

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Lac d’Annecy Massaker: Noch einer starb an jenem Tag!

9. Juli 2014

Im September werden zwei Jahre vergangen sein, ohne daß der rätselhafte Massenmord bei Chevaline, Haute Savoie, aufgeklärt werden konnte. Es gab stets nur Spuren, Theorien, die im Nichts verliefen…

Bei den Tätertheorien und  Tatmotiven gab es den lokalen, irren Waffennarren aus ddem Wald, die alte Saddam Hussein Connection aus dem Irak, den Erbschaftsstreit zwischen den beiden al-Hilli-Brüdern, die geheimnisvolle Industriespionage wegen französischem Kernkraft-knowhow zu Gunsten des Iran, die radikalislamischen Web-Aktivitäten von Saad al Hilli und den gewalttätigen Sohn der ebenfalls getöteten Schwiegermutter aus Schweden mit irakischen Wurzeln. Dazu die Alternative, dass der ermordete Radfahrer Sylvain Mollier das eigentliche Ziel des Anschlags gewesen sei und die al-Hilli-Familie nur „Kollateralschäden“.Alles Nieten gewesen seien?

Doch jetzt kommt ein neues und wie es scheint privates Detail ans Tageslicht: Iqbal al-Hilli, die ermordetet Ehefrau und Zahnärztin aus Schweden, hatte eine private Vorgeschichte in den USA!

Die schwedische Frau mit irakischen Wurzeln war mit einem „nicht standesgemäßen“ Öl-Arbeiter in den USA, dem mehr als zehn Jahre älteren Jim Thompson, verheiratet, als sie vor ihrer Ehe mit Saad al-Hilli in den USA lebte.

Dies soll eine Scheinehe gewesen sein, mit dem Ziel eine Aufenthaltsgenehmigung, eine Green-Card für die Frau zu bekommen. Dieser Mann war mehrmals zuvor verheiratet, hatte drei Kinder und passte so gar nicht zu ihr. Seiner Tochter zufolge hatten die beiden keine eheliche Beziehung, aber er bekam von ihr ein Motorrad für seine Dienste.

Vor ihrer Familie in Schweden hätte Iqbal die Ehe geheim gehalten und die beiden hätten sich im folgenden Jahr getrennt.

Bis hierher nur eine private Episode, aber jetzt kommt’s:

Iqbal ging aus den USA nach den Vereinigten Arabischen Emiraten, traf dort Saad al-Hilli und die beiden heirateten im Folgejahr in Großbritannien.

Jetzts kommt’s aber noch ärger:
Ihr verschwiegener Ex- Jim Thompson starb am selben Tag des Lac-d’Annecy-Massakers in den USA angeblich an einem Herzinfarkt?

Dessen Kinder glauben jedoch eher an einen Giftmord…

Nebenbei wurde bekannt, dass die Franzosen einen angeblichen Irakischen Killer verhaftet hatten, der herum tönte, daß ihm 100.000 Euros dafür angeboten worden seien, eine durch Frankreich reisende irakische Familie zu töten.

Der Mann wurde nach drei Tagen Mangels Beweisen frei gelassen…


Zieht Merkel für Obama mit der NATO in den Irak?

18. Juni 2014

Wir wissen es nicht, fürchten es aber, redet doch der bundespräsidiale Pastor neuerdings gerne dem Krieg das Wort, eine bedachte propagandistische Vorbereitung auf kommende Ereignisse gar?

Vermutlich wird es für Merkel ebenso alternativlos sein, wie ihr Selfie mit Podolski in Brasilien? Während sich die Kanzlerin also auf Steuerzahlerkosten in verschwitzten Männerumkleiden mit einem dutzend knapp bekleideten Jungmänner belustigt, für das „Spontanfoto“ mit dem knapp über Schulterhöhe erhobenen Fäusten im WM-Stadion, geifert der durchgeknallte NATO-Däne Anders Fuck Rasmussen um höhere Kriegsetats und mehr Kampfmoral, während Panzer-Uschi die BuWe-Kitas mit Klimaanlagen für den irakischen Wüstenkrieg ausstatten lässt?

Die Amis haben das übliche Programm diesmal im Zeitraffer abgespult: Keine Bodentruppen im Irak! Drohnen, womöglich, ein paar Bombenteppiche durchaus, aber keine Bodentr.. ausser den paar hundert Commandos, die die größte US-Botschaft der Welt vor der Einnahme durch die ISIS, oder wen auch immer, retten müssen.

Na ja, den Flughafen und ein paar Hauptstraßen müssten sie auch frei halten. Dann sollten es wohl besser ein paar Tausend sein? Bodentruppen ja, aber keine Amis? Juhu, die NATO macht’s möglich!

Freie Fahrt für freie Iraker, schafft die Bundeswehr?


Gauck I: „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen!“

3. Oktober 2013

Gauck I klaut bei Wilhelm II auch wenn er sich leicht differenziert ausdrückt. Wir seien feige, verlogene Weicheier, die andere für sich die Kohlen aus dem Feuer holen ließen und die jetzt mit Irak, Lybien und Syrien schon den dritten gerechten Krieg verpasst hätten, was nicht nur im Sinne der deutschen Rüstungsindustrie eine wirtschaftliche, sondern auch im evangelisch pastoralen Sinn eine moralische Katastrophe sei. Wer einen ständigen Platz im Sicherheitsrat anstrebe, der müsse auch einen ständigen Platz auf einem Soldatenfriedhof in Kauf nehmen. Selbst die Franzosen, immerhin der ehemalige Erbfeind,  fragten sich, ob unsere ständige ,nervige Vergangenheitsbewältigung, nicht einfach eine billige Ausrede sei um sich heute aus der Verantwortung zu stehlen?

Also: Arschbacken zusammenkneifen, die Augen Rechts, marsch, marsch!


Erdoğan, Irrer oder „weiser Seher“?

27. August 2013

Über Leo Brux und sein unentbehrliches Blog blog.initiativgruppe.de stiess ich auf die DTN-Meldung, dass Erdoğan den Austritt der Türkei aus der UN erwäge. Meine erste Reaktion war klar, sie lautete etwa so, „jetzt ist er endgültig durchgeknallt“, der Recep natürlich, nicht der Leo! Dann dachte ich etwas länger über diese Frage nach und kam zu einem differenzierteren Urteil.

Erdoğans Aussagen sind m.E. zunächst einmal sachlich richtig und politisch in sich schlüssig. Die Behauptung des von den DTN zitierten „Experten für türkische Aussenpolitik“(?) Dr. Günter Seufert hingegen, von einer politischen Isolation der Türkei, kann ich nicht uneingeschränkt nachvollziehen.

Tatsache ist, dass das Kräfteverhältnis im Un-Sicherheitsrat dem Zustand der Welt Mitte der 40er Jahre des vorigen Jahrhunderts entspricht. Die vertretenen Mächte entsprachen im Wesentlichen der Anti-Hitler-Koalition im WWII. Dass heute, rund 70 Jahre nach dem WWII klar von den USA abhängige Länder wie Großbritannien und Frankreich Veto-Mächte sind und Indien und Brasilien zum Beispiel nicht einmal vertreten sind, ist ein Anachronismus, der in keiner Weise den Realitäten von 2013 entspricht. Der UN-Sicherheitsrat ist zusammen mit dem selektiven Gebrauch des Argumentes der Menschenrechte ein Kontroll- und Kampfinstrument des Westens, dem von Russland oder China nur ein gelegentliches Veto entgegen gesetzt werden kann.

Erdoğans Bemerkung war womöglich aus dem Zusammenhang gerissen worden?
Er hätte wohl besser zunächst für eine konkrete Überarbeitung der UN-Satzung, der Zusammensetzung der Gremien und der Spielregeln geworben und Verbündete dafür gesammelt und erst danach, sollte es – wie zu erwarten ist – zu keiner Einigung kommen, eine Alternativ-Organisation in den Raum stellen sollen? Aber die Türkei ist keineswegs isoliert, nicht einmal im Westen, vom Osten ganz zu schweigen. Sie ist ganz klar mittlerweile zu einem Machtzentrum aus eigener Kraft gewachsen und Obama weiss dies und berücksichtigt dies. Über die EU kann Erdoğan ganz gelassen lachen. Die wirtschaftliche Entwicklung der Türkei und die Verschiebung der Machtverhältnisse im Nahen Osten haben die Notwendigkeit eines  EU-Beitritts obsolet gemacht. Die Türkei braucht ihn nicht mehr, sie will ihn vermutlich nicht mehr und er würde auch nicht funktionieren. Glaubt vielleicht jemand, Erdoğan würde sich von Lady Ashton, Barroso, van Rompuy & Co. bindende politische Vorgaben machen lassen und stimmgleich mit Belgien und Luxembourg in Brüssel sitzen wollen?

Aber faktisch ist es ohnehin der Westen selbst, der den UN-Sicherheitsrat entwertet, wenn er ankündigt, notfalls auch ohne dessen Einschaltung in Syrien tätig werden zu wollen. Der Westen nutzt den Rat, wenn es ihm passt und missachtet ihn und UN-Beschlüsse, wenn es ihm nicht passt (z.B. in Fragen Israel betreffend). Obama hält es übrigens mit dem US-Parlament ganz ähnlich.

Es gibt außer den USA, dem UK, Frankreich, Israel und der Türkei(!) niemanden, der militärisch in Syrien eingreifen möchte, die US-Vasallen Saudi-Arabien und Katar lasse ich hier mal unerwähnt. Trotzdem wird es wohl zu einem solchen Eingreifen kommen, aus fabrizierten Gründen, wie wir es aus dem Irak und Lybien bereits kennen und wie es offenbar auch schon für den Iran geplant ist. Wir schlittern in einem Krieg von globalen Dimensionen. Man nennt das Weltkrieg… Obama soll sich am vergangenen Wochenende bereits auf ein militärisches Vorgehen mit Cameron geeinigt haben. Die Franzosen freuen sich, mitmachen zu dürfen und auch Guido Westerwelle und Frau Merkel werden rechtzeitig die Kurve kriegen…

Gestern noch im Kanal, Morgen Syrien und dazwischen Gibraltar befreien?

Gestern noch im Kanal, Morgen Syrien und dazwischen Gibraltar befreien?

Bei den erwarteten riesigen unterseeischen Gas- und Ölvorräten im östlichen Mittelmeer zwischen Zypern, Israel, Libanon, Syrien und der Türkei und den gigantischen Gewinnerwartungen wird jetzt der Player mit den besten Raffinerien und Pipelines vor Ort in Aleppo, nämlich Syrien ausgeschaltet, bzw. übernommen. Das ist der Plan. Die Pläne des Westens gehen aber zuletzt häufig schief und führen zu Massentod, Verelendung und Chaos, von ihrer moralischen Verkommenheit mal ganz abgesehen. Russland, China, der Iran und Andere werden sich dies nicht ewig tatenlos ansehen können. Dieses Machtpoker-Spiel nähert sich deshalb nahezu zwangsläufig seinem bösen Ende…


Obamas erzwungene Entschuldigung Israels bei der Türkei.

24. März 2013

Obamas erzwungene Entschuldigung Israels bei der Türkei: Eine Entspannung, die den Nahen Osten nicht unbedingt sicherer macht.

Eigentlich sollte es ein Grund zur Freude sein, wenn zwei alte Verbündete das Kriegsbeil begraben, das seit dem mörderischen Piratenakt der Kaperung der Mavi Marmara in Internationalen Gewässern, zumindest verbal zwischen den „natürlichen Freunden“ Israel und der Türkei herrschte?

Was bedeutet diese sogenannte Entschuldigung, die mehr wie ein „Bedauern für mögliche technische Fehler der IDF-Operation“ klang und die Obama möglicherweise in seinen letzten Augenblicken in Israel von Netanyahu erzwang, entweder durch Versprechungen oder bildlich, durch seinen Colt in Netanyahus Rücken?

Sie erlaubte zunächst beiden Seiten den geordneten Rückzug aus diese offen schwärenden diplomatischen Konfrontation und das ist ohne Einschränkung gut! Die Lösung dieses Konfliktes macht aber den Weg frei zu Lösungswegen in Syrien und dem Iran, die diese Gebiete dem Frieden nicht unbedingt näher bringen.

Wenn eine Koalition aus Israel, der Türkei und den USA im Nahen Osten an einem Strick (und in die gleiche Richtung) ziehen, dann werden sie soviel Druck ausüben können, dass ihnen kein lokaler Player widerstehen können dürfte.

Eine relativ schnelle, gewaltsame Intervention in Syrien dürfte unter diesen Umständen niemanden überraschen? Nach Syrien dann der Iran? Es wäre natürlich der reine Wahnsinn, aber wann hätte das diese Akteure je gekümmert?

Kurdenführer Öcalan forderte seine Kämpfer zum Verlassen der Türkei auf und nicht, wie von den Türken gewünscht, zum Niederlegen der Waffen, zu einer Entwaffnung in der Türkei! Wohin werden sich die bewaffneten Kurden begeben? Nach Syrien? In den Irak? In den Iran? Kurzfristig wären sie für die Türkei wohl in Syrien am nützlichsten? Mittelfristig könnten sie den Iran destabilisieren?

Aber hier gehen die strategischen Interessen Israels und der Türkei wohl schon wieder auseinander.

Beide haben in der Vergangenheit die Kurden auch für ihre Interessen genutzt. Die Türkei, indem sie sie in Nachbarländer verfolgte und dort Sicherheitszonen einrichtete. Israel, indem es die kurdische Unabhängigkeitsbestrebungen im Irak handfest unterstützte.

Weitere handfeste Konflikte lauern bei der Erschliessung der unterseeischen Erdgasvorkommen um die Insel Zypern durch Zypern, Israel und irgendwie, in noch zu klärender Form, durch die Türkei. Die neue, alte Freundschaft bleibt wohl auch künftig Belastungen ausgesetzt?

Da braucht nur Erdoğan wieder einmal öffentlich laut über den Charakter des Zionismus zu spekulieren und die ganze Chose beginnt von Neuem…


Hollande, letzte Woche: Es geht nur um Hilfe für Mali, sonst um nix!

24. Januar 2013

Frankreich hat Spezialkommandos in Malis Nachbarland, nach Niger beordert, um dort die Uran-Fabriken und Installationen des staatlich, französischen Nuklear-Giganten  AREVA vor Anschlägen zu schützen.

Damit haben sich die Folgen der französische Intervention in Mali nach Algerien auf mindestens ein drittes Land, auf Niger ausgeweitet.

AREVA ist der größte Auslandsinvestor in Niger, baut dort seit über 50 Jahren Uran ab und liefert einen großen Teil des nuklearen Brennstoffs für den Betrieb französischer Kernkraftwerke, die 75% der französischen Elektrizität erzeugen.

Frankreich habe Kommandotruppen und Ausrüstung nach Imouraren und Arlit geliefert. Das Verteidigungsministerium und AREVA wollten sich dazu nicht äußern. AREVA beschäftigt derzeit 2.700 Arbeiter in Niger. Noch in diesem Jahr soll in einer dritten Mine mit dem Uran-Abbau begonnen werden.

Im Moment gibt es 600 Soldaten aus dem Tschad und 500 Soldaten aus Nigeria im Norden Nigers an der Grenze zu Mali. Sie unterstehen nicht französischem Kommando. Ihre Zahl soll auf 2.000 erhöht werden.

Ironischerweise schließt sich damit ein Kreis: Es waren diese Uranminen in Niger, wo vor einem Jahrzehnt der Krieg des Westens gegen Al-Kaida begann. George W. Bush wollte eine Rechtfertigung für einen Krieg gegen den Irak wegen unterstellter Nuklear-Pläne. Sein Außenminister, der unglückliche Collin Powell lieferte damals seinen UN-Auftritt mit sogenannten Beweisen gegen Saddam Hussein. Darunter waren auch Bilder der Uranminen in Niger, angeblich aus britischen Geheimdienstquellen.

Weil Bushs Botschafter Wilson dies vor Ort nicht gefügig-servil untermauerte, wurde aus der Ecke von Vice-President Dick Cheney Wilsons Gattin, die CIA-Agentin Valerie Plame, enttarnt. Darüber gibt es inzwischen sogar einen Hollywood-Film.

http://www.prensaescrita.com/adiario.php?codigo=S&pagina=http://www.elpais.com