Nationalkatalanismus zeigt hässliches Fascho-Gesicht!

1. April 2016

Bisher galt die spanische Autonomie Katalonien selbst für verbohrte CAT-SEP’s als zweisprachig. Das Katalan wurde zwar immer, überall und mit allen Mitteln bevorzugt, weil man sich jahrzehnte- ach was, jahrhundertelang für sprachlich unterdrückt hielt, aber es gab ja sogar CAT-SEP’s Gliederungen für „charnegos“, d.h. für Kinder nicht katalanischer Eltern, ein rassistischer Begriff aus dem XVI. Jahrhundert, der ursprünglich auf französisch-katalanische Mischlinge oder Einwanderer verwendet wurde und später ausgeweitet wurde, auf alle Nichtkatalanischen Einwanderer, egal ob aus dem Ausland oder nicht-katalanischen Teilen Spaniens stammend!

Es gibt in Katalonien also Katalanen und der Rest sind Charnegos, „Gegner“ wie die radikale Parlamentspräsidentin Carme Forcadell es vor den Autonomie-Wahlen des 27-S griffig-rassistisch formulierte! Weil die „reinrassigen Katalanen“ aber eine Minderheit in der spanischen Autonomie Katalonien sind, musste man um Wählerstimmen aktiv werben. Zum einen geschah dies durch eine geförderte nordafrikanische Einwanderung bei gleichzeitiger früher Verleihung des Wahlrechts an die Migranten und zum anderen geschah dies durch proaktive Werbung um die spanischen Migranten in Katalonien, die Charnegos. Sie verbanden sich in SÚMATE im Kampf um die gute Sache eines unabhängigen Staates Katalonien, der ja zweisprachig sein würde, wodurch sie weiterhin spanisch (Castellano) würden sprechen können…

Bekanntes Führungspersonal der CAT-SEP’s und der subventionierten Zivilgesellschaft zählen zu den Charnegos und alle, bis hin zum ERC-Führer Oriol Junqueras, haben die Gleichwertigkeit der spanischen Sprache zum Katalan öffentlich propagiert, wenngleich in der Praxis von Beruf, Schule, Universität und im Gesundheitswesen stets unterlaufen.

Das war Gestern. Heute soll alles anders werden. Die Zweisprachigkeit der spanischen Autonomie Katalonien soll beendet werden. Der Gebrauch der spanischen Sprache sei künftig nicht mehr vorgesehen, er soll aus dem Erziehungswesen völlig verbannt und in der Öffentlichkeit und den Medien unterdrückt werden! Was ist geschehen?

Heute hat in der Universität Barcelona eine illustre „Gruppe Koiné“ von 250 Katalan-Profis bestehend aus Linguisten, Philologen, Übersetzern, Autoren ein Manifest veröffentlicht unter dem unmissverständlichen Titel:

‚Per un veritable procés de normalització lingüística a la Catalunya independent‘. (Für einen wirklichen Prozess der sprachlichen Normalisierung des unabhängigen Katalonien.)
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Man darf wohl vermuten, daß sie alle von den reichlich fließenden Subventionen der CAT-SEP’s für die katalanische Sprache recht gut leben und dabei vermutlich auf den Geschmack nach mehr gekommen sind? Einer geht noch…

Sie argumentieren vereinfacht, daß die Sprache vor allem anderen käme, denn ohne die katalanische Sprache gäbe es keine katalanische Identität, kein katalanisches Territorium und deshalb keine Unabhängigkeit.

Wie üblich fälschen und schönen sie unermüdlich historische Ereignisse, damit diese eine Rechtfertigung für die Existenz eines katalanischen Volkes auf einem katalanischen Territorium ergeben, das natürlich nach jahrhundertelanger Unterdrückung durch alle Nachbarn, die da sind Spanien, Frankreich, Italien, die Balearen und Valencia, die  alle unerlaubterweise Teile der „Katalanischen Länder“ unterjocht hätten und sie seither in Unfreiheit und Abhängigkeit hielten…

Sie fordern, daß die Zweisprachigkeit Kataloniens zu Gunsten des Katalan aufgegeben werden solle. Auch in den dicht besiedelten Gebieten der Metropolitan-Regionen um Barcelona und Tarragona herum, wo die Bevölkerungsmehrheit im Alltag Spanisch (Castellano) spricht, das Katalan jedoch beherrscht und versteht, soll der alleinige Gebrauch des Katalan erzwungen werden. Durch diese Argumentation mit einer zutreffenden Beschreibung der sprachlichen Lage der Metropolitanregionen widerlegen sie dummerweise die eigene CAT-SEP-Legende von einer katalanischen Mehrheit! Ex-Autonomie-Präsident Artur Mas sagt seit seinem „Seitschritt“ übrigens, daß die CAT-SEP’s keine Mehrheit hätten, sondern um diese kämpfen müssten!

In einer Umfrage des EL PERIÓDICO sprachen sich nur 25% für diese Einsprachigkeit in einem unabhängigen Katalonien und 75% dagegen aus!

Zufälliger Weise gewinnen die CAT-SEP’s in diesen Regionen auch keine Wahlen. Dafür alimentieren diese Industrieregionen die von den CAT-SEP’s radikalisierten ländlichen Gebiete um Girona, Lleida und die Pyrenäen, welche zudem überproportional im Autonomie-Parlament vertreten sind!

Starker Tobak gewiss, aber nichts wirklich Neues! Das Manifest muß wohl bei einem Besäufnis in Rubi im letzten Herbst entstanden sein?

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