Als SS-Mann kann man offenbar Rente und/oder Knast bekommen in Deutschland und Europa?

13. Juni 2016

1941 unterzeichnete Hitler ein Gesetz, daß ausländische Söldner, Kollaborateure, Mitkämpfer der SS, rechtlich Deutschen gleich setzte, wodurch diese Pensionsrechte, Rentenansprüche erwarben.

Während derzeit in Deutschland noch Prozesse wegen Beihilfe zum Massenmord gegen die letzten lebenden SS-Leute laufen, die zur Zeit der ihnen vorgeworfenen Taten Anfang zwanzig und damit auf der untersten Stufe der SS-Täter Hierarchie standen, die wiederum jahrzehntelang mehrheitlich unbehelligt geblieben waren, bezahlt Deutschland gleichzeitig aktuell noch Renten, z.B. an belgische, niederländische, dänische, spanische  und vermutlich auch an osteuropäische Kämpfer der Wehrmacht und der SS. Dabei wird offenbar mit den staatlichen Stellen der Heimatländer dieser Ex-Kombattanten nicht zusammengearbeitet, damit diese ihre deutschen Renten nicht irgendwie mit ihren belgischen oder spanischen Rente verrechnet bekommen, sondern in voller Höhe, obendrauf, sozusagen als Schwarzgeld…

Eine Vereinigung ehemaliger belgischer Widerstandskämpfer, die Groupe Memoire, sammelt Unterschriften gegen diese unmoralischen und betrügerischen Zahlungen der Deutschen.

Momentan sollen z.B. noch etwa 2.500 Belgier deutsche Renten, basierend auf Ansprüchen aus alten Wehrmachts- und SS-Tagen, beziehen! (Diese Zahl stammt aus dem Jahr 2012 und wird deshalb heute niedriger sein.)

Im Falle von ehemaligen Zwangsarbeitern bezahlt Deutschland denen 50 Euro im Monat UND meldet diese Zahlungen an die belgischen Behörden wo sie mit belgischen Ansprüchen verrechnet werden. Die SS-Rentner sollen zwischen 425 und 1.275 Euro monatlich erhalten und diese Steuer- und Verrechnungsfrei. Theoretisch könnte also der belgische Ex-SS-Mann das 25-fache an deutscher Rente steuerfrei bekommen, wie ein belgischer Landsmann, der als Zwangsarbeiter für die Deutschen schuften musste und diese Zahlung versteuern und oder verrechnen lassen muss, weil bei Zwangsarbeitern deutschen Behörden das gelingt, was ihnen bei Ex-Wehrmachts- und Ex-SS-Soldaten nicht gelingen will?

Nach Kriegsende ermittelte Belgien gegen 500.000 Bürger, die in der Wehrmacht oder der SS „gedient“ hatten und oder im Lande bei der Auslieferung von Juden an KZ’s oder Widerständlern an die Gestapo kollaborierten.

Aus der Wallonischen Legion der Wehrmacht im Juni 1943 gebildet, ging die SS-Brigade Wallonien hervor, aus der dann wiederum im Januar 1945 noch die 28. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division Wallonien aufgestellt worden ist. Deren Kommandeur Léon Degrelle überlebte das Kriegsende, flüchtete über Dänemark und Norwegen ins Franco-Spanien wo er unbehelligt bis 1994 lebte und friedlich starb und von zahlreichen „alten Kameraden“ das letzte Geleit bekam…
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http://www.lavanguardia.com/internacional/20160613/402463279899/alemania-paga-pensiones-jubilacion-a-belgas-colaboracionistas-nazismo.html

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