Verdammt still um Stiftung CatDem, den „3%-Spendensammler“ der CDC des Artur Mas?

10. September 2015

Wir wissen es längst alle: Die Durchsuchung der Räume der Stiftung CatDem (früher Trías Fargas) war nur ein übler Wahlkampftrick von den bösen Katalanen-Schindern in Madrid und der ihnen hörigen Medien-Huren.

Dabei sollte es der brave CAT-SEP tunlich belassen und keinesfalls tiefer in die Materie eindringen, um nicht in seinem naiven Kinderglauben beeinträchtigt zu werden. So will es Artur Mas IV.*!

Inzwischen haben recherchierende Zeitungen (aus Madrid!) herausgefunden, dass es sich bei den sogenannten „Spenden“ an CatDem beinahe ausschließlich um solche von Bauunternehmen handelt, die regelmäßig große Aufträge der Generalitat von Artur Mas erhielten oder von Rathäusern, in denen CDC-Bürgermeister regierten!

TEYCO, die Gesellschaft des CDC- und Pujol-nahen Jordi Sumarroca, hat z.B. über BLUEGREEN VILLAGE S.L., eine Gesellschaft ohne Aktivität und Personal, die derzeit nur aus ihm selbst besteht, im Jan 2013 = 42.720 €, im Feb 2013 = 30.000 € und im April 2013 = 15.000 €, in der Summe 87.720 € zeitnah nach Erhalt von öffentlichen Aufträgen „gespendet aus politischer Überzeugung“.

Insgesamt nahm CatDem in 2013 538.000 € an „Spenden“ ein.
TEYCO erhielt zwischen 2007 und 2017 Aufträge im Wert von 53 Mio € von Rathäusern, in denen die CDC des Artur Mas regiert. Aufträge im Wert von weiteren 40 Mio € erhielt TEYCO im gleichen Zeitraum von der Generalitat de Catalunya des Präsidenten Artur Mas.

Eine andere Firma COPISA „spendete“ in drei Teilbeträgen á 25.000 € im April, September und Dezember (also pro Quartal!) 75.000 € an CatDem und erhielt zwischen 2008** und 2012 öffentliche Aufträge im Wert von 375 Mio €.

COPISA ist für die Ermittler auch deshalb so interessant, weil es über diese Firma eine direkte Verbindung zum Pujol-Clan gibt. COPISA zahlte nämlich in 2008 und 2009 Provisionen in Höhe von 3,59 Mio € an den Pujol-Sohn Jordi Pujol-Ferrusola ohne erkennbare Gegenleistung! Während des Verhörs durch den (in Spanien sehr bekannten) Untersuchungsrichter Pablo Ruz erklärte der Vorstandsvorsitzende der COPISA Xavier Tauler, „daß man von einer Person aus der Stiftung angerufen worden sei, die eine Empfehlung zur Zahlung eines bestimmten „Spenden-Betrages“ zu einem bestimmten Termin ausgesprochen habe.“ (Dieser Empfehlung habe man sich dann nicht widersetzen können? Wie bei der Mafia!)
Diese Aussage stammt aus dem Juni 2010, aber COPISA, der Pujol-Sohn und die Stiftung haben mit ihren Geschäftsgebahren offenbar ungerührt weiter gemacht, wissend dass gegen sie ermittelt wurde!

Zahlreiche weitere Baufirmen und öffentliche Auftragnehmer sind mit weiteren, kleineren „Spenden aus Überzeugung“
vertreten unter den Gönnern der Stiftung CatDem.

Große Teile dieser „Spenden“ wurden dann kurzfristig mittels Scheinrechnungen über nicht nachweisbare Tätigkeiten von der Partei CDC bei ihrer Stiftung CatDem abgerufen. So flossen zwischen 2006 und 2012 insgesamt (soweit heute bekannt!) 5 Mio € an die Partei CDC des Artur Mas, aber:

„ESPANYA ENS ROBA!“ („Spanien beraubt uns!“)
–––––

*(Artur Mas IV bedeutet, dass sich der Skandal beladene Katalanen-Präsident erst an 4. Stelle seiner Wahlliste versteckt, es im Siegesfalle aber für ganz selbstverständlich hält, trotzdem wieder zum Präsidenten der Generalitat de Catalunya gewählt zu werden, seinen unsäglich unterirdischen Leistungen zum Trotz!)

**(Es begann also schon unter der linken Drei-Parteien-Koalition, der Vorgängerregierung der CiU und der heute regierenden CDC.)

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Letzte Runde: Adelson pokert mit Madrid und Barcelona um EuroVegas!

11. Mai 2012

Erneut will sich in der kommenden Woche eine Delegation katalanischer Politiker auf den Weg nach Las Vegas machen um den US-Casino-König Sheldon Adelson doch noch Catalunya als Standort für sein geplantes Zockerparadies schmackhaft zu machen.

Dies wird als letzter Versuch der Katalanen eingeschätzt, das monströse Casino-Projekt nach Barcelona zu holen, denn die Entscheidung für den Standort EuroVegas soll noch im Mai fallen.

Die Verzweiflung und/oder die Gier müssen sehr groß sein um sich auf ein solches Projekt einzulassen, das sich hauptsächlich aus steuerfreien Gewinnen und tarif- und rechtlosen Beschäftigten über einen Zeitraum von zehn Jahren selbst finanzieren soll.

Kriminalität, Prostitution, Geldwäsche und Mafia gibt es noch „gratis“ dazu! Aber ich fürchte, diese negativen Begleiterscheinungen werden keineswegs „gratis“ sein, sie werden die Spanier vielmehr teuer zu stehen kommen…

http://www.lavanguardia.com/politica/20120511/54292145009/el-govern-ultima-una-visita-decisiva-a-sheldon-adelson-para-atraer-eurovegas-a-catalunya.html

Sheldon Adelson, globaler Casino-König, möchte seinen Zockerhöhlen in den USA und China seit längerem einen Stützpunkt in Europa hinzufügen. Das geplante EuroVegas soll in Spanien entstehen.

Adelsons neoliberale Wirtschaftsansichten wurden hinreichend beschrieben. Sie würden in mehrfacher Hinsicht mit spanischem und europäischem Recht kollidieren, aber das hält die Comunidad de Madrid und die Autonomía Catalunya nicht davon ab, mit allen Mitteln um das skandalöse Großprojekt zu kämpfen.

Es scheint, dass Madrid deutlich die Nase vorn hat und die Entscheidung soll jetzt kurzfristig getroffen werden. So schwebte Adelson am vergangenen Sonntag, dem 6. Mai mit seiner Frau Miriam Ochsorn im Privat-Jet in Barajas ein um sich das in Frage kommende Gebiet Alcorcón, im Madrider Westen gelegen, persönlich vor Ort anzusehen.

Dieses verkehrstechnisch gut erschlossene Gebiet, das ungefähr von den Straßen M-501, M-506, A-5, M-40 und M-50 begrenzt wird, liegt etwa zwanzig Minuten vom Flughafen Barajas und dem Stadtzentrum Madrids entfernt. Er wurde dabei von den Madrider Politikern Percival Manglano, Pablo Cavero, David Pérez und Jesús Sainz begleitet. Nach einem Treffen mit Madrider Unternehmern flogen die Adelsons in die Staaten zurück.

http://www.lavanguardia.com/economia/20120506/54290134596/adelson-terrenos-alcorcon-eurovegas.html

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(almabus blog berichtete über die Entwicklung dieses Zockerprojektes!)

http://ccaa.elpais.com/ccaa/2012/04/12/madrid/1334184015_725015.html

http://ccaa.elpais.com/ccaa/2012/04/11/madrid/1334161769_194372.html

http://economia.elpais.com/economia/2012/04/07/actualidad/1333822781_311435.html

https://almabu.wordpress.com/2012/04/01/eurovegas-katalanen-betteln-in-las-vegas-um-sheldon-adelsons-spielholle/

https://almabu.wordpress.com/2012/03/06/katalanische-regierung-verhandelt-uber-3-casino-projekte/

https://almabu.wordpress.com/2012/02/22/will-obamas-groster-feind-eine-spielholle-ein-puff-aus-katalonien-machen/

https://almabu.wordpress.com/2011/11/05/katalonien-ein-einziger-riesiger-freizeitpark


Berlusconi: Sieht keiner das Offensichtliche?

4. Dezember 2009

Immer wieder wird Silvio Berlusconi mit dem organisierten Verbrechen in Verbindung gebracht. Doch alle Verdächtigungen prallten bisher von dem virilen Medien-Cäsaren ab, wie blaue Bohnen von einer kugelsicheren Weste! Kommende Woche widmet gar Deutschlands Flaggschiff des investigativen Journalismus, DER SPIEGEL, dem Rätselmann eine Titelgeschichte! Keiner scheint zu sehen was offensichtlich ist: Nicht Berlusconi pflegt/e Kontakte zum organisierten Verbrechen, sondern es ist genau anders rum:

DAS ORGANISIERTE VERBRECHEN bemächtigte sich der Position des italienischen Ministerpräsidenten. In seiner Haut steckt kein geringerer als Fantomas, das berühmte Verbrechergenie!

Das bedeutet, Silvio Berlusconi ist schreckliches Unrecht geschehen! Er ist für keine der Eskapaden verantwortlich die Fantomas in seiner Rolle unternommen hat. Darin liegt auch die Erklärung des Scheidungsbegehrens von Berlusconis Frau. Sie merkte sofort, dass Fantomas nicht wie ihr feuriger Silvio küsste, sondern wie ein schwuler Franzose. Sie hatte den Schwindel sofort durchschaut! Aber wo steckt der echte Silvio? Hat Fantomas ihn um die Ecke gebracht? In einem Kloster versteckt? Oder ist er gar – als Mitglied von Ghaddafis weiblicher Leibgarde verkleidet – mit dem Libyer nach Nordafrika entfleucht und genießt dort in einem Beduinenzelt zusammen mit seinem Kumpel die waren Haremsfreuden?

PS: Mit der angekündigten Titelgeschichte des SPIEGEL über Berlusconi bin selbst ICH von Fantomas hereingelegt worden!
Das bedeutet konkret, alles was durchgestrichen ist gildet nicht ;-)


Warum unsere Politiker nicht zur Mafia gehören!

25. September 2009

Immer wieder ist zu hören, dass die Mafia längst in Deutschland Fuß gefasst habe und Geschäfte und Geldwäsche in großem Stil in unserem Land betreibe! Das mag alles sein, aber es gibt eine Gruppe hierzulande, die allen derartigen Anfechtungen unfreiwillig widersteht, unsere Politiker!
Dafür können sie aber nichts, denn sie genügen schlicht nicht den Anforderungen, die die „ehrenwerte Gesellschaft“ an ihre Mitglieder stellt:

Man drängt sich nicht selbst auf!
Man begrabscht nicht die Ehefrauen der Mafiosi!
Man hängt nicht mit Bullen und Schlapphüten herum!
Man hängt auch sonst nicht in Clubs, Bars und Kneipen herum!
Man ist immer im Dienst!
Man hält sich pünktlich an Verabredungen!
Man respektiert die eigene Gattin!
Man muss stets die Wahrheit sagen!
Es ist streng verboten sich fremde Gelder anzueignen!