SNP-Schotten einsichtig, die CAT-SEP’s nicht: Am 1. Oktober wollen sie nun endgültig putschen!

9. Juni 2017

Nach den Wahlen im UK von Gestern, dem 08.06.2017, in denen die SNP der schottischen Separatisten fast die Hälfte der Stimmen verloren hat und deren Ex-Anführer Alec Salmond gar seinen Sitz im Unterhaus in Westminster, rechne ich so schnell mit keinem weiteren Referendum in Schottland. Die Ladies May und Sturgeon hatten sich vor kurzem verabredet, daß man frühestens nach einem erfolgten BREXIT erneut über ein Referendum der Schotten sprechen wolle… Man muss wissen, daß die CAT-SEP’s die Schotten stets als Beispiel anführen, wie großzügig und demokratisch London mit seinen Separatisten umginge, dabei sind weder die Fälle vergleichbar noch London großzügig, denn das UK ist ein vertraglicher Zusammenschluss unabhängiger Königreiche und London tut selbstverständlich alles um eine Separation Schottlands zu verhindern…

Die nationalkatalanistischen Separatisten, diese Pseudo-Demokraten, versuchen einen Putsch in Zeitlupe, sehr langsam zwar aber es bleibt am Ende ein Putsch, ein gewaltsamer Akt und nichts als das. Heute Vormittag hat nun der von Artur Mas per Fingerzeig ernannte und von niemanden gewählte Nachfolger als Autonomiepräsident Carles Puigdemont, ein regionaler Trittbrettfahrer des Separatismus aus Gerona, seine Pläne offenbart: Am 01. Oktober 2017 will er die Katalanen fragen, ob sie unabhängig in einer Republik leben wollten.

Dies ständige Theater einer versuchten Abstimmung mit Madrid dient der Beruhigung der eigenen Bevölkerung auf dem Weg dort hin. Es ist kein Zufall, daß von den 192 Staaten der UN nur die „Musterdemokratie Äthiopien“ in ihrer Verfassung die theoretische Möglichkeit einer friedlichen, einvernehmlichen Trennung vorsieht. Die anderen 191 total undemokratischen Staaten dieser Welt tun dies nicht. Sie benötigen deshalb dringend katalanische* Nachhilfe in Demokratie. Den Zusammenhalt zu fördern, sie gegen äussere, wie innere Feinde zu verteidigen, ist praktisch jeder Verfassung jedes politischen Systems eigen. So ein Zufall aber auch?

Der Vize-Autonomiepräsident Oriol Junqueras räumte in seinen lichteren Momenten schon mal ein, daß es am Ende nicht ohne Gewalt abgehen wird, aber ist ja sozusagen für einen höheren Zweck, für etwas Gutes, nicht? Nur deshalb werden auch Listen von handfest-verteidigungsbereiten Katalanen erstellt, denen man Notfalls Waffen in die Hand drücken will (und kann?) die edle Sache zu vollenden.

In Lerida (Lleida), der tiefsten Provinz der CAT-SEP’s, tauchten jetzt Plakate auf, auf denen die Politiker der Parteien des katalanischen Autonomieparlamentes abgebildet wurden, die gegen das Referendum sind und die darauf als VOLKSFEINDE bezeichnet werden und dass man sie als solche behandeln werde. Damit sind sie potentielles Freiwild für jeden Separatisten-Trottel der da herumstolpert!

http://www.abc.es/espana/catalunya/politica/abci-senalan-iceta-rabell-arrimadas-y-albiol-como-enemigos-pueblo-no-aceptar-referendum-ilegal-201706091340_noticia.html.

http://www.elperiodico.com/es/noticias/politica/fiscalia-investiga-carteles-amenazantes-contra-iceta-arrimadas-rabell-albiol-6095407

Miquel Iceta (PSC), Lluís Rabell (CSQP), Inés Arrimadas (Cs) y Xavier García Albiol (PP) «niegan el democrático derecho de autodeterminación», según figura en los amenazantes carteles, y por lo tanto «son enemigos del pueblo».

Ausserdem wird zur Bildung von Volkswehren der CAT-SEP’s aufgerufen. Wie bekannt wurde, hängen diese Plakate seit April in der Öffentlichkeit ohne das dieser Umstand die „ach-so-demokratischen-CAT-SEP’s“ irgendwie im Geringsten stören würde…

Gegen die eigene Bevölkerung der spanischen Autonomie Katalonien und speziell gegen deren öffentlichen Dienst und die Polizei werden offen Drohungen ausgesprochen „sich zwischen denen und uns zu entscheiden“ und man droht sie im Ernstfall zu bestrafen, bis hin zur Berufsverboten und der dann erzwungenen Ausreise aus CATADISNEY, dem gelobten Land.

Es ist am Ende auch keine rein innerspanische Angelegenheit durch territoriale Forderungen an Valencia, die Balearen und Aragon, sondern es gibt sie auch gegen den selbstbewussten EU-Staat Frankreich. Spätestens die Franzosen werden den Katalanen aber auf die Finger klopfen, da nehme ich jede Wette an…

Mein Eindruck ist, daß mit der gescheiterten „consulta“ der Separatismus konstant an Zustimmung verliert, er seinen Höhepunkt an Unterstützung überschritten hat. Einige Leute, die heute sehr viel Geld verdienen durch Ämter, in die sie unqualifiziert, ungewählt und unverhofft gerutscht sind, wollen diesen angenehmen Zustand möglichst lange erhalten. Das ist Pseudo-Politik, populistisch mit einem Schuss Faschismus angerichtet!

Nur Kurz:
In der spanischen Autonomie Katalonien versucht eine korrupte Räuberbande, gegründet und hochgepäppelt um den 21 Jahre regierenden „Dalai Lama der 3/4/5/10% Provisionen auf Regierungsaufträge“ Jordi Pujol i Soley und seiner Familieneigenen Finanzministerin „La Madre Superiora“ Marta Ferrusola unter Umgehung der korrupten Banden in Madrid durch Unabhängigkeit direkt an die Brüsseler Finanztöpfe zu kommen und sich zugleich Absolution für die „Kapital-Verbrechen“ ihrer Regentschaft zu verschaffen.

Dazu werden nicht existierende Kompetenzen erfunden, die Geschichte gefälscht, die Medien systematisch „subventioniert, Organisationen, Botschaften und Vertretungen gegründet mit missbrauchten, zweckentfremdeten Steuermitteln ALLER Spanier reichlich ausgestattet und bislang über 300 Spitzen-Separatisten Gehälter gezahlt, die über dem Einkommen des Spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy Brey liegen.

In fünf Jahren nationalkatalanistischen Separatismus haben sich die Schulden der Autonomie Katalonien auf 70 Milliarden Euro verdoppelt, bei gleichzeitigen extremen Kürzungen im Bildungs-, Gesundheits- und Sozialbereich. Schuld daran ist dann immer Madrid! Inzwischen kann sich die Autonomie nicht mehr am Kapitalmarkt refinanzieren, da ihre Schuldverschreibungen von den Ratingagenturen das Attribut „Müll-Werte“ bekommen haben. Katalonien hängt am Tropf von Madrid, nicht umgekehrt! Die Ober-Separatisten Carles Cop-dels-tonts und Oriol (ich hör‘ dir trappsen) Junqueras haben sogar gefordert, daß Spanien die Renten und Pensionen der unabhängigen Katalanen weiterzahlen müssten, bis das – je nach Bedarf – Holland, Dänemark, Schweden oder Finnland des Mediterraneos genannte CATADISNEY auf eigenen Beinen laufen könnte!

Die lärmenden Nationalkatalanistischen Separatisten haben bei keinem Zeitpunkt, keiner Wahl und keiner „Befragung“ mehr als ein Drittel der Stimmen aller Katalanen erreichen können, trommeln vielleicht deshalb um so lauter…

Die geforderten Selbstbestimmungsrechte ist man übrigens nicht bereit den Einwohnern des Val d’Aran in den Pyrenäen, den Metropolitanregionen Barcelona und Tarragona einzuräumen, in denen die Mehrheit spanisch spricht, denkt und fühlt und die deshalb international (EU, UN) völlig problemlos per Referendum bei Spanien bleiben möchte.
(siehe dazu: https://www.facebook.com/bcnisnotcat/ oder http://www.bcnisnotcat.es/)

Nein, das dürfen die nicht, sagen da sofort die nationalkatalanistischen Separatisten. Demokratische Rechte sind etwas sehr selektiv gewährtes und gewährte man sie ihnen, dann fehlte der angestrebten Republik CATADISNEY ca. 4 Millionen Einwohner und rund 60% ihres Bruttoinlandproduktes und es verblieben rückständige, unterentwickelte Hinterwäldler und Pyrenäentälerbewohner, seit Francos Zeiten subventioniert und ebenfalls seit Francos Zeiten vom Wahlrecht bevorzugt, woran sie nicht rütteln wollen. Sie haben garantierte Stimmzahlen im Autonomieparlament und benötigen für einen Sitz zum Teil nur die Hälfte der Stimmen als ein Abgeordneter aus Barcelona…

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*Ich verwende hier manchmal den allgemeinen Ausdruck „die Katalanen“. Hier sind in diesem Zusammenhang ausdrücklich nur die nationalkatalanistischen Separatisten gemeint, eine nordostspanische Regionalform des Faschismus, und keineswegs alle Katalanen. Wir wollen hier keine Feindbilder aufbauen, sondern im Gegenteil darauf hinweisen, daß die CAT-SEP’s eben eine lautstarke Ein-Drittel-Minderheit der Katalanen darstellen.

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DUI? Hui, was für eine praktische Erfindung der nationalkatalanistischen Separatisten.

22. August 2016

Das hat die Welt noch nicht gesehen: Die Nationalkatalanisten, die seit Jahren unter Einsatz aller propagandistischen medialen Kräfte versuchen, vor den erstaunten Augen der ganzen Welt, den nordöstlichen Teil Spaniens vom Rest des Staates zu rauben und in eine sogenannte „Unabhängigkeit von ihren Gnaden“ zu führen, haben sich gedrängt von rückläufigen Zustimmungswerten auf einen neuen Weg verständigt diesen Raubzug durchzuführen.

Die DUI, die einseitige Unabhängigkeitserklärung, soll die korrupte Mafia in Barcelona direkt und ohne Umweg über Madrid an die Brüsseler Subventionstöpfe bringen. Ausschließlich darum geht es ihnen hauptsächlich und – natürlich – um Straffreiheit und Schutz vor Strafverfolgung in zahlreichen anhängigen Korruptionsermittlungen und -prozessen.

Wie soll das nun konkret ablaufen?

Man erfindet ein katalanisches Volk unter kreativer Anpassung der spanischen Geschichte, das für Historiker so nicht akzeptabel ist. Man verknüft diese Scheinnationalität mit dem Territorium seiner Wahl. Daraus leitet man einen Anspruch auf den nordöstlichen Teil des spanischen Territoriums UND Teile der Territorien der Nachbarstaaten Frankreich und Italien ab. Da das Mittelmeer historisch mehr verbindender Verkehrsweg als Staaten trennendes Gewässer war lebten Menschen AUS den heutigen Anrainerstaaten Portugal, Spanien, Italien, Frankreich, Griechenland, der Türkei und Nordafrika in unterschiedlicher Zusammensetzung praktisch überall an seinen Ufern. Daraus heute territoriale Ansprüche abzuleiten ist zumindest höchst gewagt, finde ich?

Man gießt mit einer großen Gießkanne zweckentfremdeter Gelder aller Spanier über die nordostspanischen Lokalmedien und Universitäten und erzeugt so einen Sumpf finanziell abhängiger nationalkatalanistische Gefolgschaft. Tausende leben nicht schlicht und nicht schlecht, sondern eher hervorragend von diesem Täuschungsmanöver.
An ebenfalls hochsubventionierten sogenannten „Sommeruniversitäten“, eher bezahlter Urlaub mit Gehirnwäsche, erfindet man sich „kunstvoll tricky“ scheinlegale juristische Konstruktionen, die den schlicht gewaltsamen geplanten Landraub schönschminken sollen. Wäre echt komisch, wenn es nicht so potentiell gefährlich wäre…

Selbst in den zurückliegenden  Zeiten der größten hochsubventionierten und selbst herbeigeführten Massenaufläufe mit bezahlten Bus- und Bahntickets, gab es zu keiner Zeit eine sauber dokumentierte Mehrheit für den nationalkatalanistischen Fieber-Wahnsinn. Seit mindestens einem Jahr sind selbst die gefälschten Zahlen rückläufig, was gelegentlich sogar zähneknirschend eingeräumt wird. In ihrer Verzweiflung versuchen die radikalsten Protagonisten sogar den spanischen Staat zu gewaltsamen Reaktionen zu provozieren, die ihnen dann die Unterstützung der Lokalbevölkerung UND des Auslandes sichern sollen auch wenn sie dazu aus Barcelona ein nordostspanisches Aleppo machen müssten. Sie würden dann an den nicht aufgearbeiteten Spanischen Bürgerkrieg anknüpfen. Wer sagt hier, daß Geschichte sich nicht wiederhole?

In den letzten Jahren seit Beginn der Wirtschaftskrise in 2008 hat sich das Leben sehr vieler Spanier spürbar, teils drastisch verschlechtert. Wer Arbeit hat, arbeitet meist zu schlechteren Bedingungen als vorher. Die Bildungs- und Gesundheitssysteme haben sich verschlechtert, gerade auch in der spanischen Autonomie Katalonien. Dafür muss es Schuldige geben. Die Einen sehen diese in Madrid, die Anderen sehen diese in Barcelona sitzen. Eine Lösung wäre die hypothetische katalanische Unabhängigkeit für keines der aktuell drängenden Probleme. Sie ist lediglich eine Ablenkung, wie das Rote Tuch, die Muleta, beim in Katalonien verbotenen Stierkampf.

In der nächsten Woche, Ende August, versucht der amtierende spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy, der zwar die beiden letzten Wahlen gewonnen hat, aber keine Regierungsmehrheit zu Stande bringt, mit schwankender Unterstützung anderer Parteien ins Amt gewählt zu werden. Das lassen sich diese teurer bezahlen. Seit Monaten wird gefeilscht was das Zeug hält. Rajoys PP hat zwar mit 7,9 Mio fast 50% mehr Stimmen erhalten als die Sozialisten der PSOE mit ihren 5,4 Mio Stimmen, die Blöcke der Linken und der Rechten sind insgesamt jedoch noch immer recht eng beieinander. Da bekommen dann sogar die Nationalkatalanisten vieleicht sogar noch ihre Chance sich die Regierungsbildung teuer bezahlen zu lassen? Sollte dies kommende Woche nicht gelingen stünden an Weihnachten die dritten(!) Nationalwahlen eines nahezu paralysierten Landes binnen eines Jahres an. Eine GroKo nach deutschem Vorbild wird bisher dennoch kategorisch ausgeschlossen. Wie lange noch?


48 Tage bis zum 27-S: „Muffensausen“ bei den Mas Vertrauten!

10. August 2015

ABC berichtet, dass in diesen Tagen vor der so genannten „katalanischen Unabhängigkeitswahl“, die eine stinknormale Autonomiewahl sein wird, Berater und Vertraute aus dem engsten Umfeld des Artur Mas in vertraulichen Gesprächen einräumen, dass die Unabhängigkeit Kataloniens unmöglich sei und daß es schlicht Betrug sei, den Leuten zu erzählen, daß bei einem Wahlsieg der CAT-SEP’s ihnen die Unabhängigkeit, die Trennung von Spanien, wie eine reife Frucht in den Schoß fallen würde und daß Europa nichts anderes übrig bleiben würde, als diese anzuerkennen. Späte Erkenntnis…

Viele haben wegen Artur Mas ihre gutbezahlten Berater-Jobs verloren. Andere befürchten dies für den Fall eines knappen Wahlsieges der CAT-SEP’s, der zu einer Rechts-Links-Extremlinks-Koalition führen würde. Praktisch alle würden aber im Falle einer Wahlniederlage der CAT-SEP’s von den reichlich gefüllten Trögen vertrieben werden, an denen sich viele in den Jahren unter Artur Mas gemästet haben.

So wird dann in stillen Ecken von Restaurants – mehr oder weniger offen – sich von Artur Mas und seinem Nationalkatalanismus distanziert. Man müsse neue, bessere Formen der Beziehungen zwischen Katalonien und Spanien anstreben. Die Investitionen Spaniens in Katalonien seien ein Erfolg, speziell wenn letzteres ständig von Separation rede! Man steht im Allgemeinen nicht öffentlich zu dieser Meinung in Katalonien um nicht mit dem in diesen Tagen schnell verliehenen „Verräter-Stempel“ gebrandmarkt zu werden…

Wer eigene Ambitionen verfolgt, fällt Mas in den Rücken. Man hält ihn offenbar selbst in den eigenene Reihen für einen tragischen Kasper? Die letzten Umfragen sehen die PP aufholen in der Wählergunst. CDC und ERC kämen zusammen nur noch auf max. 55 Abgeordnete gegenüber den 71, die sie 2012 errangen! Sie bräuchten eine CUP in Top-Form mit prognostizierten 12 Sitzen um zusammen mit gerade 67 Sitzen die absolute Mehrheit zu erlangen. Die Extremlinke CUP wäre dann das entscheidende Zünglein an der Waage für die CAT-SEP’s und die CDC (neoliberal, Rechts) stünde in realer Gefahr, gegen CUP (Extremlinks) und ERC (Links) ins Hintertreffen zu geraten. Diese absolute Mehrheit kann bei niedriger Wahlbeteiligung bereits mit rund 25% der Wahlberechtigten erreicht werden. Es klingt geradezu verzweifelt absurd, mit den Stimmen jedes vierten Wahlberechtigten (nicht  ALLER Katalanen!) die Unabhängigkeit einseitig ausrufen zu wollen!

Umfrageergebnis:
55 Sitze für CDC + ERC
20 Sitze für PODEMOS
19 Sitze für CIUTADANS
12 Sitze für CUP
12 Sitze für PPC
12 Sitze für PPC
05 Sitze für UNIÓ

135 Sitze Gesamt, absolute Mehrheit beträgt 67 Sitze.

Es gibt also Berater und Mas-Getreue, denen diese mögliche Nach-Wahl-Konstellation ein Horror wäre und die lieber ihren Guru opfern würden, als einem linksextremen Experiment in Katalonien in den Sattel zu helfen, von dem sie einen jahrelangen Rückschlag für die Wirtschaft erwarten. So mancher dieser Berater wurde unter dem Druck drohender oder bereits laufender juristischer Ermittlungen wegen „wirtschaftlichen Anomalien“ opportunistisch über Nacht zum Separatisten. Diese Herren wären im Bedarfsfall jederzeit zum Salto-Rückwärts und zur guten, alten CiU-Komplizenschaft mit Madrid bereit.

Das katalanische Bürger- und Unternehmertum fürchtet anscheinend eine Herrschaft der extremen Linken mindestens so sehr, wie ein nationalkatalanistisches Experiment mit ungewissem Ausgang. Ich würde jedenfalls keinen einzigen Euro auf Artur Mas setzen am 27-S. …


Nationalkatalanismus: Magier Artur Mas übt den nächsten Zaubertrick!

13. November 2014

2002 Grenzenloses Deutschland
2005 Grenzenloses Deutschland II
2007 Deutschtum, Energie und Hoffnung für ein besseres Land

Wenn ein deutscher Politiker oder eine deutsche Partei mit solchen Slogans „in die Bütt steigen würde“, dann wüsste jeder, was die Stunde geschlagen hätte, dann wäre Alarm in Europa und dies vollkommen zu Recht!

2002 Grenzenloses Katalonien (1)
2005 Grenzenloses Katalonien II (2)
2007 Katalanismus, Energie und Hoffnung für ein besseres Land

So hört sich das an, wenn die angeblich so von der Demokratie besessenen katalanischen Separatisten ihre Meetings veranstalten. Irgendwie wie Nationalkatalanismus halt?
Diese Sprüche finden allerdings viel Verständnis im angelsächsischen Raum, wobei wiederum nicht klar ist, ob es sich dabei um von Marketingfirmen lancierte, bezahlte Image-Artikel handelt? Die Generalitat veruntreut Millionen zu diesem Zwecke.

Was wird diesmal der Slogan sein? Am 24. November wird Artur Mas wieder ein großes BlaBla abhalten und versuchen sich an der Spitze der Bewegung zu halten.

Bis dahin wird er damit beschäftigt sein, Spuren und Beweise zu vernichten, darüber, dass die Generalitat organisatorisch und politisch hinter der „basisdemokratischen Bürgerbewegung“ steckt, die bekanntlich in einer „spontanen Geste“ diese Pseudo-Befragung des 9-N durchführte.

Gegen ihn, seine Stellvertreterin und evt. gegen die katalanische Bildungsministerin wird ermittelt wegen strafbarer Handlungen.

Deshalb hat er – wie zum Hohn – jedem der angeblich 40.000 Helfer einen Abschiedsbrief geschrieben, sich für die Hilfe bedankt, die anschließende Daten- bzw. Adressenvernichtung angekündigt und daß sie NIE WIEDER NICHT durch die Generalitat kontaktiert werden würden, versprochen…

Mas spielt eindeutig auf Zeit, versucht das Gesetz des Handeln zu gewinnen und nicht wieder zum Getriebenen, zum Spielball der unterschiedlichen Kräfte des Separatismus zu werden.

Auch die anderen Kräfte der Separatisten taktieren derzeit. Die ersten rücken von ihren Maximalforderungen ab und das ist auch nötig so: Wenn sie eine vorgezogene Wahl sicher gewinnen wollen, dann müssten sie gegenüber dem Ergebnis des 9-N noch sehr deutlich zulegen.

Da fast vier Millionen Katalanen am 9-N NICHT zur „Wahl“ gingen und diese überproportional GEGEN den Separatismus sein dürften, denn sonst wären sie wohl hingegangen und hätten IHRE SACHE unterstützt, muss bei der nächsten Wahl ein möglichst breiter, verwässerter Konsens zu Grunde gelegt werden, der kleinste gemeinsame Nenner des Nationalkatalanismus, sozusagen.

Ist dann erst einmal gewählt, pellen sich die dann gewählten Abgeordneten aus der pluralistischen Schale und es findet sich ein demokratisch gewählter Nationalkatalanismus im Parlament, der dann einseitig die Unabhängigkeit ausrufen könnte, alles schön demokratisch selbstverständlich…

In groben Zahlen ausgedrückt, zum einfacheren Nachvollziehen: Die Separatisten müssten von den knapp vier Millionen NICHT zur Wahl gegangenen Katalanen noch rund 1,2 Millionen Stimmen erhalten um RECHNERISCH die Hälfte der Katalanen hinter sich zu haben. ALLERDINGS, bei einer „richtigen Wahl“ fallen die Nichtwähler bekanntlich ja einfach unter den Tisch, was bei der Befragung, dem Stimmungsbild vom 9-N nicht der Fall war.

Zahlenbeispiel: 6 Mio Wahlberechtigte, eine „richtige Wahl!“

Beteiligung 70% = 4,2 Mio Wähler. 9-N wählten 1,9 Mio sí/sí, = 45% Separatisten, fehlen 200.000 Stimmen
Beteiligung 65% = 3,9 Mio Wähler. 9-N wählten 1,9 Mio sí/sí, = 49% Separatisten, fehlen 50.000 Stimmen
Beteiligung 60% = 3,6 Mio Wähler. 9-N wählten 1,9 Mio sí/sí, = 53% Separatisten, das würde genügen!

Für die Separatisten heisst es also mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner antreten, das eigene Lager möglichst geschlossen an die Urnen bringen, aber allgemein die Wahlbeteiligung möglichst gering halten und das Ding wäre für sie positiv gelaufen…

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(1) Schöne Grüße an Valencia und die Balearen!
(2) Schöne Grüße nach Frankreich und Italien!

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Hier noch ein Leckerli für Leute, die Catalan verstehen, obwohl die Typen von Polònia so genial sind, daß man sie auch ohne Worte weitgehend verstehen kann:

http://www.tv3.cat/videos/5330952/Polonia–06112014