Wer war und wer war nicht?

10. Dezember 2013

Frage: Was haben Putin, Netanyahu, Peres, Erdogan, Xi Junping, der Dalai Lama, Elisabeth II, Juan Carlos, Rohani, der Papst und Christina Fernández de Kirchner mit Angela Merkel gemeinsam?

Antwort: Sie waren nicht bei Nelson Mandelas Trauerfeier in Südafrika…

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Zeichen der Entspannung zwischen Israel und der Türkei!

21. Juni 2011

Es war im Grunde klar, dass Erdogan der sich in diesem Konflikt sehr exponiert hatte, vor den Wahlen in der Türkei kaum einlenken können würde. Neben der Brüskierung durch den Gaza-Krieg, von dem Erdogan als Vermittler zwischen Syrien und Israel überrascht worden war, was seinerzeit zum Eklat mit Shimon Peres auf dem Weltwirtschaftsforum geführt hatte, ging es vor allem um die geforderte Entschuldigung und Kompensation für das IDF-Massaker, ausgeführt in Piratenmanier auf der Mavi Marmara bei deren Versuch die israelische Seeblockade des Gaza-Streifens zu durchbrechen.

Hier waren die Fronten zunächst völlig verhärtet. Es ging soweit, dass Erdogan Israel Einmischung in innere Angelegenheiten der Türkei vorwarf. Die USA versuchten zwar ständig ihre beiden leicht erregbaren Verbündeten wieder zu beruhigen und auf den Boden zu bringen, hatten zunächst aber wenig Erfolg. Erst das türkische Hilfsangebot beim Großbrand in Israel lockerte die Fronten auf.

Jetzt berichtet HAARETZ darüber, dass auf verschiedenen Ebenen Geheimkontakte und -gespräche liefen. Diese sind durch die Entwicklung in Syrien, die sowohl für Israel als auch für die Türkei einige Fragezeichen mit sich brachte, sicher beschleunigt worden. Die Türkei ist durch syrische Flüchtlinge direkt involviert. Israel teilt mit Syrien eine Grenze. Assad scheint – für Israel und die Türkei wenig zugänglich – vollkommen auf den Iran zu setzen. Dies kann den beiden Biggest-Regional-Playern nicht gefallen.

So könnte wiederum eine Entspannung zwischen Juden und Türken die Voraussetzung für eine Intervention des Westens – in welcher Form auch immer – in Syrien bringen? Russen und Chinesen werden diesmal im Sicherheitsrat sicher nicht so mitspielen, wie noch im Falle von Libyen geschehen? Die Russen hätten schließlich ihren einzigen Marinestützpunkt im Mittelmeer zu verlieren und die Chinesen werden ihre immensen wirtschaftlichen Schäden in Libyen noch nicht vergessen haben?

Auch die verbale israelische Drohkulisse gegen den Iran gewönne mit einer „entspannten“ Türkei an potentieller Glaubwürdigkeit…