Wenn Puigdemont drei Handlungsoptionen hatte, wählte er meist zielgerichtet die Vierte!

25. Oktober 2017

Einen Tag vor der nächsten Zusammenkunft des Autonomieparlamentes der spanischen Autonomie Katalonien, das nach sechs Wochen illegaler Zwangssperrung durch die „Separatistenhexe“, pardon, durch die „neutrale, überparteiliche Parlamentspräsidentin“ Carme Forcadell, mal wieder zusammentreten darf um dann dabei die „unkatalanische, nicht zum katalanischen Volk gehörende Opposition“ zusammenzutreten, wird heftig spekuliert wie es wohl weitergehen wird in diesem nationalkatalanistischen Drama?

1. OPTION:
Puigdemont erklärt vorgezogene Neuwahlen in der spanischen Autonomie Katalonien nach Regeln des LOREG (des Spanischen Wahlrechtes) zu denen er selbst nicht mehr antritt, wie er es bereits mehrmals öffentlich verkündet hatte. Madrid würde den Antrag an den Senat auf  Ausrufung des Artikels 155 der spanischen Verfassung zurückziehen. Der bisher angerichtete Schaden für Katalonien, seine Menschen und seine Wirtschaft würde sich wohl nicht weiter vergrößern? Die führenden CAT-SEP’s müssten allerdings wegen bereits offener Verfahren mit Urteilen und Strafen rechnen, was möglicherweise auch Teil eines Deals hinter den Kulissen sein könnte?

2. OPTION:
Puigdemont ruft NICHT die Unabhängigkeit aus, sondern zunächst nur konstituierende Neuwahlen, ähnlich denen die Artur Mas 2015 erfolglos versuchte. Wenig wahrscheinlich, da er dabei NUR von Feinden umzingelt wäre, sowohl bei den CAT-SEP’s, wie auch in Madrid. Madrid würde den Artikel 155 betreiben und den CAT-SEP-Spuk irgendwann beenden! Der wirtschaftliche Aderlaß, der Abschwung durch Abwanderung würde fortgesetzt werden.

3. OPTION:
Puigdemont verkündet Morgen die Unabhängigkeit Kataloniens auf der Basis der illegalen Gesetze des 5. und 6. Septembers und des illegalen Referendums des 1. Oktobers. Praktisch alle Staaten und Organisationen dieser Welt haben dies als illegal erklärt und daß sie diesen illegalen Staat nicht anerkennen wollten, der Katalonien automatisch aus der EU, der NATO und der UN katapultieren würde. Madrid müsste dann den Artikel 155 umzusetzen versuchen, was die Katalanen sowohl durch Anrufung aller spanischer(!) Gerichtsinstanzen blockieren, torpedieren wollen und auch durch Gewalt der Straße zu der die nationalkatalanistischen Hass-Organisationen ANC und ODIO CULTURAL aber auch die Anarcho-CUP bereits aufrufen. Dies würde quasi automatisch einen physischen Kampf bedeuten, mit Gewalt durch den CAT-SEP-Pöbel, die Polizei und evtl. das Militär. Hier wären Verletzte und Tote gewiss.

4. OPTION:
Puigdemont verkündet (wie in Option 3) die Unabhängigkeit und ruft zugleich zu konstituierenden Neuwahlen, dann nach einem noch willkürlich festzulegendem nationalkatalanistischem CAT-SEP-Wahlrecht auf. Auch hier wäre mit den o.g. Unruhen und Gewalttaten und entsprechend unkalkulierbar mit Verletzten und Toten zu rechnen.
Auch die Wirtschaft sähe sich für unbestimmte Zeit schweren Turbulenzen ausgesetzt.
Die CAT-SEP’s würden dies aber am Do. den 26. Oktober verkünden, BEVOR der spanische Senat am Folgetag, dem Fr. den 27. Oktober den Artikel 155 in Kraft gesetzt hätte und dann damit international argumentieren, daß Spanien im neuen Staat ja nichts mehr zu sagen hätte, der Artikel 155 folglich die Aggression, die gewaltätige Intervention eines fremden Staates sei!

„Elegant“ an dieser Lösung wäre für Puigdemont auch, daß er nach der Verkündung seiner DUI nicht mehr nach Madrid müsste um seine Positionen vor dem Senat offenzulegen, dem er intellektuell und rhetorisch wohl nicht gewachsen wäre, was ihm durchaus klar zu sein scheint?

Für alle CAT-SEP-Aktivitäten, egal ob zunächst legal und dann später illegal, gilt, daß diese nationalkatalanistischen Separatisten zu keinem Zeitpunkt ihres Wirkens eine Mehrheit in Katalonien hatten. Es handelt sich lediglich um ein lautstarkes, zum Brechen von Gesetzen und letztlich zur Gewalt* bereites Drittel der Katalanen, das die anderen beiden Drittel gegen deren Willen zu Geiseln macht und stets und überall einseitige Sonderrechte** für sich in Anspruch nimmt.

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* (Oriol Junqueras, Vizepräsident der Autonomieregierung Generalitat und Vorsitzender der rassistischen ERC, erklärte des Öfteren, daß Unabhängigkeit am Ende immer nur mit Gewalt errungen werden könnte.)

**(Man belügt, betrügt, bekämpft Spanien, seine Regierung und Justiz, hält deren Urteile und Gesetze nicht ein und klagt jedoch, wann immer es opportun erscheint, vor genau dieser spanischen Justiz mit dem einzigen Ziel des Zeitgewinns. Man hat natürlich nicht die Absicht irgendwelche Urteile in ferner Zukunft zu akzeptieren, einzuhalten und umzusetzen. Eine Unabhängigkeit des Val d’Aran oder von Tabarnia, der Großräume Barcelona und Tarragona am Mittelmeer oder deren Verbleib bei Spanien ist jedenfalls für sie nicht akzeptabel. Es gilt immer das CAT-SEP-Sonderrecht…

Studie des Real Instituto Elcano über Katalonien:
362503281-Dossier-sobre-Catalunya-del-Real-Instituto-Elcano

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