Zu, oder nicht zu? Das Fessenheim Chaos! Was geht da eigentlich in Frankreich ab?

7. März 2016

Die in den letzten Tagen wieder einmal ins Gerede gekommenen Schrottreaktoren an der deutschen Grenze, vor den Toren Breisachs, Freiburgs aber auch des schweizerischen Basels gelegen, sollen nun angeblich doch geschlossen werden und zwar „schon“ Ende diesen Jahres 2016! Eine wirklich gute Meldung sollte man denken, doch:

Wer das in ein Interview einfließen ließ war die NICHT zuständige Wohnungsbauministerin Emmanuelle Cosse, Ex-Chefin der EELV (die Grünen), die sich auf mehrere Gespräche mit dem Präsidenten Hollande berief, die sie aber nicht zeitlich einordnete!

Fachlich zuständig ist politisch aber die Ministerin für Ökologie und Energie Ségolène Royal und natürlich der Präsident François Hollande und technisch die Atombehörde ASN.

Ségolène Royal hat einen Kommentar zur Aussage ihrer Kollegin Cosse abgelehnt um den die Agentur AFP sie gebeten hatte! Royal hatte sogar erst Ende Februar die generelle Laufzeitverlängerung der französischen Kernkraftwerke um zehn Jahre ins Spiel gebracht! Trotzdem könne das Ziel der Verringerung des Anteils der Nuklearenergie von 75% auf 50% bis 2015 eingehalten werden (aber vorher noch einmal richtig Kasse gemacht werden)!

Ségolène Royal hatte im vergangenen Oktober erklärt, dass Fessenheim im Juni 2016 vom Netz gehen solle, was einer effektiven Schließung in 2018 entspräche, denn „diese zwei Meiler auszuschalten, könne nicht mit einem einfachen Knopfdruck geschehen.“

François Hollande selbst hatte im vergangenen Herbst die Abschaltung von Fessenheim mit dem (verzögerten) Start eines neuen Reaktors in Flamanville (Manche) gekoppelt.

Die zuständige Behörde l’Autorité de sûreté nucléaire (ASN) sagt sogar „aus der Sicht der nuklearen Sicherheit gäbe es keinen Grund Fessenheim abzuschalten!“

Da scheint das nukleare Chaos zu herrschen in Frankreich, zumindest medial?

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http://www.leparisien.fr/environnement/energies/nucleaire-fessenheim-fermera-en-2016-assure-emmanuelle-cosse-06-03-2016-5603171.php

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Drei Schüsse, fünf Tote bei AKWs und Zwischenlager in der Schweiz!

10. Mai 2015

Drei Schüsse und fünf Tote soll es gestern Nacht in einem beschaulichen Wohngebiet in Würenlingen, Baden, Kanton Aargau Schweiz gegeben haben!

Ob es einen Zusammenhang mit  dem nur einen Steinwurf entfernten Kernkraftwerk Beznau oder dem Atommüll-Zwischenlager Würenlingen gibt, ist derzeit nicht bekannt.

Auch eine weiteres AKW, in Leibstadt am Rhein, ist nur etwa ein Dutzend Kilometer vom Tatort des Verbrechens entfernt.

Ist die Sicherheit in diesem sensiblen Gebiet gewährleistet?


Der Ärger beginnt: Schweiz blockiert EU-Land Kroatien!

16. Februar 2014

Kroatien wurde erst im vergangenen Jahr EU-Mitglied. Der Balkanstaat fällt deshalb nicht unter das Freizügigkeitsabkommen der Schweiz mit der EU. Durch bilaterale Verhandlungen sollten die Kroaten den selben Stand bekommen wie EU-Bürger. Ein Vertragsentwurf war ausverhandelt. Großzügige Übergangszeiten von bis zu zehn Jahren bis zur völligen Freizügigkeit waren günstig für die Schweiz.

Das Votum gegen die Masseneinwanderung vom 9. Februar mit sofort bindender Wirkung bezüglich neuer Verträge hat nun all diese Pläne zerstört.

Die Schweizer Justizministerin Simonetta Sommaruga rief  ihre kroatische Kollegin Vesna Pusic an und teilte ihr am Telefon kurz und bündig mit, dass die Kroaten leider, leider draussen bleiben müssten, da die Schweiz dieses Abkommen so nicht mehr unterzeichnen könne…

Die EU ihrerseits hat Abkommen wie „Horizont 2020“ und auch „Erasmus+“ mit der Schweiz vorläufig auf Eis gelegt.


ECOPOP, oder warum die SVP-Initiative gegen Masseneinwanderung in die Schweiz kein Ausrutscher war!

13. Februar 2014

Da gibt es seit vierzig Jahren die „Vereinigung Umwelt und Bevölkerung“ mit Sitz in Winterthur, die das Schweizer Bevölkerungswachstum durch Regulierung der Einwanderung sowie Geburtenkontrolle(!) in den Griff bekommen möchte. Die von ECOPOP werden wahlweise als Ökologen, Grüne, Faschisten oder alles zusammen bezeichnet!

ECOPOP hat schon im Mai 2011 eine Initiative gestartet, die im Schweizer Bundesblatt veröffentlicht wurde. Am 29. Mai 2013 erklärte der Schweizerische Bundesrat diese Initiative zwar für zulässig, empfahl aber deren Ablehnung ohne selbst einen Gegenvorschlag zu machen.

ECOPOP ist also – wenn ich das richtig verstehe – noch zur Volksabstimmung anhängig. Einige rechnen im kommenden Jahr 2015 damit? Andere bezweifeln deren Zulässigkeit, weil sie verschiedene Ziele verfolge was unzulässig sei? Den aktuellen juristischen Stand dieser Initiative habe ich nicht gefunden. Jedenfalls hat die SVP-Initiative den ECOPOP-Leuten die Schau gestohlen, jedenfalls kurzfristig und das ist womöglich sogar gut, denn:

ECOPOP ist viel drastischer als die SVP-Initiative, denn sie will die künftige jährliche Zuwanderung in die Schweiz auf 0,2% der Wohnbevölkerung begrenzen!  Bei 8 Millionen Schweizern wären dies also maximal 16.000 Zuwanderer pro Jahr, oder 20% der 80.000 Zuwanderer die derzeit jährlich in die Schweiz kommen. ECOPOP würde sich – bildlich gesprochen an die Grenze stellen und abzählen „Eins, zwei, drei, ihr kommt nicht rein, nur jeder vierte darf herein!“

http://www.eidgenoessische-abstimmungen.ch/thomas-minder-und-die-ecopop-initiative/

http://www.20min.ch/schweiz/news/story/16890936


Davos: Die Superreichen und die unverschämte Logik des Marktes!

23. Januar 2014

Bei der 44. Auflage des alpinen Auftriebs der asozialen Superreichen in Davos, folgten diese – wie leider nicht anders zu erwarten war trotz Grußwort des leibhaftigen Franziskus aus Rom – eisern den Gesetzen IHRES Gottes, des Marktes!

So stellten sie die Frage, ob eine höhere Schul- oder Universitätsbildung eine Investition oder ein anfechtbarer Luxus sei! Sklaven brauchen halt keine höhere Bildung, schon klar…

Als Begründung ihrer These führten sie an, dass es in den USA 285.000 Universitätsabsolventen gäbe, die für den Mindestlohn in den USA arbeiteten! Diese Scheinheiligen würden ihnen ja gerne mehr zahlen, aber da gibt es ja den Mindestlohn, für den sie’s tun, da kann man als Superreicher doch nichts machen, oder?

Klar lohne es sich zu studieren, wusste die OECD, verlören die Uni-Absolventen doch statistisch nachweisbar weniger oft ihre Mindestlohnjobs! Ein Job, von dem man nicht leben kann, aber man muss sich wenigstens keine Angst um diesen Job machen, Wahnsinn!

Ein italienischer Professor der Wirtschaftsschule INSEAD wusste noch etwas Besseres als zu studieren:

„Das Einzige, was dir eine Job-Garantie gibt, ist es reich geboren zu werden!“ Tja, dumm gelaufen bei mir;-)

Ein Anderer wusste zu erzählen, dass noch vor dreissig Jahren diplomierte oder graduierte Frischlinge von den Universitäten weg eingestellt worden seien und diese dann von den Firmen nach ihren partikulären Erfordernissen ausgebildet worden seien. Heute sollten sie zusätzlich zu ihrem Studium noch sechs, sieben Jahre Berufspraxis mitbringen.

In den USA studierten ca. dreissig Prozent der weltweiten Universitätsstudenten (dieser Wert scheint mir sehr hoch?) und die Hälfte von ihnen schließe ihr Studium mit einer mittleren Verschuldung von 30.000 US-Dollar oder ca. 22.000 Euro ab.

Unter dem Thema „Die Gesellschaft reformieren: Konsequenzen für Gesellschaft, Politik und Geschäfte“ zerbrechen sich 2.500 Superwichtige und Superreiche in Davos die klugen Köpfe bei 250 Beiträgen von ähnlicher Qualität und Dringlichkeit…


Ausreisegenehmigung: Merkel stiehlt Putin Show, lässt Chodorkowski in die Schweiz ausreisen!

5. Januar 2014

Zuletzt reiste ein prominenter Russe Namens Lenin aus der Schweiz mit dem Zug durch Deutschland nach Russland. Der Rest ist Geschichte!

Diesmal läuft es Dank Putin und Merkel genau umgekehrt. Der Russe reist aus Russland über Deutschland in die Schweiz. Wird der Rest auch Geschichte?

Schweizer zieht euch warm an, die Revolution steht „ante portas“…

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Chodorkowski will nun aus Dankbarkeit prüfen, ob Merkel nicht zum Ehrenmitglied von PUSSY RIOT gemacht werden könne?


Lac d’Annecy-Massaker: UK-Pässe des Ehepaares Al-Hilli fehlen!

24. Oktober 2013

Es dauerte über 13 Monate, bis erst jetzt eine bemerkenswerte Einzelheit dieses mysteriösen Kriminalfalles bekannt wurde:

Die Reisepässe des getöteten Ehepaares al-Hilli konnten bisher nirgendwo gefunden werden!

Nicht am Tatort, nicht im Fahrzeug, nicht auf dem Campingplatz, nicht bei der Genfer Bank, nicht bei einem Zwischenstopp in Rouen und natürlich auch nicht in ihrem Haus in Claygate in Sussex, England.

Sie müssen sie aber für die Reise nach Frankreich benutzt haben, denn das UK ist nicht Mitglied des Schengener Abkommens und folglich finden zwischen England und Frankreich Grenz- und Passkontrollen statt, die in ihrer Gründlichkeit teilweise an die DDR erinnern.

Auch für die Reise von Annecy ins nahe Genf zur Bank wo das umstrittene Erbe von al-Hillis Vaters liegt – eine knappe Million Euro – wurde von Frankreich in die Schweiz sogar eine EU-Aussengrenze mit den entsprechenden Kontrollen überschritten.

Saad al-Hilli musste sich bei der Bank mit Sicherheit ausweisen und die Reisedokumente wurden bei den Grenzübertritten vermutlich gescannt? Die Ermittler werden also wissen, ob, wann und welche Dokumente wie verwendet worden sind, indess, sie schweigen sich aus!

So wird inzwischen sogar nicht mehr für unmöglich gehalten, dass der „wahnsinnige Einzeltäter“, wie eine der ersten Hypothesen lautete, die Pässe als Beweis für die Erfüllung (s)eines Auftrages(?) an sich genommen habe, obwohl er dabei in extremer Zeitnot gehandelt haben müsste…