Welche Rolle spielte Kardinal Ratzinger

8. März 2010

beim Umgang der Katholischen Kirche mit den weltweiten Sex- und Missbrauchs-Skandalen ihrer Hirten?
Die britische TV Sendung Panorama der BBC berichtete bereits am 1. Oktober 2006 über eine interne Handlungsanweisung in lateinischer Sprache (Crimen Sollicitationis), die mehr an der Vertuschung interessiert sei, als an der Aufklärung und dem Schutz der Missbrauchsopfer, bei denen es sich meist um Kinder und Jugendliche handele. Bei der Recherche zur Sendung stiessen die Reporter nach ihren Aussagen auf zahlreiche Tatverdächtige, nach denen zum Teil mit Haftbefehlen gesucht wurden, in und um den Vatikan herum, wo sie offenbar Schutz und Hilfe bekamen. Kardinal Ratzinger war damals in exponierter Position sowohl als Erzbischof von München als auch im Vatikan wohl auch administrativ in diese Dinge verwickelt? Heute, als Papst Benedikt XVI, schweigt er vielsagend zu dieser weltweiten Enthüllung von kriminellen Aktivitäten seiner Kirchenmänner.

Ergänzungen 09.03.2010:

SPON berichtet von Differenzen zwischen Katholiken in der CDU und der Justizministerin SLS von der FDP:
… Im Deutschlandfunk hatte die Ministerin am Montag sogar von einer „Schweigemauer“ in vielen Schulen und Einrichtungen gesprochen, die die juristische Aufklärung von Kindesmissbrauch behinderten. Konkret wies die FDP-Politikerin auf eine Kirchen-Direktive von 2001 hin, die für Schulen in katholischer Trägerschaft gelte und auch schwere Missbrauchsfälle zunächst unter päpstliche Geheimhaltung stelle.

Wie FOCUS heute berichtet, räumt des Papstes älterer Bruder, langjähriger Kapellmeister der Regensburger Domspatzen, inzwischen ein, „aus disziplinarischen Gründen und weil es so üblich war“, seine Schüler geohrfeigt zu haben „bei Leistungsverweigerung“! Sofort fällt ihm aber zu seiner eigenen Entlastung ein, wer viel übler war von seinen Kollegen im Geiste! Andere Dinge die ihm zugetragen worden seien, habe er nicht als Aufforderung zum Handeln gesehen, was ihm heute Leid tue… Über seinen berühmten „kleinen Bruder“ sagte er laut FOCUS:
… Ratzinger versicherte, sein Bruder Papst Benedikt XVI. sei allen Opfern sehr nahe. Er könne jetzt nur die Verantwortlichen für die Missbrauchsfälle ansprechen und die Taten verurteilen. „Darüber hinaus kann er dazu ermahnen, den Weg des Respekts und der Ehrfurcht vor der menschlichen Integrität konsequent zu gehen.“

Er spricht also darüber, was der Papst „jetzt nur tun könne“? Ja mein Gott, warum tut er es denn nicht? Hat er denn schon etwas gesagt zu den weltweiten kriminellen Sauereien, verübt von katholischen Amtsträgern im Namen der Kirche deren Oberhaupt er ist, und ich habe es verpasst?

Advertisements