9/11 in Barcelona: LA DIADA Riesenerfolg, sagen Veranstalter!

11. September 2014

Rot und Gelb uniformierte Menschenmassen ziehen ostwärts in Richtung Frankreich und Europa durch die Hauptverkehrsachsen Diagonal und Gran Vía Barcelonas, treffen am Platz Les Glòries aufeinander und verursachen einen Riesenstau! Es sind mindestens, wenn nicht noch mehr! Ein ganz klares Bekenntnis gegen Spanien, sonst wären diese ferngesteuerten Polit-Lemminge doch westwärts marschiert, Spanien entgegen?

Skeptiker würden wohl sagen, soviel Leute sind im Zentrum Barcelonas jeden Tag auf den Straßen unterwegs, okay, aber doch nicht Rot-Gelb-uniformiert und in eine Richtung marschierend?

Nun muss der Artur Mas, der als Präsident ALLER Katalanen zumindest offiziell nicht Partei ergreifen darf, schweigend hinter seiner Frau her stapfen! Die anderen herausgehobenen Separatisten geben sich indess voll dem Bad in der Menschenmenge hin. Ja, das hat schon auch Nachteile, so als Präsident!

Hunderttausende Pkws, über tausend Busse, die Metro, die RENFE und natürlich TV3 werden für das große Ziel der Separatisten missbraucht, denn diesen Einsatz bezahlen natürlich auch diejenigen Katalanen, die mit einer Abspaltung Kataloniens von Spanien nichts am Hut haben. Sie bezahlen ja auch permanent die Parallelstrukturen, welche die Generalitat systematisch aufbaut, Botschaften in aller Welt und die Medienagenturen, die dieses Projekt international verkaufen sollen.

Wenn dieser trotzig-verbockte Rajoy in Madrid und seine abhängigen kleinlichen Gerichte die berühmt-berüchtigte Volksbefragung, geplant für den 11/9 (gemerkt? Kein Zahlendreher, Absicht!) verbieten, dann müssen Alternativen her.

Die Spielverderber von ABC in Madrid melden heute, dass der echte Steuervermeider Jordi Pujol i Soley einst als Autonomie-Präsident die DIADA auf den falschen Tag gelegt hätte, wie peinlich!

Es soll ja der Niederlage der Stadt Barcelona von 1714 gegen die spanischen Truppen im Erbfolgekrieg (einem Bürgerkrieg) gedacht werden.

Nur: Die Schlacht habe zwar tatsächlich am 11.9. begonnen, Barcelona habe aber erst am 12.9. Mittags verloren und erst am 14.9.1714 offiziell kapituliert, so sagen es Historiker, die keine Hysteriker von der UAB sind…

Seit dem Lapsus von Jordi Pujol in den 80er-Jahren feiern die Katalanen also ihre Niederlage stets an einem falschen Datum, aber was soll’s?

Da die für den 11/9 angestrebte „Volksbefragung“ kaum Chance auf den verfassungsrechtlichen Segen des Gerichtes hat und deshalb wohl von diesem verboten werden wird, will Artur Mas vorgezogene Neuwahlen ausrufen und so seinen eigenen Untergang und den des Bündnisses CiU ausrufen. Er hat ja schon bei der letzten Wahl seine Sitze im Parlament halbiert. Ja, so sehen Sieger aus!

Wenn man bedenkt, dass Mas praktisch nichts erreicht hat ausser sozialen Kürzungen und seinen cervantescen Windmühlenkämpfen um die katalanische Unabhängigkeit, dann darf man ihm getrost das Ende seiner politischen Karriere prophezeihen! Der Dicke von der ERC grinst sich derweil einen ins Fäustchen…

Advertisements

Katalanische Unabhängigkeit: Kein Fortschritt, doch Appetit auf Teile Spaniens, Frankreichs und Italiens!

15. Mai 2014

CiU, Duran und Mas zappeln auf der Suche nach einem Ausweg, dem berühmten dritten Weg, heraus aus der Sackgasse in die sie Rajoys Sturheit gebracht hat.

Ihr Duldungspartner ERC hingegen will nichts als die Unabhängigkeit und keinen – wie auch immer gearteten – dritten oder vierten Weg Kataloniens innerhalb des spanischen Staates.

Sie wollen den „feuchten Traum“ aller katalanischen Separatisten, Nationalisten und Rassisten realisieren, die Schaffung des historisch niemals existenten politischen Raumes „der katalanischen Länder, els Països Catalans“ eines Begriffes  aus dem ausgehenden 19. Jahrhundert mit dem das Gebiet der größten mittelalterlichen Ausdehnung der katalanischen Sprache durch katalanisch-sprachige Händler und Seeleute am Mittelmeer gemeint war. Das Timing vor den Europawahlen ist sicher kein Zufall für diese Veröffentlichung?

Damit versperrt sich die ERC zwangsläufig allen Kompromissen mit Madrid, denn die katalanische Unabhängigkeit wäre nur der erste Schritt, dem weitere folgen sollen.

ERC will eine unabhängige Republik Catalunya mit einer Beitrittsklausel, ähnlich dem Artikel 23 des deutschen GG, die den späteren Beitritt der Comunitat Valenciana, der Comunidad Autònoma Islas Baleares, den katalanisch-sprechenden Gebieten in Frankreich sowie den Streifen an der Grenze zur Comunidad Autónoma de Aragón ermöglichen soll. Früher wurden auf den Karten der Nationalisten auch Dörfer in Sardinien, Sizilien, Griechenland und der Türkei als „katalanische Länder“ ausgewiesen, wenn ich mich noch recht erinnere?

Die Republik Catalunya soll also freigiebig mit ihren Pässen, bzw. ihrer Staatsangehörigkeit locken und die katalanische Sprache in diesen Gebieten noch mehr fördern, als sie es jetzt schon tut. ERC will also weitere Teile aus Spanien, Frankreich und Italien(?) herausbrechen. Oder spielen CiU und ERC mit Rajoy am Ende nur „Bad Cop, Good Cop“?

Es spielt bei diesem Wahnsinn fast keine Rolle mehr, dass sich alle genannten Gebiete gegen den Anschluß an Katalonien aussprechen, sich gegen die Zwangskatalanisierung wehren  und der gebürtige Katalane Manuel Valls auf dem Stuhl des französischen Premierministers, den Vertretern dieses Ansinnens mit dem Rückhalt aller Franzosen gewaltig in den Allerwertesten treten würde…


Spanischer EU-Wettbewerbskommissar Almunia ermittelt gegen spanische Fußball-Clubs wegen illegalen öffentlichen Hilfen!

16. Dezember 2013

Real Madrid, FC Barcelona, Athletic de Bilbao, Osasuna, Valencia, Elche und Hercules sollen das besondere Interesse der EU erregt haben. Für Morgen wird mit einer öffentlichen Erklärung über den Beginn von Ermittlungen gerechnet.

Ansatzpunkte seien bestimmte Rechtsformen der Vereine, Kredite bestimmter Geldinstitute sowie Immobiliengeschäfte.

Die spanische Regierung sagte schon einmal präventiv, dass sich alle Vereine ans Gesetz hielten und dass sie sicher sei, dass Joaquin Almunia die Ermittlungen nach einer Schamfrist ergebnislos schließen würde…

Wozu dann also der ganze Aufwand? Nun, die Ansatzpunkte für den Verdacht lägen der EU bereits seit 2010 vor, aber bis heute habe der Spanier Almunia sich nicht zu Ermittlungen entschließen können!

Im Normalfall werden solche Ermittlungen von Seiten bzw. Interessengruppen angeregt, die sich benachteiligt fühlen. Die EU kann diese aber diskret und anonym halten, wie es in diesem Fall offenbar geschieht? Wer also hat die Spanier angeschi..en bei der EU und warum musste Almunia gerade jetzt damit heraus kommen?


Neuer Volksprotest in Katalonien: „Novullpagar“ und „Prou Peatges“!

1. Mai 2012

Katalonien verfügt über die meisten und teuersten Mautstraßen in Spanien. Fast alle Autobahnen auf katalanischem Gebiet sind mautpflichtig, weil privatisiert.

In letzter Zeit häufen sich Proteste von Autofahrern die hartnäckig die Zahlung an den Mautstellen verweigern. Praktisch in allen Fällen wurden sie nach einigem Palaver ohne zu bezahlen durchgelassen, weil der Verkehrfluss sonst ins Stocken geraten wäre. Es gibt bei youtube Filme mit geradezu komischen und lakonischen Dialogen zwischen Autofahrern und Kassierern, die natürlich auch nur ihre Pflicht tun.

Für heute Mittag, mit dem Beginn des Rückreiseverkehrs nach dem langen Wochenende, haben zahlreiche Initiativen und Privatleute Aktionen der Zahlungsverweigerung an den Mautstellen angekündigt. Man rechnet mit einigen hundertausend Verkehrteilnehmern.

Die katalanische Regierung ist alarmiert, denn sie fürchtet ein Verkehrschaos. Sie hat aber gleichzeitig „große Nähe“ zu den Protestierenden verkündet!

Da die Mautkassen mit Kameras überwacht werden, können die Zahlungsverweigerer identifiziert und mit Bußgeldern von 100 Euro belegt werden.

Bisher haben die Firmen, die die Autobahnen betreiben, von dieser Möglichkeit anscheinend noch keinen Gebrauch gemacht, dies aber für die Zukunft schon einmal angekündigt.

Zwischen dem Mehrheitsaktionär der Betreiberfirmen, der Gruppe Abertis und deren Präsidenten Salvador Alemany und der katalanischen Politik sowohl bei CiU als auch in der Generalitat bestehen engste und beste Beziehungen, die die Politiker in den letzten Tagen zu wahren Eiertänzen zwangen. Zwar verkündete man Verständnis, habe aber auch die Verpflichtung Recht und Gesetz durchzusetzen, also die Zahlungsverweigerer zu verfolgen…

Die Protestierenden stehen auf dem Standpunkt, es gäbe keine gesetzliche Regelung für den Fall der Zahlungsverweigerung. Die Gruppe Abertis beziffert die Anzahl der Verweigerer auf bisher etwa einhundert pro Tag und kündigte deren Anzeige mit dem Ziel der Bestrafung an.

Betroffen seien ab heute Nachmittag mit der Aktion Rückreise 14 Mautstellen in Katalonien und zwei auf valenzianischem Gebiet. Die Aktionisten von „Novullpagar“ haben lange Autoschlangen und den intensiven Gebrauch der Hupen angekündigt…

http://ccaa.elpais.com/ccaa/2012/04/30/catalunya/1335818611_737992.html

Tausende Autofahrer haben sich inzwischen den Zahlungsverweigerern angeschlossen. Lange Schlangen von bis zu drei Kilometern Länge an den Mautstellen. Die Proteste weiteten sich von den manuellen Kassen über die automatischen Kassen auch auf die kameragestützen Kassen aus.

Die Autobahnen seien seit vielen Jahren bezahlt und die Privatfirma Abertis bereichere sich (seit 43 Jahren!) an den Katalanen, so heisst es.

Einige Protestierer verlangten zudem, dass die Ampeln an den Kassen auf Grün geschaltet würden bevor sie losfahren würden. Andere fahren ungerührt bei Rot einfach durch…

Man erwartet für diesen Nachmittag noch eine erhebliche Zunahme des Rückreiseverkehrs und damit der Schwierigkeiten an den Mautstellen.

In einer Umfrage der Zeitung LA VANGUARDIA in Barcelona sprachen sich 95% der befragten für den Protest an den Mautstellen aus!

http://www.lavanguardia.com/vida/20120501/54288040939/conductores-colada-masiva-peajes.html


Madrid: Rajoy bremst den Hochgeschwindigkeitszug AVE zwischen Barcelona und Frankreich.

8. April 2012

Die Krise, die EU, die Deutschen(?) und die Franzosen, aber vor allem der Wahlkalender setzen die Prioritäten neu für das Projekt der Hochgeschwindigkeitszüge AVE in Spanien. In den vermutlich härtesten Krisenzeiten nimmt sich das Rajoy Regime das topographisch schwierigste Teilstück der Strecke Madrid-Galicia zwischen Zamora und Ourense vor. Für 2012 sind 1,25 Milliarden Euro geplant.

Dann folgt das auf dem Kopf stehende „Y“ im Baskenland auf der Strecke Madrid-Francia, das die Städte Vitoria und Bilbao mit der Grenzstadt Irun verbinden soll. Das lässt sich die PP 314 Millionen Euros kosten.

Wie der Zufall es so will, stehen in Galizien und im Baskenland im nächsten Jahr Wahlen an! Da fügt es sich doch gut, dass hier hin das meiste Geld fliessen soll. Das steht  in der „guten, alten“(?) Tradition der ersten AVE-Trasse in Spanien, der Insellösung Madrid-Sevilla, deren zwei Züge inoffiziell auf die Namen Felipe und Alfonso getauft wurden!

An dritter Stelle folgt die Verlängerung der „Badebahn“ Madrid-Valencia nach Alicante an der Costa Blanca. Unter der Rubrik „Mittelmeerkorridor“ sollen hier 1,3 Milliarden investiert werden! Der Trick ist dabei, dass das fehlende Teilstück zwischen Valencia und Tarragona, immerhin runde 300 Kilometer, nicht geschlossen, sondern nach Süden weitergebaut wird. So hat man mit einer Klappe der EU-Forderung scheinbar genüge getan und gleichzeitig jeden „Eisenbahntechnischen Unabhängigkeitsgedanken“ an der Mittelmeerküste abgewürgt, im Keim erstickt!

Der von der katalanischen und valencianischen Wirtschaft und Politik  propagierte Mittelmeer-Korridor, von der EU als Priorität anerkannt, wird als zweitrangig zurückgestuft! Der endlose Bandwurm an stinkenden spanischen Gemüselastern auf den europäischen Autobahnen bleibt uns also bis auf Weiteres erhalten…

http://www.lavanguardia.com/politica/20120407/54282372421/gobierno-deja-corredor-mediterraneo-puntos-suspensivos.html

Interessant auch die Karte des AVE-Netzes auf Wikipedia, bei der eine der Strecken nordöstlich von Taragona bei einer namenlosen Stadt endet;-))

http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:HighSpeedSpain.svg&filetimestamp=20111113210210


Rajoys Sparorgie gefällt Merkel, den Spaniern aber nicht!

27. Januar 2012

190.000 Demonstranten des öffentlichen Sektors, darunter Ärzte, Krankenschwestern, Pflegepersonal, Physiotherapeuten, Institutsangestellte, Lehrer, Funktionäre, Verwaltungsangestellte und Arbeiter gingen gestern in Valencia, Alicante und Castellón auf die Straße um gegen die Einsparungen der Generalitat de Valencia zu protestieren.

„Kürzungen im Gesundheitsbereich töten!“ stand auf einem Plakat, das an die Warnungen auf Zigarettenpackungen erinnerte. 400 Euro pro Monat für Krankenschwestern oder 1.200 Euro im Monat für einen angestellten Arzt mit 30-jähriger Berufserfahrung. Das sind die Vorstellungen der Regierung. Davon kann auch in Valencia keiner leben!

Der Vorbeimarsch der Demonstration am Haus des gerade in einem Skandalprozess, der Fall Gürtel, vom Verdacht der Bestechlichkeit freigesprochenen Ex-Präsidenten Francisco Camps dauerte eineinhalb Stunden und die Demonstranten liessen ihn lautstark wissen, dass sie ihn für schuldig und korrupt hielten!

Auch die Mitarbeiter von Rundfunk und Fernsehen protestierten.

In Valencia sollen es es 60.000 gewesen sein. 30.000 in Castellón. In zahlreichen kleineren Orten wurde ebenfalls demonstriert.

http://ccaa.elpais.com/ccaa/2012/01/26/valencia/1327601239_202386.html