Ein Sohn des katalanischen Mafia-Clans verschiebt 55 Millionen Euro in Steuerparadiese.

4. Juli 2014

Gegen Jordi-Pujol Ferrusola ist sein kleiner Bruder Oriol ein ganz kleiner Fisch! Wie EL MUNDO berichtete, wird gegen ihn durch das Finanzamt und die Einheit für Wirtschafts- und Steuervergehen ermittelt, weil er 55 Millionen Euro zwischen den Steuerparadiesen Schweiz, Luxembourg, Andorra und Liechtenstein hin- und her bewegt haben soll.

Auf seinem laufenden Konto in Spanien hat er nur 12,2 Mio Euro!

Wie in früheren Verfahren bekannt wurde, war er der persönliche Geldbote für Zahlungen an seinen gleichnamigen Vater, den Meister Yoda des verbalen katalanischen CiU-Independentismus ;-)

Zusammen mit Oriol und seinen Eltern soll er in der Schweiz über 137 Millionen unbekannter Herkunft verfügt haben, angeblich illegale Provisionszahlungen an den Dauerpräsidenten, der zwei Jahrzehnte lang Katalonien beherrschte (und ausplünderte?).

Nach Ansicht des Untersuchungsrichters sollen die vagen Begründungen der Geldtransfers wie „Juristische-, Buchhaltungs- und Beratungsdienstleistungen“ auf Geldwäsche hinweisen. Er ist mit den betroffenen Schweizer Banken in Kontakt und will weitere Auskünfte zu diesen Vorgängen.

Wer raubt die Katalanen aus?

Spanien?

Wohl kaum!

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http://www.elmundo.es/cataluna/2014/07/03/53b49225e2704eb8458b4590.html

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Insiderhandel: Ex-Goldman Sachs- und McKinsey-Direktor verurteilt!

25. Oktober 2012

Rajat K. Gupta, 63, der auch Berater der Stiftungen von Bill Clinton und Bill Gates war, wurde zunächst von Richter Jed S. Rakoff, US-Distrikt Gericht Manhattan, bestätigt ein guter Mann zu sein:

„Aber die Geschichte dieses Landes sei voll von guten Männern, die schlechte Dinge täten“, sagte der Richter und dann schickte er Gupta mit fünf Millionen Dollar Strafe für zwei Jahre in den Knast!

Sein Vergehen: Er hatte Geschäftsgeheimnisse an einen Hedgefondmanager verraten, Insiderhandel also!

Guptas allgemeine Verdienste und sein Ansehen wurden im Prozess in höchsten Tönen gewürdigt und auf diese Weise eine vorgesehene Strafe von acht auf zwei Jahre herunter geschraubt.

Gupta, in Indien geboren, mit 18 zum Vollwaisen geworden, hatte die Harvard Business School und dann die ganze lebenslange Ochsentour absolviert und schließlich den Gipfel von Corporate America erreicht und sich auch mit sozialem Engagement einen Namen gemacht.

Anscheinend hatte er (noch) keinen persönlichen Vorteil von seinem Verrat. Sein Partner und Nutzniesser Rajaratnam hatte ihm wohl künftige Jobs in Aussicht gestellt?

Rajaratnam war abgehört worden und hatte dabei Hinweise auf Gupta gegeben. Der Verrat selbst wurde allerdings nicht aufgezeichnet und musste diesem über die Auswertung von Geschäftsunterlagen und emails nachgewiesen werden.

Rajaratnam hatte sieben Jahre lang einen aus 23 Personen bestehenden Ring von Insider-Informanten geleitet, die jetzt alle angeklagt wurden.

Mit diesem Urteil hat eine  dreijährige Kampagne des US-Justizministeriums gegen den Insiderhandel ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Mehr als siebzig Händler, Banker, Anwälte und Manager wurden wegen Insiderhandels verurteilt.

Mir ist in Deutschland kein vergleichbares Durchgreifen der Justiz bekannt in solchen Fällen von Wirtschaftskriminalität.Wahrscheinlich liegt dies lediglich daran, dass es solche Vergehen bei uns nicht gibt ;-)

http://dealbook.nytimes.com/2012/10/24/rajat-gupta-gets-2-years-in-prison/?emc=na