61,1% der Spanier arbeiten unfreiwillig mit Zeitverträgen, sind statistisch „Unterbeschäftigte“!

9. Juni 2018

EUROSTAT sagt, daß nur in drei EU-Staaten dieser Prozentsatz „der zwangsweise Unterbeschäftigten“ höher sei als in Spanien und zwar in Griechenland (70,2%), Zypern (67,4%) und in Italien (62,5%)! Das ist die EU-Südschiene, OHNE Portugal. Dieser letzte Umstand wäre zu überprüfen?

Diese Jobs können automatisch als Armuts-Jobs bezeichnet werden, denn von der Bezahlung kann man schwerlich leben.

Dazu kommt jetzt auch noch ein Rückschlag der EU-Justiz, der ein Urteil kassierte, dass sie selbst vor eineinhalb Jahren fällten. Damals sprachen sie Teilzeit- und Vollzeitkräften die gleichen 20 Tage pro Jahr der Betriebszugehörigkeit als Abfindung zu, wenn ein Vertrag gekündigt wurde. Jetzt bekommen Teilzeitkräfte nur den ihrer Arbeitszeit entsprechenden Anteil als Abfindung. Wenn ein Unternehmen es also schafft Mitarbeiter vor ihrer Entlassung auf Teilzeit zu setzen, kann es damit zusätzlich die Abfindung halbieren, „echt toll!“

Es sollte unter „diesen Umständen“ nicht wirklich überraschen, wenn „dieser EU“ nicht mehr spontan „die Herzen zufliegen“?

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https://elpais.com/economia/2018/06/08/actualidad/1528485440_524152.html

https://elpais.com/economia/2018/06/05/actualidad/1528186413_441313.html

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Fast die Hälfte der arbeitenden Spanier bekommt weniger als 1.100 €uro Netto pro Monat!

9. Juni 2018

Diese Aussage stammt von der Gewerkschaft UGT und basiert auf Zahlen der Jahre 2015 und 2016. Aktuellere lägen angeblich noch nicht vor:

12,5% bekamen sogar weniger als den Mindestlohn von 9.172,80 €uro pro Jahr.

33,15% der Arbeitnehmer lagen in der Gruppe zwischen einem und zwei Mindestlöhnen, oder bis zu 18.345,60 €uro pro Jahr bei 14 Zahlungen.

Addiert man diese beiden Prozentsätze, dann bekommen 45,7% der Arbeitnehmer, etwa die Hälfte der 15,3 Millionen angestellten Beschäftigten in Spanien, im Durchschnitt etwas weniger als 1.100 €uro Netto pro Monat. Aber auch das ist letztlich theoretische Statistik-Scheisse, denn jeder Einzelne bekommt sein ganz konkretes Elendsgehalt und nicht einen, wie auch immer gearteten, Durchschnitt!

Die Gewerkschaft führte im Vorjahr die Kampagne „Ponte a mil!“ („Nimm’ tausend“, oder auch „geh‘ auf tausend“!) für ein allgemeines Brutto-Mindestgehalt von 1.000 €uro im Monat! Die oben genannte Hälfte hat etwa das doppelte Mindest-Brutto-Gehalt von 18.345,60 €uro, was Netto zu den besagten knapp 1.100 €uro bei 14 Zahlungen im Jahr führt.

Wer die Mieten, Lebenshaltungskosten und Preissteigerungsraten in Spaniens Ballungsräumen kennt, weiss daß mit 1.100 €uro keine großen Sprünge gemacht werden können, zudem es eine wachsende Zahl von befristeten Arbeitsverträgen gibt, die teilweise nur auf eine Woche begrenzt sind und folglich keinerlei Sicherheit und soziale Abfederung bieten.

Derzeit laufen zwischen den Gewerkschaften UGT und CCOO Verhandlungen für eine gemeinsame Vorgehensweise gegen die Arbeitnehmerorganisationen CEOE und CEPYME zur Umsetzung eines allgemeinen Mindestlohnes von 1.000 €uro Brutto im Monat. Aber diese gemeinsamen Tarifverträge der beiden größten Gewerkschaften beträfen nur Einen(!) von Drei Arbeitnehmern, nur ein Drittel(!), nur jeden Dritten(!), ein absolutes ARMUTSZEUGNIS für die spanischen Gewerkschaften.

Vor einem halben Jahr, im Dezember 2017 und damals noch in der Opposition, machte sich die PSOE des Pedro Sánchez für ein allgemeines Mindestgehalt von 1.000 €uro Brutto stark. Jetzt kann sie beweisen, wie ernst sie das damals meinte…

Wenn PP-Rajoy gebetsmühlenartig von seinem (rein statistischen!) Erfolg bei der Senkung der Arbeitslosenzahlen seit der Wirtschaftskrise von 2008 faselte, dann vergaß er stets zu erwähnen, daß diese Zahlen-Reduktion mit einer kollosalen Verschlechterung der Lage á la „weniger Gehalt und weniger Sicherheit, aber wenigstens nicht arbeitslos“ der arbeitenden Menschen einher ging!

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https://www.20minutos.es/noticia/3363613/0/salario-minimo-smi-mil-euros-mes-convenio-mitad-trabajadores-mileuristas-sindicatos/


Spaniens Wirtschaft wächst, zu Lasten der Spanier, die weniger verdienen!

29. Mai 2018

Nach der Wirtschaftskrise von 2008 hat Mariano Rajoy Jahr für Jahr den stetig wachsenden Erfolg der Erholung der spanischen Wirtschaft durch seine PP-Regierung feiern lassen, wofür genau?

Wenn man sich alleine die Beschäftigtenzahlen herauspickt, dann hat die Arbeitslosigkeit tatsächlich abgenommen. Aber die Qualität der Arbeit bezüglich Sicherheit und Entlohnung ist gesunken.

Schauen wir also mal anders herum auf die Zahlen:

Das häufigste Gehalt, nicht zu verwechseln mit dem Durchschnittsgehalt, lag bei 16.498 €uro pro Jahr in 2015.

In 2016 hatte dieses häufigste Gehalt um einen €uro auf 16.497 €uro pro Jahr abgenommen! Noch genauer, es handelt sich um einen Monatslohn von 1.178 €uro der 14 Mal pro Jahr gezahlt werden sollte, was in der Summe die besagten 16.498 €uros ausmacht. Netto leben die meisten Spanier von etwa 933 €uro im Monat!

Zu Beginn der Wirtschaftskrise gab es einmal eine Aktivistengruppe der Mileuristas, der 1.000 €uro-Menschen,  die heftig dagegen protestierten „nur“ tausend €uro zu verdienen! Lang, lang ist’s her…

In Deutschland läge ein solches Einkommen etwa auf der Armutsgrenze!

Das sollte aber nicht überraschen, denn ein Teil der Maßnahmen gegen die Wirtschaftskrise lag darin, die Löhne und Gehälter zu senken um die Gewinne zu steigern. Hat geklappt, Rajoy hat erfolgreich „geschrödert“!

Die Lebenshaltungskosten  in Madrid oder Barcelona liegen aber deutlich über deutschem Niveau, besonders die Mieten.

Das Durchschnittsgehalt der Spanier liegt aber bei 23.156 €uro. Es ist um ein Fünftel Prozent (0,2%!) gestiegen, hurra!

Frauen scheinen weiterhin dazu verdammt zu sein 20-25% weniger als die Männer zu verdienen?

Das mittlere Gehalt, wie ich finde ein unzulässiger theoretischer Wert in dieser Darstellung, denn er vermittelt nicht die sich öffnende Schere der spanischen Löhne und Gehälter, also eine Art der statistischen Onanie, der sank auf 19.433 €uro pro Jahr.

Das Durchschnittsgehalt, also die Mitte beider Schneiden der sich öffnenden Schere, das stieg von 23.106 auf 23.156 €uro pro Jahr.

Auf einen einfachen, verständlichen  Nenner gebracht: Neueinstellungen erfolgen zu niedrigeren Gehältern und schlechteren Konditionen, hauptsächlich als befristete Zeitverträge. Beim qualifizierten Stammpersonal steigen die Löhne deutlich stärker als im Gesamtdurchschnitt. Daraus entsteht ein „geschöntes Durchschnittsbild“, das die Realität verzerrt. Man kann als Individuum konkret entweder gerade so / relativ gut / oder sehr gut von seinem Gehalt leben oder relativ schlecht / oder sehr schlecht.

Die Gewinne der Unternehmen sind seit der Krise um 36 Milliarden €uro gestiegen, weil man an Löhnen und Gehältern gekürzt hat.

Es bräuchte konstante Lohnsteigerungen von 3% pro Jahr bei den niedrigen Einkommen um auf das Verhältnis zwischen Löhnen und Gewinnen von 2007 zu kommen.

Die Bank von Spanien hat Gestern mit ihren Zahlen diesen Trend bestätigt:

12,5% der Spanier, jeder Achte, liegt unter dem Mindestlohn von 9.172 €uro pro Jahr. 72% aller Arbeitnehmer bekommen weniger als 2.000 €uro pro Monat (in 14 Zahlungen  = 28.000 €uro pro Jahr).

Das soziale Konfliktpotential in Spanien wächst also und kann und wird von Separatisten, Nationalisten und Demagogen genutzt für ihre jeweiligen Zwecke, ein Pulverfass!

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https://www.20minutos.es/noticia/3353162/0/encuesta-estructura-salarial-2018-ine/


Rajoys Offenbarungseid: Spaniens Jugend stimmt mit den Füßen ab!

1. Mai 2018

Die Berufsaussichten für Spaniens Jugend sind nicht die Besten. Zuwenig und zu schlecht bezahlte, zeitlich befristete Jobs erwarten sie, von deren Entlohnung man in den Ballungsräumen der Großstädte weder Leben noch Sterben kann. Zukunftsplanung, Familie gar? Fehlanzeige! Immer mehr wohnen bei Mama und Papa oder gar den Großeltern um einigermaßen über die Runden zu kommen…

EUROSTAT hat in einer kürzlich veröffentlichten Erhebung festgestellt, daß von den arbeitslosen „Jugendlichen“ (bis zum Alter von 25 Jahren!) in der EU etwa die Häfte dazu bereit sei aus beruflichen Gründen in ein anderes Land zu emigrieren. In Spanien hingegen liegt diese Gruppe bei fast Zweidrittel der Befragten, nämlich exakt bei 64% und damit um 14% höher als im EU-Durchschnitt!

Was dies mittelfristig für die Alterspyramide in der spanischen Bevölkerung und damit für Steuereinnahmen, für die Familien- und Rentenplanung bedeutet, das kann man sich denken.

Die „Jugendarbeitslosigkeit“ der Gruppe der bis zu 25-jährigen liegt bei 36,37%, oder in absoluten Zahlen bei 515.200, über einer halben Million Arbeitsuchenden, Stand Ende März 2018.

Die Zahl der Beschäftigten in der Altersgruppe bis zu 30 Jahren hat sich seit Beginn der Wirtschaftskrise in 2008 von 4,9 Millionen auf 2,5 Millionen mehr als halbiert!

Immer mehr nutzen diese Lebensphase um sich im Ausland zu qualifizieren mit Sprachen, Schul- und Universitätsabschlüssen, für die sie sich mit Billiglöhner-Jobs verdingen, gerne im UK, den USA, wegen der internationalen Bedeutung der Englischen Sprache, aber auch in Lateinamerika, wo Spanier im Allgemeinen kein Sprachproblem haben. Seit 2008 sind etwa 425.000 jungen Spanier ins Ausland gegangen, weil sie glaubten in Spanien keine Zukunft zu haben!

Glaubhafte politische Alternativen sind nicht zu erkennen, deshalb wachsen die Scheinalternativen Populismus und Nationalismus und zwar überall im Land, nicht nur in Katalonien.

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https://www.elperiodico.com/es/economia/20180430/los-jovenes-dispuestos-a-emigrar-crecen-pese-a-la-recuperacion-6790980


Rajoy, ein hinterhältiger Hinhälter?

1. Februar 2018

Die nun seit Jahren andauernde Katalonien-Krise überlagert unter Anderem die eher bescheidene Bilanz der Arbeits- und Sozialpolitik der konservativen PP-Regierung des Mariano Rajoy Brey. Da wird viel mit selektiv aufgehübschten Zahlen angegeben, die bei genauerer Betrachtung ein eher gegenteiliges Bild ergeben. Rekord-Rückgang der Arbeitslosigkeit? Ja, schon, aber mit immer kürzeren Zeitverträgen und im Verhältnis vor der Krise von 2009 um bis zu 30 % niedrigeren Löhnen, die immer seltener bis zum Monatsende reichen. Natürlich gibt auch keine gleichen Löhne für gleiche Arbeit, sondern für Frauen gibt es ganz erheblich weniger. Nur ein Beispiel von vielen…

Rajoy: „Da mischen wir uns nicht ein!“

LOS MORANCOS haben dieses Thema musikalisch eingängig umgesetzt, ein Skandal bleibt es trotzdem. Was Mariano Rajoy betrifft so glaube ich, daß er ohne das Katalonien- Dauerthema längst weg wäre, vom Fenster?


45,5 Millionen €uro! Süsser die Kassen nie klingeln?

20. Dezember 2017

Die französischen Sozialisten von der PS, seit der Abwahl von Mitterand und Valls in der Opposition, „verscheppern“ ihren traditionellen, geschichtsträchtigen Hauptsitz in der Rue Solferino im 7. Arrondissement von Paris Ende Februar an den Immobilien-Fond APSYS, der u.a.  über 30 Einkaufs- und Geschäftszentren in Europa betreibt. APSYS will aus den 3.000m2 der ehemaligen Sozialistenzentrale sein Hauptquartier machen. Im September muss die Hütte geräumt sein. Macht mich irgendwie traurig. Kann die SPD in Berlin ihr HQ nicht auch… frag‘ ja nur?

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https://www.francetvinfo.fr/politique/ps/info-franceinfo-le-ps-vend-son-siege-rue-de-solferino-pour-45-5-millions-d-euros-au-promoteur-immobilier-apsys_2522875.html#xtor=EPR-51-%5Binfo-franceinfo-le-ps-vend-son-siege-rue-de-solferino-pour-45-5-millions-d-euros-au-promoteur-immobilier-apsys_2522893%5D-20171219-%5Bbouton%5D


EZB überprüft Geldabfluss in Katalonien zweimal täglich!

23. Oktober 2017

Nicht, daß es den Damen und Herren in Frankfurt am Main langweilig wäre, oh nein! Sie sorgen sich nur zunehmend um die Stabilität in Katalonien, noch-Spanien, noch-Europa.

Die EZB verlangt deshalb zweimal täglich einen finanziellen Status von allen Banken in Katalonien, ganz egal ob nun mit Hauptsitz in der rebellischen nordostspanischen Autonomie oder jüngst abgewandert in vermeintlich sichere Nachbargefilde. Denn eines muss allen Beteiligten klar sei: Auf Grund der Verflechtung Kataloniens mit Spanien wäre die Schieflage BEIDER Teile, also der abtrünnigen Separatisten und der verstümmelten Restspanier quasi garantiert. Alles andere ist getrost der Propaganda zuzurechnen

Die CAIXABANK mit einem Marktanteil von 24% in Katalonien, die SABADELL mit 22% Marktanteil und die BBVA mit 14% Marktanteil müssen um 12 Uhr und um 18 Uhr täglich einen finanziellen Status nach Frankfurt melden. Dazu werden die Banken parallel auch von der Spanischen Zentralbank überwacht, auf die Frankfurt sich aber  offenbar nicht so richtig verlassen mag?

Stand, Ende Juni 2017, hatte die CAIXABANK bei der EZB eine Bareinlage von knapp 12 Milliarden €uro und die SABADELL etwa 6,5 Milliarden €uro.

Obwohl verstärkt Bargeld abfließt, weil die Leute den Zeiten nicht trauen, scheint die Liquidität derzeit nicht gefährdet?

Im Ernstfall könnte CAIXABANK auf Aktiva im Wert von 65,6 Mia €uro zurück greifen, SABADELL auf 28,4 Mia €uro. Sie könnten also zusammen auf 94 Milliarden €uro bei der EZB zugreifen, kein Trinkgeld, gewiss!

Trotzdem sind Gestern zwei weitere Banken, die BANCO MEDIOLANUM (nach Valencia) und die ARQUIA BANCA (nach Madrid) mit ihren steuerlichen und juristischen Hauptsitzen aus der Rebellenautonomie abgewandert.

Oft melden sich die Bankkunden auch einfach bei außerhalb Kataloniens liegenden Filialen ihrer Banken an. Alleine die SABADELL hatte am vergangenen Montag, dem Tag nach dem verbotenen, illegalen FAKE-Referendum des 1-O, 6.000 neue Konten direkt außerhalb der Grenze Kataloniens. Einen Vertrauensbeweis für die nationalkatalanistischen CAT-SEP-Rebellen kann man dies wohl eher nicht nennen?

Trotzdem kursierten auch schon Gerüchte in Barcelona, daß es Probleme an Geldautomaten gäbe Bargeld abzuheben? Solche Gerüchte sind in der aktuellen Lage Kataloniens zwar naheliegend, sollten aber mit Vorsicht betrachtet werden, bis sie sich bestätigen.

In diesen schwierigen Banker-Zeiten in Spanien wird die Deutsche Bank Spanien seit Ende März wie Sauerbier auf dem Markt angeboten. Sie sollte, bei 16,3 Mia €uro Aktiva, 11,7 Mia €uro Einlagen, 700.000 Kunden, 235 Filialen und 2.600 Angestellten, rund 2 Milliarden €uro als Verkaufspreis einbringen. Wegen mangelndem Interesse liegt der Kurs für den Verkauf zur Zeit bei 700 Millionen, einem guten Drittel des Ausgangspreises. Am Ende können die Verkäufer in Frankfurt wohl 20% bis 25% also 400 bis 500 Millionen erwarten?