Macht zerstrittene Oetker-Familie Kasse oder ist es eine Umstrukturierung?

3. Dezember 2016

Eine der größten und angesehendsten Unternehmerfamilien Ostwestfalens und Deutschlands soll angeblich über die Nachfolgeregelung im Misch-Konzern „uneinig“ sein. Man darf wohl getrost unterstellen, daß dies nicht der einzige Dissens ist?

Jetzt war man sich aber offenbar durchaus einig die Schifffahrtssparte HAMBURG-SÜD, die mit 6 Milliarden zwar für die Hälfte des Umsatzes von 12 Milliarden verantwortlich ist, aber seit einigen Jahren defizitär sei, an den Marktführer MAERSK zu verkaufen. Dabei hatte man als HAMBURG-SÜD selbst erst im vergangenen Jahr Teile der chilenischen Reederei CCNI, genauer deren Container-Liniendienst, gekauft. Der nicht offiziell bekannt gegebene Kaufpreis soll angeblich in der Höhe eines Jahresumsatzes, also bei rund 6 Milliarden gelegen haben? Die Kassen sollten also gut gefüllt sein bei OETKER?

Eine weitere Sparte mit rund 2 Milliarden Umsatz macht wohl auch Sorgen. Der Brauerei- und Getränkebereich ist ein extrem hart umkämpfter Markt mit geringen Margen und außerdem drohe angeblich eine dreistellige  Millionenstrafe wegen verbotener Preisabsprachen?

Auch diese Sparte könnte also theoretisch ein Verkaufskandidat sein? Dann würde zwar weitere Milliarden in die Kassen gespült, aber auch der Umsatz  um dann insgesamt 8 Milliarden oder 66 Prozent, rund zwei Drittel, schrumpfen. Das wäre dann allerdings ein relativ seltenes Phänomen? Es bliebe am Ende also der Nahrungsmittelbereich mit rund 3 Milliarden, die Alk-Sparte mit 0,7 Milliarden und „weitere Interessen“ mit 0,5 Milliarden.

Was passiert wohl mit so viel Kassenbestand, ohne daß „Rolli-Wolli“, der Herr Schäuble, begehrliche Blicke nach Bielefeld richtet? Anlegen? Klar, aber auch dazu braucht es eine gewisse Einigkeit der Familie…


Top-Banker prophezeihen, wer am meisten unter dem BREXIT leiden wird: Immer der Andere!

30. November 2016

ECB-Super-Mario Draghi  warnte die britische Wirtschaft und speziell deren Finanzindustrie, vor den schlimmen Folgen eines „harten BREXIT“, wie er angeblich von Theresa May geplant sei? Die Europäer würden „auch etwas geschädigt“ räumte Draghi großzügig ein, aber die Hauptlast an negativen Folgen müssten zweifellos die City of London, die Briten, das UK ingesamt erleiden und ertragen! Der niederländische Finanzminister Jeroen Dijsselbloem hatte vorgelegt und London angekündigt, daß es bei einem harten BREXIT riskiere, seinen inoffiziellen Titel der Finanzhauptstadt Europas zu verlieren. “We can’t allow the financial service center for Europe and the euro zone to be outside Europe and to go its own way in terms of rules and regulations,”  so Dijsselbloem.

Das konnte der Governor der Bank Of England, Mark Carney, kanadischer Gastarbeiter, Ex-Goldman-Sachs-Banker und „erster Ausländer of all times“ auf diesem Posten in dessen 322-jähriger Existenz nicht auf sich sitzen lassen. Das UK sei effektiv der Investment-Banker der EU und deshalb habe diese viel zu verlieren, sollte es in Londons Banksektor zu Problemen kommen! Dazu die ganz allgemeine Warnung von erhöhten Risiken. Zugleich kündigte er aber auch die Forderung nach „Übergangszeiten“ an, vom alten zum neuen Vertragszustand zwischen der EU und dem UK! Da Mark Carney praktischerweise noch einen Nebenjob hat als Vorsitzender des FSB, des Financial Stability Boards der G20 mit Sitz in Basel, CH, bescheinigte er den (meisten!) britischen Banken ausreichende Eigenkapitalreserven! Wie überaus praktisch diese Doppelfunktion?

Wir, die EU sind seiner Ansicht nach also erpressbar, wegen der Dominanz der Londoner Investment Banker gegenüber den Kontinentaleuropäern in Paris, Frankfurt oder sonstwo? Carneys Warnung sollten wir im Gedächtnis behalten. Ganz unabhängig vom aktuellen BREXIT sind solche Abhängigkeiten künftig tunlichst zu vermeiden!


Gemach, gemach!

28. November 2016

Schweizer wollen nicht so hastig aus der Kernenergie aussteigen wie die GRÜNEN das vorschlugen!  Ein Volksbegehren mit dem Ziel drei der fünf Schweizer Nuklear-Reaktoren ab dem kommenden Jahr abzuschalten und still zu legen wurde Gestern mit 54,2% Contra- zu 45,8% Pro-Stimmen glatt abgelehnt  oder in 20 von 26 Kantonen verworfen!

Anders formuliert, es sollte die Lebensdauer von Kernreaktoren auf 45 Jahre begrenzt werden, was die Abschaltung von drei der fünf aktuell betriebenen Reaktoren-Oldtimer bedeutet hätte!

Aber der Schweizer liebt seinen Oldie, auch wenn der strahlt! Basel war mit 60,5% Spitzenreiter der Gegner einer Abschaltung, während Genf mit 59% die Spitze der Befürworter eines beherzten „weiter so“ erzielte!

Im Prinzip hat sich die Schweiz schon 2011, vor fünf Jahren, anläßlich Fukushimas entschieden aus der Kernenergie auszusteigen, nur das WANN hat sie damals nicht festgelegt. Schließlich beträgt der Anteil der mittels Kernenergie erzeugten Elektrizität ein sattes Drittel der Gesamtmenge der erzeugten Elektroenergie des Alpenstaates. 60% werden durch Wasserkraft erzeugt und 4% über alternative Energieformen (wie Kuhfürze)?

Braucht es erst eine Katastrophe um die Meiler zu schließen?  Beznau, im Argau nahe der deutschen Grenze, ist jetzt schon seit 47 Jahren in Betrieb.

Wenn man da noch an Fessenheim, Alsace denkt, dann ist Süddeutschland von Schrottreaktoren geradezu umzingelt…


US-Demokraten jetzt auch gegen TTIP!

18. November 2016

Was für eine wundersame Entwicklung in so kurzer Zeit? War vor kurzem noch ein linker Spinner wer es wagte, sich gegen TTIP zu äußern und dies womöglich sogar noch auf der Straße (wir erinnern uns an Obama und Merkel in Hannover und die Anti-TTIP-Demo davor) so wollen anscheinend momentan nur noch EU-Juncker und DEU-Merkel dieses glückseligmachende Handelsabkommen in Kraft setzen?

REP-Trump war schon im US-Wahlkampf dagegen, während DEM-Hillary Clinton noch total dafür war. Nun, eine Woche danach, suchen die US-Demokraten nach Übereinstimmungen, Gemeinsamkeiten mit den REP’s im US-Kongress und finden diese… unter Anderem in der Ablehnung von TTIP!

Bin mal gespannt, wie Merkel jetzt wieder die Kurve kriegt, falls sie sich Übermorgen öffentlich dafür entscheiden sollte, noch einmal anzutreten, was „DER da oben“ hoffentlich verhüten möge? EU-Juncker kriegt „das mit dem Richtungswechsel“ dann bestimmt auch noch irgendwann mit?


EILT: Wird der Rhein privatisiert und zweistöckig ausgebaut?

15. November 2016

Bei einer Rhein-Konferenz in Rheinland-Pfalz haben die Schiffsverkehrsminister von NRW, Hessen, BW und des Gastgeberlandes die schnelle Vertiefung des Flussbettes gefordert, da der alte „Vater Rhein“ den Anforderungen des modernen Verkehrs nicht mehr genüge, weil er häufig zu wenig Tiefgang habe, fast genau so, wie die beteiligten Schiffsverkehrsminister?

Die deutsch-niederländische Grenze passieren auf dem Rhein täglich 90.000 Lkws, bzw. deren äquivalente Frachtmenge natürlich, und am Mittelrhein zwischen St. Goar und Mainz sei praktisch dauernd Stau. Damit das dem Bürger bewusst werde und in den Kopf gehe, überlegen man die Staus auf dem Rhein künftig in die stündlichen Verkehrsmeldungen im Radio aufzunehmen.

Sollten die Bürger wegen der Umwelt, der Natur oder den Kosten des Ausbaggern so herumzicken, wie sie das bei jedem baulichen Großprojekt mittlerweile täten, überlege man den Fluß zu privatisieren und mit Investment-Kapital zweistöckg auszubauen. Oben würden dann die Ausflugsdampfer und Kreuzfahrer gemütlich Rhein-auf und Rhein-ab juckeln, während unten im Keller die kommerzielle Schifffahrt zweispurig 24-stündig „volle Kraft voraus“ rauf und runter brettern würde. Dass sie dabei zwar weniger Abgase verursachen als 90.000 Lkws darf vermutet werden, sauber ist das Zeug was die Schiffe ins idyllische Rheintal pusten aber gewiss nicht, gelten doch für Schiffsdiesel oder gar Schweröl andere Maximalwerte an Schadstoffen. Eine Studie, der Bundesanstalt für Gewässerkunde, behauptet hingegen glatt das Gegenteil, indem sie nicht den Ausstoss am Ort der Verunreinigung misst, sondern das Risiko für hunderte Meter entfernt lebende Menschen als gering oder nicht vorhanden einstuft! Unter diesen Bedingungen hätte ja sogar VOLKSWAGEN die Abgaswerte eingehalten;-)

So wäre am Ende allen gedient und wer weiss, vielleicht würde beim tieferen Ausbaggern endlich dieser verdammte Nibelungenschatz gefunden, nach dem schon seit Ewigkeiten gesucht wird?
______
(Vorsicht: Dieser Artikel ist (leider!) nicht VOLLKOMMEN erlogen und an den Haaren herbeigezogen!)

http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/45_min/rueckschau/Wie-gesundheitsgefaehrdend-sind-Schiffsabgase,kreuzfahrtschiffe131.html

Stu­die der Bun­des­an­stalt für Ge­wäs­s­er­kunde be­weist: Bin­nen­schiffe nicht für Fein­staub­be­las­tun­gen in den Städ­ten verantwortlich!


Stimm-Enthaltungen? Interessenkonflikte? In Deutschland doch nicht!

3. November 2016

Bin gerade über eine kleine Tabelle gestolpert in der spanischen Presse. Sie weist aus, welcher Minister der Regierung Rajoy in der abgelaufenene Legislaturperiode, sich wie oft, bei Abstimmungen über Gesetzesvorlagen enthalten hat. Der Grund waren immer Interessenkonflikte.

Ein „Gesetz  der Interessenkonflikte“ von 2006 und ein neues „Gesetz hoher Ämter“ von 2015 verlangten von Kandidaten auf hohe und mittlere Staatsämter und Gerichten eine schriftliche, jedoch nicht öffentliche, Erklärung ihrer wirtschaftlichen Verflechtungen und Interessen UND die ihrer Familienmitglieder.

In Frankreich werden diese verbindlichen Angaben sogar im Internet veröffentlicht und können so von Jedermann kontrolliert werden. Bei Verstössen droht Haft von bis zu fünf Jahren!

Auch im UK sind diese Angaben verpflichtend, verbindlich und öffentlich zugänglich.

Durch die Öffentlichkeit der Angaben können im UK und in Frankreich also auch Dritte, zum Beispiel die Opposition, die Stimmenthaltung des betroffenen Ministers einfordern, wenn der es gerade zufällig vergessen hätte!

Und in Deutschland? Nix Transparenz! Keine Angaben, folglich keine Veröffentlichung oder gar Strafen. Statt dessen Hausausweise für Lobbyisten im Bundestag…

Um auf die kleine Tabelle am Anfang des Artikels zurück zu kommen,wird sie als gerade noch akzeptable Form der nachträglichen Information betrachtet, die die Freiheit der Abstimmung der Abgeordneten und Minister nicht tangiere, da sie das Abstimmverhalten, also auch die Enthaltungen nur summiere und nicht mit konkreten Gesetzen verbinde.

Theoretisch könnte also ein Minister sich zwar bei Lapalien enthalten und bei Interessenkonflikten munter mit abstimmen, er machte sich dabei aber erpressbar durch seine Kollegen, die seine Interessen kennen…


Wurden in Aleppo mehr Menschen mit Merkels Munition getötet, als mit Putins, Assads, Obamas, Saudischen und Hollandes Bomben zusammen?

25. Oktober 2016

Was für ein unerhörter, absolut „hinkender Vergleich“ wieder mal von mir, ich sollte mich „was schämen“!

Natürlich hat Merkel die Ermordung syrischer, irakischer, libyscher, jeminitischer, subsaharianischer afrikanischer Zivilisten, von wehrlosen Frauen, Kindern und Greisen nicht angeordnet, befohlen. Sie hat sie aber auch nicht verhindert, was ihr ein Leichtes gewesen wäre. Sie hat sie nur billigend in Kauf genommen, denn der Verkauf von Kleinwaffenmunition aus Deutschland hat sich verzehnfacht und Merkels Regierung hat ihn – „Geschäft ist Geschäft, wenn wir nicht liefern tut’s ein anderer“ – bloß genehmigt. Merkel ist technisch gesehen also absolut unschuldig, genau wie ihr zuständiger Exekutor (Verzeihung!) dieser Geschäfte, der Vizekanzler und WiMi Sigmar Gabriel. Was bin ich da erleichtert. Nicht auszudenken, wenn Kanzlerin und Vize gar für irgend etwas Verantwortung trügen in Deutschland? Wo bleiben da Sanktionen gegen Deutschland? Wo bleibt der Aufschrei der UN, die diese Zahlen ja auch genauestens kennt?

Die zuletzt von mir wegen ihrer propagandistischen neoliberalen, nordatlantischen, NATO-Ausrichtung weniger geschätzte Site SPON hat dies in einem lobenswerten Artikel der auf dpa-Angaben beruht aufgedröselt.

Kleinwaffenexporte hat WiMi Gabriel zwar leicht gedrosselt, dafür den Export von Muni stark erhöht. Was nützt die schönste Pistole oder MPi ohne Muni? Da müsste man die Opfer ja mit der leeren Waffe erschlagen, auch nicht schön..

Die Kleinwaffen-Muni ging z.B. an die Türkei, in den Irak (an die Kurden gar, Frau von der Leine?)  und nach Saudi-Arabien. Die ballern damit alle in Syrien und im Irak herum. Dort wird dann unbeachtet von den Propagandamedien dieser Welt gestorben, wozu eine einzige Kugel, ein Cent-Artikel, genügt. Unsere Betroffenheits-Tagesschau berichtet garantiert nicht darüber…