Lang, lang ist’s her!

10. Juli 2018

Als irgendwann im vorigen Jahrhundert, lang, lang ist’s her, die Ossi-Oppositionsführerin im deutschen Bundestag nach Washington, DC reiste, um dort gegen alle diplomatischen Gepflogenheiten ihrer eigenen deutschen Regierung in den Rücken zu fallen, versprechend George Bush’s Irak-Krieg unterstützen zu wollen, da hatten die Amis ihren Zombie gefunden, Angela Merkel!

Wen wundert’s daß die Frau alsbald Kanzlerin wurde und danach gar als MÄCHTIGSTE FRAU DER WELT verlacht wurde? Egal, so geschah es.

Nun macht sie das schon ein paar Jahre und der Lack ist, wie man so sagt, AB!

Vieles hat sich geändert in dieser Zeit, aber nicht der Ossi-Kadaver-Gehorsam dieser Angela Merkel zu ihren Oberen in Washington, DC oder dem anderen Laden in Virginia.

Es gibt inzwischen für Europa, für Deutschland, ein paar echte, wichtige Probleme, die man nur ungern  irgend einer Stasi-IM  überlassen möchte?

Nun gibt es unter unter US-President Dumb mal wieder einen neuen US-Botschafter in Deutschland. Auf den ersten Blick erscheint er dümmer als seine Vorgänger, scheint gar ein reiner Volltrottel zu sein?

Er versprach die Rechte in Europa zu stärken?

Aber urteilen wir doch bitte nicht vorschnell, hat er sich nicht in Rekordzeit die symbolische Merkel’sche Handhaltung angewöhnt?
http://www.spiegel.de/politik/ausland/bild-1217550-1313563.html

 

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Trumps Mexiko-Mauer wird US-Bürger einsperren!

26. Juni 2018

Das ganze menschenunwürdige Spektakel über die illegalen Migranten an der Grenze der USA zu Mexiko hat, wie die meisten Dinge im Leben, ZWEI SEITEN!

Während die Anzahl der Mexikaner in den USA abnimmt, was man Angesichts der TV-Bilder kaum glauben kann, ziehen massenhaft US-Bürger über die Grenze nach Mexiko, oft Rentner und in der Regel aus wirtschaftlichen Gründen, weswegen man polemisch aber durchaus zutreffend von US-Wirtschaftsflüchtlingen sprechen kann!

Im 10.500 Einwohner Dorf Ajijic am Chapala See, dem größten mexikanischen Süßwasser-See in 1.500m Höhe in der Provinz Jalisco gelegen, lebten früher höchstens eine handvoll Ausländer. Heute sei der Ort mit schlecht integrierten US-Migranten überschwemmt, die unter sich blieben, ihre eigenen Caffées und Kneipen hätten und kaum Spanisch sprächen, sagt ein Einwohner. Vom nahe gelegenen Flughafen Guadalajara gingen täglich „unzählige“ Flüge in die USA. Die Gegend sei wegen der Lebenshaltungskosten und des milden Klimas ein begehrtes Ziel von US-Rentnern, deren Anzahl sich über die Wintermonate verdoppele. Es sind in der Regel diejenigen, deren Renten nicht für Florida, Texas oder Kalifornien ausreichen.

„Mit dem Geld, von dem ich hier gut leben kann, müsste ich in den USA unter der Brücke schlafen“ sagte einer von ihnen.

In den USA leben etwa 11 Millionen Mexikaner, deren Zahl aber seit Jahren rückläufig ist, denn es kehren mehr von ihnen nach Mexiko zurück als Migranten über die Grenze kommen. Die von Trump beschworene Menschenschwemme entbehrt der faktischen Grundlage. US-Behörden schätzen die Zahl der US-Bürger in Mexiko auf rund 1,5 Millionen. Ein Teil davon hat die mexikanische Staatsangehörigkeit, andere eine unbegrenzte Aufenthaltsgenehmigung, andere müssen monatlich über die Grenze um mit einem neuen Touristenvisum wieder einzureisen und andere sind, ja.. es gibt sie tatsächlich, ILLEGALE US-Wirtschaftsmigranten in Mexiko!

An schönen Stellen des Landes kann es durchaus eine lokale Überzahl an US-Bürgern geben, die sich keinerlei Mühe geben, sich den Sitten und Gebräuchen ihres Gastlandes anzupassen. Statt dessen sollen die Mexikaner gefälligst US-Englisch lernen, das kann man ja wohl erwarten?

Die US-Bürger mit niedrigen Renten können sich in den USA weder die Lebenshaltungskosten, noch das Gesundheitssystem leisten und können mit Fug und Recht als Wirtschaftsflüchtlinge bezeichnet werden. Diesen Menschen ist Donald Trump mit seinen Ansichten, Twitter-Kommentaren, Grenzmaßnahmen und den Kindern in Stahlkäfigen ein Greuel und ihnen ist durchaus klar, daß sie betroffen sein würden, wenn dieses Pendel einmal zurückschlüge und die Grenze geschlossen oder die juristische Grundlage ihrer mexikanischen Existenz verändert werden würde.

Trotzdem ist mit der Anwesenheit dieser US-Rentner-Unterschicht beiden Seiten geholfen, denn wenn diese mit ihren wenigen Dollars in Mexiko klar kommen, dann geben sie diese auch aus und dies hilft der lokalen Bevölkerung, ihrem Handel und Gewerbe, das ist überhaupt keine Frage!

Die Amis seien zwar arrogant, behandelten die Einheimischen von oben herab, aber bezahlten gut und besser als Mexikaner und man habe sich auf sie eingestellt, auch wenn sie die Inflation nach oben trieben, nach den „ehernen“ Gesetzen von Angebot und Nachfrage.

Den Amerikanern wiederum seien die Mexikaner zu laut, sie lieben es laut, den Lärm und Freude sei häufig mit Feuerwerk, Knallern und Schüssen verbunden…

https://www.google.com/maps/@20.2608152,-103.1271889,10z?hl=de

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https://www.volkskrant.nl/nieuws-achtergrond/in-mexico-zijn-het-juist-de-amerikanen-die-binnenstromen-de-taal-niet-spreken-en-de-lokale-bevolking-verdringen~b87eeb2d/


Wer killt am Ende die EU, Nettozahler oder -empfänger, die Flüchtlinge oder die „üblichen Verdächtigen“, unsere Freunde und Feinde?

25. Juni 2018

Die EU ist ein Einziges großes Geben und Nehmen. Unter dem Strich sollte ein einigermaßen ausgewogenes Gefühl vorwiegen unter den Mitgliedsstaaten, nicht wie eine Gans ausgenommen zu werden. Etwas komplizierter macht die Sache, daß Geber in der Regel Steuerzahler sind und Empfänger in der Regel Staaten, aber auch die zu großen Teilen Privatwirtschaft dieser Staaten.

Nun stehen wir gerade vor der „Flüchtlingskrise“, die jetzt seit drei(?) Jahren glimmt, aber anscheinend das Potential hat, die ganze EU in Flammen zu setzen? Wo vor zehn, zwanzig Jahren die USA längst schlichtend eingegriffen hätten, da feuert heute ein Trump per Twitter die Krise noch populistisch an! Sieh‘ an, da haben sich Interessen klar geändert!

Im Allgemeinen hilft es, darauf zu achten WEM eine Sache, eine Handlung, eine Aktion nutzt, um ungehindert von der jeweiligen Propaganda zu erkennen, „wie der Hase läuft“ in dieser EU.

In der EU glaubten die Schlauköpfe in Mitteleuropa, wenn man Verträge macht, die die Last der Flüchtlingskrise, der Menschenströme letztlich den Peripheren EU-Südstaaten aufbürdet, dann sei man „fein heraus“, habe damit nichts zu tun, sollen doch diese Griechen, Italiener, Malteser, Spanier und Portugiesen sehen, wie sie das regeln! Dieses Konstrukt zerplatzte mit den ersten Menschenströmen, die an unseren Grenzen standen und die wir selbstverständlich in dieser konkreten Situation aus humanitären Gründen nicht zurückweisen konnten. Eine andere Frage sei erlaubt, wie konnten Frau Merkel und ihre Geheimdienste das halbjährige Anrollen einer Menschenlawine durch den Nahen Osten und die Türkei auf EU-Grenzen zu „übersehen“? Na ja, Schnee von Gestern!

Da war ja auch noch dieser BREXIT und die erkennbare Neuorientierung des Baltikums und der Visegrad-Staaten weg von der EU, hin zu den USA. Da waren Staaten, die auch wirtschaftlich klar auf Konfrontation mit Russland und dazu auf die USA setzten und da durfte dieser unsägliche Ukraine-Oligarch und teilweise auch sein noch unsäglichere Georgischer Oligarchen-Kumpel beinahe schon wie „de-facto-EU-Mitglieder agieren, nach Wunsch in Brüssel oder Berlin aufschlagen, dort dummes Zeug reden und die Hand aufhalten!

In untenstehendem Link von Statista gibt es ein Diagramm von EU-Nettozahlern und Netto-Empfängern. Daraus kann man auf einen Blick erkennen, daß sich unter den Nettoempfängern im Jahre 2016 praktisch das gesamte, USA-hörige, bellizistische Baltikum, die Visegrad-Staaten sowie die südöstliche und südwestliche EU-Peripherie befinden und die Hände aufhalten. Polen allein sackt knappe 7 Milliarden €uro ein, gefolgt von Rumänien mit 6 Milliarden €uro. Gleichzeitig bettelt man in Polen und im Baltikum um ständige Stationierung von US-Truppen, denn auch das ist natürlich ein Geschäft, das am Ende irgendeiner bezahlt und das werden weder die USA noch die Balten oder Polen sein, sondern die NATO und damit auch indirekt Deutschland.

Mit dem Gelder einkassieren haben diese Staaten kein Problem, mit der gebotenen Solidarität bei der Lösungsfindung von Problemen, welche die gesamte EU betreffen, aber offenbar schon?

Wenn die Briten am Ende ohne Austritts-Vertrag ihren BREXIT exekutieren, was ich ihnen hier einmal unterstellen möchte, denn „so doof verhandeln“ kann man nur wenn Absicht dahinter steckt, dann kommen schlagartig weitere Milliarden an Kosten auf die Nettozahler der EU hinzu, allen voran auf Deutschland. Gleichzeitig würden aber die Exportmärkte des Ex-Exportweltmeisters deutlich geschmälert um die USA (Steuern auf Autos, Stahl und Alu!) und das UK.

Wer also könnte ein Interesse an einem Zerbrechen der EU haben?
Die üblichen Verdächtigen, Russland und die Türkei? Gewiss, aber nicht nur die. Ich würde hier die USA und das UK auch nennen wollen, denn im Falle von England entspricht das Jahrhunderten englischer Politik in Kontinentaleuropa.
Es ist zu befürchten, daß wir mittelfristig in einen Krieg gegen Russland getrieben werden sollen, denn hauptsächlich Europa führen und bezahlen soll und bei dem hauptsächlich die USA und ihr Pudel UK zu profitieren gedenken, aber Kriege laufen bekanntlich nicht immer genauso ab, wie vor Beginn geplant, wie besonders wir Deutschen so langsam wissen sollten?

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https://de.statista.com/statistik/daten/studie/38139/umfrage/nettozahler-und-nettoempfaengerlaender-in-der-eu/


Trump hat sich offen mit dem Seeufer Horsti gegen Merkel verbündet!

18. Juni 2018

Wann wird Trump die deutsche Rechte zum offenen Protest aufrufen, gegen Merkel, gegen „ihre“ Migrationspolitik? Wir wissen es nicht, aber er arbeitet daran und twittert schon fleissig gegen Merkels Flüchtling/innensproblem und die steigende Kriminalität in Deutschland:
„The people of Germany are turning against their leadership as migration is rocking the already tenuous Berlin coalition. Crime in Germany is way up. Big mistake made all over Europe in allowing millions of people in who have so strongly and violently changed their culture!“

Letzte Woche sah er diese Probleme noch in Macrons Frankreich, jetzt sind wir dran!
Davor rannte laut Trump in London jeder Ausländer mit einem Messer durch die Gegend!

Dumme Sprüche, die aber selten ihr Ziel verfehlen, fürchte ich…


USA nahmen illegalen Einwanderern in 6 Wochen fast 2.000 Kinder weg!

17. Juni 2018

Zwischen dem 19. April und dem 31. Mai  wurden von US-Behörden 1.995 Minderjährige beim Versuch der illegalen Einreise aus Mexico in die USA von ihren Eltern getrennt. Das soll zur Abschreckung dienen und sei gewissermaßen zwangsläufig, da die Eltern durch die illegale Einreise zu Gesetzesbrechern würden, die bestraft werden müssten, während man Minderjährige nicht für das Verhalten ihrer Eltern bestrafen könne und sie vor ihnen schützen müsse, deshalb die skandalöse willkürliche Trennung der Familien durch die US-Behörde Department Homeland Security, DHS!

Aber auch an legalen Grenzübergängen kam es zwischen dem 1. Mai und dem 6. Juni zur gewaltsamen Trennung von 35 Minderjährigen von ihren Eltern und in den Monaten März und April seien es 50 Minderjährige gewesen, die man vor ihren Eltern retten und schützen musste! Dies sei Folge der Null-Toleranz-Politik, die der US-Generalstaatsanwalt Jeff Sessions verfolgt um den Druck auf die Migranten zu erhöhen. Dabei berief sich der Mann in einer Rede im US-Bundesstaat Indiana auf die Bibel Paulus, Römer, 13, wo geschrieben stünde, daß Paulus die Gläubigen dazu aufrufe die Gesetze der Regierung zu achten, da diese von Gott verordnet seien um Ordnung zu schaffen!

Faktisch werden die Kinder als Geiseln genommen um die Eltern vom Versuch der illegalen Einreise abzuhalten. Wenigstens erschiesst man sie nicht…

Sein Chef Donald Trump hingegen schiebt – eiskalt lügend – die Verantwortung für dieses Handeln auf „ein Gesetz der Demokraten“, daß er nur mit den Stimmen genau dieser Opposition abschaffen könne!

https://www.msnbc.com/katy-tur/watch/dhs-nearly-2-000-children-separated-from-their-parents-at-us-mexico-border-1256803907912

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https://www.20minutos.es/noticia/3370052/0/estados-unidos-frontera-mexico-menores-separo-familias-seis-semanas/

https://www.washingtonpost.com/news/post-nation/wp/2018/06/16/america-is-better-than-this-what-a-doctor-saw-in-a-texas-shelter-for-migrant-children/?utm_term=.cb513550b2ad

NACHTRAG, 18.06.2018:
https://mail.google.com/mail/u/0/?tab=wm#inbox/1641252a7097391f


Heute Abend „höchstwahrscheinlich“ Knatsch zwischen May und Putin!

13. März 2018

Bekanntlich gab es in England vor einigen Tagen einen „höchstwahrscheinlichen“ Angriff mit einem „höchstwahrscheinlich“ russischen Nervengas auf einen „höchstwahrscheinlich“ britischen Agenten und dessen Tochter mit russischem Migrations-Hintergrund. Beide befinden sich in kritischem Zustand im Krankenhaus, aber zumindest leben sie noch! Ihnen ausdrücklich alles Gute!

Für die Briten ist der Fall klar, das waren „höchstwahrscheinlich“ die Russen, das heisst man vermutet es, kann es aber nicht beweisen. Wenn sie es nicht selber waren, dann wussten sie davon und haben es „höchstwahrscheinlich“ zustimmend geschehen lassen? Man verzichtet an dieser Stelle – „höchstwahrscheinlich“ ganz bewusst – darauf, sich die Frage zu stellen, welchen Nutzen dieser Putin eigentlich davon hätte einen solchen Anschlag zu planen, anzuordnen, oder auch nur geschehen zu lassen?

Da Theresa May in letzter Zeit von einem Umfrage-Tief zum nächsten Tief taumelt, käme ihr ein wenig Bedrohung von außen „höchstwahrscheinlich“ gerade höchst gelegen?

Sie nutzt ihre Chance und stellt „den bösen Russen“, abgekürzt „diesem Putin“ ein Ultimatum bis heute Abend seine Schuld einzugestehen, weil sonst.., ja, was sonst?

Das UK alleine ist natürlich nicht in der Lage mehr als Symbolpolitik gegen Russland zu fahren. Da trifft es sich doch gut, daß gerade die USA kurzfristig ihre Meinung wechselten und auch der NATO-Esel schon ganz aufgeregt mit dem Hufen scharrt! USA-Trump und NATO-Stoltenzwerg rufen nicht etwa zur Besonnenheit auf, sondern sie schließen sich ganz im Gegenteil Theresa May an, bestärken sie und drohen Russland, alias Putin, bis heute Abend. Deutschlands Flinten-Uschi hält zwar gerade noch so den Ball flach, aber sie wird natürlich dabei sein, will sie doch den NATO-Stoltenzwerg beerben. Da trifft es sich doch irgendwie gut, daß die NATO bereits im Baltikum vor der russischen Grenze, rund 150km vor Sankt Petersburg und rund 700km vor Moskau mit den Muskeln spielt.

Theresa May hat keine Beweise, drum sagt sie „höchstwahrscheinlich“ und sie verweist auf das böse Verhalten Russlands, äh.. natürlich dieses Putins, in der Ukraine, in Syrien, in Georgien. Nur gut, daß das UK, die USA und die NATO in all diesen Konflikten „höchstwahrscheinlich“ nicht die geringste Rolle spielten und bis heute nicht spielen. Okay, das war jetzt doch schon ein bißchen übertrieben, die spiel(t)en schon mit, aber die dürfen das halt.

Was also wird heute Abend von Theresa May verkündet werden? Am kommenden Sonntag will übrigens Putin wieder mal zum russischen Präsidenten gewählt werden, obwohl der Westen diesen „Vollpfosten“ Navalny als Kandidaten für geeigneter hält, der immer im richtigen Moment an der Hundeleine irgendeiner ONG aufgeregt vor den Kameras herum bellt, bis er („höchstwahrscheinlich“ erwartungsgemäß) von der Polizei verhaftet, in einem Käfig vor Gericht gestellt  und nach kurzer Zeit in alter Frische wieder die Straßen unsicher macht? Wo bleiben in diesem Moment eigentlich die Krawall-Mösen von Pussy-Riot? Will Theresa May wirklich die russischen Wahlen beeinflussen, diese kleine Tory-Schelmin?

Will man russische Oligarchen und/oder deren Gelder in London belangen? Geht nicht, Theresa May, die sind doch alle deine Freunde, oder? Zieht man die Botschafter zurück? Ruft man zum Boykott der Fußball-WM in Russland auf? Man muss es diese Woche noch so richtig krachen lassen, wenn man die russischen Wahlen beeinflussen will.

Keine Ahnung, was Theresa May im Handtäschchen herumträgt, ein Nervengift gegen Putin vielleicht? Quatsch, das benötigt die doch gar nicht. Ich bin sicher, sie geht ihm „höchstwahrscheinlich“ auch schon so gewaltig auf die Nerven?


Von extremen Gegensätzen…

7. Januar 2018

In Deutschland versucht die Politik seit der letzten Bundestagswahl mehr oder weniger ernsthaft eine neue Regierung zu bilden. Es darf gerne, es soll, ach was, es muss erneut eine GroKo werden, bei der im Schlafwagen-Modus mit stabilen Mehrheiten durchregiert werden kann, eine detaillierte GroKoalitionsvereinbarungsliste Punkt für Punkt abgearbeitet werden kann. Für die Wirtschaft, vertreten durch rund tausend Lobbyisten im Bundestag der rund 700 Abgeordneten, ist das ganz praktisch. Unangenehme Überraschungen sind praktisch ausgeschlossen, es sei denn die Amis kriegen Einen z.B. wegen Abgaswerte-Betrug „an den Arsch“, aber selbst dann ist es letztlich die Allgemeinheit, „der Steuerzahler“, der am Ende die Zeche bezahlt. Der Nachteil dieses in der Ära Merkel perfektionierten „präsidialen Regierens“ ist die Entpolitisierung des Bundestages, des einstigen Debattierforums deutscher Politik, sagen wir mal zumindest seit den späten Vierziger Jahren bis in die Ära Kohl, Schröder, Fischer hinein. Den Oldies unter uns fallen automatisch die passenden Namen und Debatten ein, Sternstunden, Anfangs noch in Schwarz-Weiss übertragen vom eigenen Röhren-TV, dem des Nachbarn oder dem in der Kneipe, in der es AUCH bei diesen Gelegenheiten „hoch her gehen“ konnte…

In Spanien allgemein, aber ganz speziell in Katalonien, gibt es eine genau gegenläufige Entwicklung. Man vertritt als Partei extrem gegensätzliche Positionen vollkommen kompromisslos. Die ähnlich großen Lager zählen eifrig ihre Stimmen zusammen, stellen vollkommen erstaunt fest, daß es zur absoluten Mehrheit wieder einmal nur ganz knapp reicht oder eben ganz knapp nicht reicht, wobei dann der Analyse stets eine Phase der Paralyse folgt. Im Hintergrund versucht man sich die fehlenden Stimmen von radikalen, extremen Minderheiten zu holen, die dann ihre feuchten Traumphantasien ausleben wollen und sich das auch noch fürstlich honorieren lassen wollen. Weil man mit solchen Verabredungen unangenehme Erfahrungen gemacht hat und weil in solchen zugespitzten Situationen auch stets der eine oder andere unsichere Kantonist der eigenen Partei, des eigenen Lagers, Begehrlichkeiten entwickelt und mit Absprung droht und weil man die Phantasie der Beteiligten bei der Umgehung und Auslegung von Absprachen, aber auch von Recht und Gesetz allgemein ganz genau kennt, tut man in solchen Fällen dann lieber… NICHTS!

Ersatzweise ruft man erneut vorgezogene Neuwahlen aus, deren Ergebnis… ÜBERRASCHUNG(!)… dann fast genau das selbe Ergebnis bringt, wie beim letzten Mal und alle fühlen sich dadurch in ihrer Strategie bestätigt und zum Weitermachen ermuntert. Die Meinungsbildung der Bevölkerung wird im Fall Katalonien von öffentlichen Propagandamedien wie TV3 oder von reichlich und flächendeckend subventionierten Privatmedien „in die richtige Richtung gelenkt!“

Im Falle Deutschlands sind die längst nicht mehr ganz so großen, ehemaligen Volksparteien zu einem Gesichts- und Konturenarmen Einheitsbrei verschmolzen, der es Populisten, Nationalisten und etwaigen interessierten ausländischen Mitspielern leicht macht, die Aufmerksamkeit, Auge und Ohr des Noch-Wählers zu finden.

Wir haben es in diesen beiden und in vielen anderen Fällen also mit nationalen Parlamenten und formell nationaler Politik zu tun, die aber durch Bündnisse wie die EU und oder die NATO oder via web und Medien längst globalen Einflüssen unterliegt. Der Eifer der USA eine russische Beeinflussung der US-Präsidentschaftswahlen nachzuweisen, liegt im Wissen um ihr eigenes Agieren bei praktisch jeder beliebigen Wahl auf dieser Welt begründet. Die Idee einer rein nationalen Politik ist heute eine utopische Fiktion, die weder wünschenswert noch realisierbar ist, nicht einmal mehr in Nordkorea, bei „Kim-du-hast-die-Haare-schön“.

In diesem Zusammenhang muß vielleicht auch die jüngste Initiative des  „MiVijüFraPaZ„, des „Mit-Vierzig-jüngsten-Französischen-Präsidenten-aller-Zeiten“, Emmanuel Macron („e-mac“ wollte ich ihn erst nennen, aber das klang dann doch zu sehr nach apple?) gesehen werden, der ein Fake-News-Bekämpfungsgesetz  auf den Weg bringen will, das Kritiker als Bedrohung der freien Meinungsäußerung, der Meinungsfreiheit sehen.