England und Wales haben höchste Gefangenenquote in Westeuropa!

14. März 2017

Die Häftlingsquote von 148,3 Gefängnisinsassen pro 100.000 Bewohnern sei fast dreimal so hoch wie in den Niederlanden! In der Summe sind das relativ stabile 86.000 Inhaftierte! Passt nicht so ganz zur berühmten britischen Toleranz? Das steht in der neuen SPACE-Studie*

im Vergleich:

137,9 Häftlinge pro 100.000 Einwohnern in Spanien
098,3 Häftlinge pro 100.000 Einwohnern in Frankreich
086,4 Häftlinge pro 100.000 Einwohnern in Italien
077,4 Häftlinge pro 100.000 Einwohnern in Deutschland, bei Erdogans Nazis!

Eine der möglichen Erklärungen für diese im Vergleich zu Deutschland fast doppelt so hohe Zahl von Häftlingen könnte in der mit 10 Jahren jüngsten Strafmündigkeit in Europa liegen, zusammen mit Nordirland und der Schweiz, wo sie ebenfalls bei zehn Jahren Lebensalter liege?

Während hier bei uns einige im Wissen, daß ihnen unter 14 Jahren keine Gefahr droht richtig sorglos Gas geben, werden sie in besagten Ländern eingesperrt. Aber wollen wir das wirklich auch, ich denke nicht?

England und Wales haben mit 7.439 (rund 10%) auch die größte Anzahl an Lebenslänglichen in Europa.

Im Vergleich:
1.883 Lebenslängliche in Deutschland
1.611 Lebenslängliche in Italien
1.804 Lebenslängliche in Russland (weniger als DEU? Putin hat bestimmt die Zahlen gefaked?)

Der Durchschnitt an Gefangenen in ganz Europa lag 2015 bei 134,7 Gefangenen pro 100.000 Einwohner und ist zum Vorjahr 2014 um 7% zurück gegangen.

Die stärksten Rückgänge verzeichneten um
-18% Griechenland(!)
-10% Kroatien
-11% Dänemark
-9,7% Nordirland
-9,5% Niederlande

Die größten Zunahmen an Gefängnisinsassen gab es mit
20,5% Georgien
12% Mazedonien
11% Türkei
11% Tschechien

Trotz des generellen Rückganges der Häftlingszahlen sind in 15 von 45 untersuchten Staaten, also in einem Drittel die Gefängnisse überfüllt!

Häufigster Grund für eine Gefängnisstrafe in Europa sei mit 18,7%, grob gesagt in knapp jedem Fünften Fall, der Drogenmissbrauch!

Die häufigsten Strafen liegen zwischen 1-3 Jahren Haftstrafe.

*Diese Studie SPACE wurde im Auftrag des Europa-Rates von der Universität Lausanne in der Schweiz erstellt: http://wp.unil.ch/space

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https://www.theguardian.com/society/2017/mar/14/england-and-wales-has-highest-imprisonment-rate-in-western-europe

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Proteste in der Türkei: Vergewaltigung kann man nicht legalisieren!

20. November 2016

Am kommenden Dienstag soll in der Türkei ein Gesetz verabschiedet werden, dem zu Folge Vergewaltiger von Minderjährigen von ihren Haftstrafen begnadigt werden sollen, wenn sie das Opfer heiraten!

Die AKP rechnet selbst mit etwas dreitausend betroffenen Familien! In den meisten Fällen kamen diese Vergewaltigungen von Minderjährigen erst ans Tageslicht, wenn das Opfer zur Entbindung in ein Krankenhaus kam. Erst danach wurden die Behörden tätig, die Täter zu Haftstrafen verurteilt. Die Ärzte sind zur Meldung verpflichtet, wenn eine Minderjährige entbindet. Aber so wird argumentiert, dies ließe die junge Mutter mit ihrem Kind in einer verletzlichen Situation zurück. In einigen ländlichen Gebieten werden Ehen sowieso ab einem Brautalter von 15 Jahren praktiziert. In vielen Fällen erfolgt nur eine religiöse Zeremonie und kein offizieller Eintrag ins Zivilregister.

Die AKP versucht also den „Macho-Pragmatismus“ gesetzlich zu verankern, daß wenn die minderjährige, vergewaltigte Mutter vom Täter geheiratet würde, so schließlich für Mutter und Kind „gesorgt sei“ und der Staat fein aus der Sache raus wäre. Dazu müsse der Vergewaltiger aber aus dem Gefängnis entlassen werden „um sich so überhaupt erst um seine Familie kümmern zu können“!

Frauenbewegungen laufen in zahlreichen Städten Sturm gegen diese Pläne.  Teile der AKP treten sowieso aktiv für Absenkung des Heiratsalters ein, die Religion erlaube die Verheiratung von 13-jährigen (wahrscheinlich auch gegen deren Willen und ohne der späteren „Gatten“ vorher zu kennen?).

Wenn wir in Bälde wegen Erdogans Säuberungen in der Türkei eventuell verstärkt mit türkischen Asylsuchenden in Deutschland rechnen müssen, wie werden sich unsere Behörden dann verhalten, wenn ein Asylant mit minderjähriger Ehefrau einreist oder eine solche per Familienzusammenführung nachholen möchte?
Wird sie einfach augenzwinkernd ein paar Jahre älter gemacht und alles ist gut?
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http://www.lavanguardia.com/internacional/20161120/411995551497/turquia-ley-violadores-menores-matrimonio-victima.html


Wegen eines Furzes: Streit bis auf’s Blut!

15. März 2016

Zwei Familienclans in Torrent, País Valenciana, im Stadtteil Xenillet sassen am Sonntagnacht zusammen.

Einer der Jugendlichen furzte, einer des anderen Clans furzte zurück. Man begann heftig zu diskutieren.

Eine Frau des einen Clans mischte sich in die Diskussion ein und begann sich mit einer anderen Frau zu prügeln.

Der Streit wurde immer heftiger. Es kam zu einem Schusswechsel.

Es gab 4 Verletzte, zwei davon (Vater und Sohn) durch Schüsse. Der Vater liegt im Besorgnis erregendem Zustand auf der Intensivstation.

50 Polizisten waren im Einsatz die streitenden Clans zu trennen.
Alles wegen eines blöden Furzes….

Und die Moral von der Geschicht‘:
Auf jeden Furz reagiert man nicht!

 


Macht Liebe, keine Überstunden!

10. März 2016

500.000 / 224.000 gingen nach Schätzung der Gewerkschaften / der Polizei in 144 Städten (in 176 Städten, wenn man die Eisenbahnerstreiks dazu rechnet) in Frankreich gegen die geplante Verschlechterung der Arbeitsgesetze durch das in der Öffentlichkeit nach der zuständigen Ministerin benannte „loi El Khomri“ der Regierung Valls des Präsidenten Hollande mit diesem einprägsam-lustvoll-verlockenden Motto auf die Straßen!

Ob in Rennes, in Toulouse, in Lille oder Paris (100.000 / 30.000!), es folgten auffällig viel Schüler und Studenten diesem Aufruf der Gewerkschaften und Jugendorganisationen, der in Zeiten einer „linken“ Regierung eine Seltenheit darstellt. Für nächsten Donnerstag, den 17. März wird erneut zu Demos, diesmal an den Universitäten, aufgerufen. Alles sei über Facebook organisiert worden. In Toulouse sind 10.000 auf die Straßen gegangen unter dem Motto „Sozialisten, wütend gegen den rechten Flügel der PS, der die soziale Krise auslöste!“

Aber auch die vom extrem unpopulären Präsidenten Hollande geplante Aberkennung der französischen Staatsbürgerschaft für Doppelstaatler, die wegen Terrorismus verurteilt worden seien, erregt weiterhin die Gemüter. „Es gäbe künftig zwei Klassen von Franzosen, dieses Gesetz sei unmoralisch und würde Parias in der französischen Gesellschaft erzeugen!“

Es wurden Plakate getragen mit dem Slogan „PS – Keine Zukunft!“

Dem Sozialisten Hollande wurde bestätigt, schlimmer als der neoliberale Sarkozy zu sein!


Grösster Betrug der katalanischen Politik?

31. Dezember 2015

Ein Ex-Kandidat der CUP für Barcelona nannte jetzt auf Twitter den heiligen „Prozess“ der CAT-SEP’s, der zur Unabhängigkeit, zum Bruch mit Spanien führen soll, „den größten Betrug der katalanischen Geschichte!“

Die Separatisten hätten kein Mandat, keinen Plan, kein Referendum, eine „tote Legislaturperiode“ und statt dessen sein das Einzige, was sie versuchten, die größte, existierende politische Leiche (Artur Mas) zum Präsidenten zu machen!

Ich finde, das hat er schön gesagt!

Mit einem „genießt euer Fanatisches Reich“ verabschiedete er sich von Twitter.

Ein anderer von CUP kommentierte mit Bezug auf die ominöse Patt-Versammlung (1.512/1.512) der CUP „noch nie habe er so viele Menschen vor der Erpressung durch einen einzigen Mann knien sehen“!

Artur Mas hatte übrigens den heutigen Tag, den 31. Dezember, das Jahresende für seine Inthronisierung vorgesehen. Daraus wird erst einmal nichts, denn die CUP will sich erst am 3. Januar entscheiden, wenn überhaupt jemals?

Unabhängig vom Ergebnis dieser Entscheidung hat Artur Mas nach CiU und CDC dann die dritte politische Gruppe, bzw. Partei an seiner Person zerbrechen lassen. Eine 50/50 CUP ist politisch am Ende. Mas hat die Seuche an den Händen. Alles was er anfasst, geht zu Bruch…
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http://www.elperiodico.com/es/noticias/politica/xavier-monge-cup-twitter-proces-mayor-fraude-politica-catalana-4785326


Jordaniens bemerkenswerte „religiöse Toleranz“!

22. Dezember 2015

Das kleine Königreich Jordanien gilt als Hort der Stabilität und Toleranz im arabischen Teil des Nahen Ostens und selbst unser Bundespastor Gauck „kriegte sich jüngst kaum ein“ bei seinem Staatsbesuch.

Wirklich alles super? Schau’n wir mal:
Wenn ein Mann der rund 180.000 jordanischen Christen sich schnell und günstig scheiden lassen will, dann konvertiert er am Besten zum Islam.

Das hat für ihn folgende erfreuliche Konsequenzen:
Nach Artikel 172 des Zivil-Gesetzes  bekommt ein muslimischer Mann automatisch die Vormundschaft, das Sorgerecht für alle Kinder* über 7 Jahre. Kinder unter sieben Jahren kann der Mann spätestens dann „einfordern“, wenn sie dieses Alter erreicht haben. 95% der Jordanier sind Muslime – wen wundert’s – auch dank dieser Sitten und Gebräuche!

Die Frau bekommt entsprechend keinen/wenig Unterhalt.
Der Mann kann sofort erneut heiraten. Der Christin bleibt dieser Weg verwehrt, es sei denn, sie konvertiert ebenfalls zum Islam oder von Römisch-Katholisch zur Griechisch-Orthodoxen Variante des Christentums, die mit etwas Hin und Her auch eine Scheidung ermöglicht.
Der Grund für diese Ungleichbehandlung ist eine fehlende Gleichheit durch ein identisches Zivilrecht für alle und statt dessen unterschiedliche religiöse Rechte diverser Religionen.

Die Christin und ihre christlich gebliebenen Kinder, also die unter sieben Jahren, können ihren jetzt muslimischen Ex-Gatten auch nicht beerben. Aber in der Praxis können anscheinend auch Kinder die jünger als 7 Jahre alt sind, vom muslimischen Vater eingefordert werden?

Die Christin kann den ganzen Schlamassel „easy“ umgehen, wenn sie ebenfalls konvertiert.

Ob Bundespastor Gauck das alles wusste, als er Jordanien mit seinem Besuch beehrte? Wir wissen es nicht!
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http://www.al-monitor.com/pulse/originals/2015/12/jordan-law-christians-convert-muslims-women-divorce.html?utm_source=Al-Monitor+Newsletter+%5BEnglish%5D&utm_campaign=2a4ea05342-December_22_2015&utm_medium=email&utm_term=0_28264b27a0-2a4ea05342-102306473


Obama reklamiert COP21, „Paris Agreement“ als seinen Erfolg!

13. Dezember 2015

Ein wenig überraschend ist das ja schon, war er doch nur zur feierlichen Eröffnung dabei, aber wahrscheinlich braucht er einfach mal eine gute Presse? Vermutlich hat die exzellente französische Diplomatie nur US-Vorgaben umgesetzt und ausgeführt? Überlege gerade, was wohl Berlin aus dieser Konferenz gemacht hätte? Irgend etwas zwischen Berlin21 und Spree-Disharmonie vermutlich?

https://twitter.com/BarackObama?ref_src=twsrctfw