Wagt sich der echte Saudi-Kronprinz zum G20 nach Argentinien oder kommt ein Doppelgänger in Prinzenrolle zum Handshake mit Trump?

27. November 2018

Der GUARDIAN berichtet, daß der argentinischen Justiz eine Strafanzeige gegen den Saudi vorläge, ausgestellt von Menschenrechtsorganisationen wegen dessen Rolle im Krieg mit Jemen aber auch wegen der Ermordung des saudischen Journalisten Kashoggi im Konsulat in Istanbul.

Das argentinische Recht erlaube, übrigens ebenso wie das spanische Recht, Anklagen und Prozesse in globalen Belangen zu führen. Spanien hatte zum Beispiel im UK einen Auslieferungsantrag für den chilenischen Diktator Augusto Pinochet gestellt, was Belgien und die Schweiz dann auch taten und was in der Folge zu einem zweijährigen Hausarrest von Pinochet in London führte, während dessen heftige diplomatische Verwicklungen auf allen Ebenen tobten, im Streit wer den Ex-Diktator vor Gericht stellen dürfe.

Theoretisch zumindest könnte Argentinien also an diesem Freitag den zum G20 fest erwarteten Saudischen Kronprinzen festnehmen und vor Gericht stellen. Da Trump ihn aber im Gegensatz zu seinen eigenen Geheimdiensten offenbar für unschuldig hält, werden sich die Argentinier dies wohl nicht trauen?

Den Wettbewerb um den ersten öffentlichen Handshake mit einem möglichen Mörder hat Trump sowieso verloren, denn der spanische Ex-König Juan Carlos war schneller, ätsch, Trump! Trump könnte höchstens spielverderberisch twittern, daß dies ja kein offizieller Anlaß wie ein G20 war, sondern nur ein blödes Autorennen…

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https://www.theguardian.com/world/2018/nov/27/argentina-prosecutors-considering-charges-against-mohammed-bin-salman-at-g20

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Werden die USA künftig ein „Lex Hillary“ haben?

2. November 2016

Was erlauben sich eigentlich dieser FBI-Chef und dazu noch ein Konservativer, nur ein paar Tage vor der Präsidentenwahl eine lächerliche Untersuchung gegen die einzigartige HRC anzukündigen, wegen dämlicher emails?

Ganz offenkundig eine üble Wahlbeeinflussung des FBI und Ungehorsam gegenüber dem weisungsberechtigten Justizministerium obendrein! So geht das wirklich nicht, Amis!

Da kann doch nicht jemand vom Ostküstenestablishment dreissig Jahre lang auf die Rolle der ersten Frau auf dem Mond, äh.. Verzeihung, auf dem Präsidententhron des Imperiums vorbereitet werden und dann kommt da so ein hyperventilierender FBI-Chef daher und droht alles „auf den letzten Drücker“ zu zerstören?

Clinton muss deswegen einen „Wahlbeeinflussungsbonus“ von 5% auf ihre erzielten Wählerstimmen bekommen, ihr intriganter Gegenkandidat einen entsprechenden Malus.

Ein Gesetz muss her, nennen wir es hier der Einfachheit halber „Lex Hillary“, das einem einmal gewählten Präsidenten rechtliche Immunität für sein ganzes Vorleben vor der Präsidentschaft einräumt. Außerdem wird es verboten sie/ihn mit eigenen früheren Aussagen zu konfrontieren (Lex Adenauer). Als Präsident der USA ist er dann sowieso immun, denn wer oder welches Gericht  sollte schon einen US-Präsidenten zur Verantwortung ziehen?

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PS: Diese Immunität muss natürlich auf für die geschäftlichen oder triebgesteuerten Aktivitäten des First Husband WJC ausgeweitet werden, versteht sich hoffentlich von selbst?

 


US-Army: Alles muss man selbst machen in dieser Ukraine!

6. Februar 2015

In den USA wachsen anscheinend in jüngster Zeit die Zweifel, ob mit einer umstrittenen und noch nicht endgültig entschiedenen Waffenlieferung an die Ukraine deren Kriegsglück entscheidend verbessert werden könnte. Auslöser dieser Zweifel ist die Verhaftung eines hohen ukrainischen Militärs am vergangenen Mittwoch, des Lt. Col. Mykhailo Chornobai, dem Spionage für Russland vorgeworfen wird.

Interessierte Kreise  hauptsächlich aus den Maidan-Milizen, behaupten, dass die ukrainische Armee vom russischen Geheimdienst F.S.B. unterwandert sei und man stellenweise nicht wisse, ob das noch die ukrainische Armee, sondern bereits der F.S.B. sei?

Seit Ausbruch der Kämpfe in der Ost-Ukraine seien rund 300 ukrainische Militärs unter dem Vorwurf der Spionage für Russland festgenommen worden. Dies kann natürlich auch eine Hexenjagd auf Sündenböcke für die verheerende Leistung der ukrainischen Armee gewesen sein, die den Rebellen klar unterlegen scheint?

Es wird von noch mehr russischen Spionen in noch höheren Rängen der ukrainischen Armee geredet und ob man nicht die ganze Führungsstruktur ändern müsse. Eine Parallelstruktur des Generalstabes, vielleicht gleich direkt von der US-Army geführt?

http://www.nytimes.com/2015/02/06/world/europe/kerry-biden-hollande-merkel-ukraine-conflict.html


Noch’n Glückwunsch im Angebot!

31. Dezember 2013

Allen Lesern, Kommentatoren, Gelangweilten, Genervten und Empörten, die meinem Blog in diesem Jahr 2013 trotzdem gefolgt sind, verleihe ich symbolisch meine total pazifistische Tapferkeitsmedaille!

Für 2014 wünsche ich euch allen da draussen Frieden, Glück, Gesundheit, zumindest aber Zufriedenheit und denen, die unbedingt Geld brauchen, einen fetten Lottogewinn.

Wer aber spezielle, individuelle Glückwünsche wünscht, der kann es über die Kommentarfunktion probieren, zumindest so lange, bis die übliche, exzessiv-Orgienartige Sauerei Feierei* beginnt.

Was ich mir für 2014 wünsche:

Obama, Merkel, Erdogan,
stellt euch bitte hinten an!

Ahoi, Rajoy, hier spricht der Mas,
wann trinken wir ein Friedens-Glas?

Wann hält dieser Putin, bei der EU den Hut hin?

Warum unser Bundespräsident
im Februar nicht nach Sotschi rennt:

Bei den USA sei, also ich glaub‘ das nicht,
in Sotschi sogar Schwulsein Pflicht!

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*(Mir wurde sogar angedroht, dass ich tanzen müsse!)


Wer war und wer war nicht?

10. Dezember 2013

Frage: Was haben Putin, Netanyahu, Peres, Erdogan, Xi Junping, der Dalai Lama, Elisabeth II, Juan Carlos, Rohani, der Papst und Christina Fernández de Kirchner mit Angela Merkel gemeinsam?

Antwort: Sie waren nicht bei Nelson Mandelas Trauerfeier in Südafrika…


TÜSİAD an USA: Türkei will auch in die Wirtschafts-NATO!

12. Oktober 2013

Der türkische Industriellen- und Wirtschaftsverband TÜSİAD hat ein Meeting in Washington mit hochrangigen Offiziellen aus dem Kongress, dem Außenministerium und dem Nationalen Sicherheitsrat der USA veranstaltet.

Dabei drückten sie ihre Unzufriedenheit darüber aus von dem geplanten Handelsabkommen der USA mit der EU ausgeschlossen zu sein.

„Wir finden den Ausschluss der Türkei vom TTIP, das man als wirtschaftliche NATO(*!) bezeichnen kann, als inakzeptabel“ sagte Muharrem Yılmaz, der Vorsitzende von TÜSİAD.

„Wir konnten unsere Unzufriedenheit, nicht in diese Entwicklung, die nicht nur eine wirtschaftliche sondern auch eine geopolitische, strategische Tiefe besitzt, mit einbezogen zu sein, zum Ausdruck bringen und glauben, dass die Botschaft angekommen ist“, fügte er hinzu.

U.S. House Speaker John Boehner, Rep. (derzeit der Gegenspieler Obamas im Haushaltsstreit) teile diese Ansicht, dass es der Türkei gegenüber unfair sei, sie nicht in die Verhandlung mit einzubeziehen.

TÜSİAD hat ihre Erwartung geäussert, ein entsprechendes paralleles Freihandelsabkommen durch die USA zu bekommen.

Für die türkische Wirtschaft wäre ein solches Abkommen von entscheidender Bedeutung. Sie hätte auch ohne EU-Mitgliedschaft die analogen Vorteile des geplanten TTIP-Abkommens. Ob das bedeutet, dass die türkischen Industriellen und Wirtschaftsführer das Thema EU schon abgehakt haben, ist zumindest nicht von der Hand zu weisen?

Ist ein Freihandelsabkommen U.S.-Türkei das eigentliche Ziel des Pokers um den angekündigten Kauf der chinesischen Luftabwehrraketen?

Eventuelle Mehrkosten des US-Systems hätten die Türken mit dem Freihandelsabkommen schnell wieder reingeholt! Reine Spekulation?

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*(Mit dem Ausdruck wirtschaftliche NATO, hat erstmals ein Wirtschaftsführer offiziell den strategisch-aggressiven Charakter solcher Abkommen verdeutlicht, die durch Ausschluss von Marktteilnehmern im Gegensatz zur sonst immer gerne propagierten Globalisierung der Wirtschaft stehen!)


US-Immobienmarkt erholt sich: Jetzt aber flott raus mit dem Staat!

9. April 2013

Aus dem US-Immobiliensektor gibt es nur gute Nachrichten. Mehr neue Häuser werden schneller gebaut als in den letzten Jahren der Krise und natürlich(!) ziehen dabei die Preise auch wieder an. Geplatze Hypotheken und Zwangsverkäufe sind seit Ende 2011 um 12 Prozent zurück gegangen. Selbst die 2008 unter staatliche Aufsicht gestellten Hypothekenbanken Fannie Mae und Freddie Mac  vermelden Rekordgewinne!

Alles prima also? Weit gefehlt! Diese Erholung eines Schlüsselsektors der USA findet nämlich unter (fast!) „kommunistischen Zuständen“ statt und das geht natürlich nicht, weil das Teufelswerk ist. Heute hält oder garantiert die kommunistische US-Regierung des Genossen Obama nämlich rund 90 Prozent aller neuer Hypotheken, oh’ schock & graus! Vor der Krise, in den guten alten 90er jahren betrugt der staatliche Anteil am Hypothekenmarkt nur etwa 50 Prozent.

Die Branche macht sich also arge Gedanken diesen mit Steuermitteln geretteten Sektor schnellstens zu reprivatisieren. Es gibt nur ein Problem. Das schnelle Geld ist mit Hypotheken mit 30-jähriger Laufzeit nicht zu machen, wie öde für anspruchsvolle Investoren.

Da sind denen, die immer die allerbesten Ideen haben, wirklich tolle Neuerungen eingefallen. Die Hypo mit dreissig Jahren Laufzeit wird ersatzlos gestrichen! Statt dessen werden variable Zinsen eingeführt, die mit dem Finanzmarkt steigen und fallen. Sie haben entweder ein kurzes Gedächtnis diese Investoren, oder die Frechheit, im Bedarfsfall erneut auf staatliche Rettung zu setzen?

Dabei waren einst die Langzeithypotheken mit Festzinsen nach der großen Depression der 30er Jahre zur Rettung des Marktes erfolgreich eingeführt worden!

Gleitzinsen, an wirtschaftliche Schlüsseldaten gekoppelt, sollen zu analog zur Marktentwicklung steigenden oder fallenden monatlichen Belastungen führen. Der Hausbesitzer soll in guten Zeiten mehr, in schlechten Zeiten weniger bezahlen können. So soll vermieden werden, dass identisches Verhalten tausender Hypothekennehmer den Markt beeinflussen. Durch gleichartige Interessen zwischen Hypothekennehmer und -geber soll der „Ausstieg“ der Hausbesitzer in schlechten Zeiten reduziert werden, was das Risiko für die Gläubiger verringert.

Eine weitere Variante dieses Verhaltens sieht vor, die monatlichen Zahlungen an einen Index der Hauspreise in der jeweiligen Nachbarschaft zu koppeln. Das müsste zu interessanten Zeiten führen? Wenn ein paar Häsuer teuer verkauft werden, steigen für das ganze Viertel die Hypothekenzahlungen. Wenn man sich dagegen vornimmt sein Viertel abzuwohnen und verkommen zu lassen, dann wird man obendrein mit geringeren Hypothekenzahlungen belohnt?

Was immer auch geschehen mag, eines steht offenbar  für die puristischen Verfechter des freien Marktes felsenfest fest:
Genosse Obamas kommunistische Verhältnisse am Immo-Markt sind ganz, ganz schlecht. Hypos mit 30-jähriger Laufzeit sind altmodischer Opa-Kram und auch gaanz schlecht!